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Lehrerin verbietet Kindern Süßigkeiten zum Frühstück


Online-Rechtsberatung von N. N.
Stand: 13.08.2012

Frage:

Mein Sohn ist in die 3. Klasse gekommen. Die Klassenlehrerin hat den Kindern untersagt, zum Frühstück Süßigkeiten zu essen.

Begründung: Die Kinder seien dann so aufgedreht. Ich gebe meinem Sohn eine Süßigkeit zum Frühstück mit. Es ist z. B. ein Schokoriegel. Darf die Klassenlehrerin meinen Sohn und den Kindern dies verbieten?

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Antwort:

Antwort: Nein.

Die Klassenlehrerin darf Ihrem Sohn und ihren Schulkindern mit Sicherheit nicht vorschreiben, was sie zum Frühstück essen.

So etwas wäre nämlich ein unzulässiger Übergriff auch in Ihr Privatleben.

Rechtlich maßgeblich ist das Schulrecht Ihres Bundeslandes, und daneben auch die Schulordnung der betreffenden Schule. Einen Überblick finden Sie hier:

http://www.focus.de/schule/schule/recht/schulrecht/schulrecht_aid_28640.html

Zu der von Ihnen gestellten Frage werden Sie dort allerdings nichts finden.

Rechtlich gesehen würde die Lehrerin für einen derartigen Eingriff in Ihr Privatleben eine gesetzliche Ermächtigung brauchen, die es bereits nicht gibt.

Auch in der Schule sind solche Übergriffe eigentlich unzulässig. Die Lehrerin dürfte aus rechtlicher Sicht Ihrem Sohn also seinen Schokoriegel nicht einfach wegnehmen, oder das Essen von Süßigkeiten ganz verbieten, oder sonstige Maßnahmen deswegen ergreifen.

Früher gab es noch die sogenannte Lehre vom besonderen Gewaltverhältnis. Die Rechtsprechung sah in der Schule oder z.B. in der Bundeswehr oder der Ehe rechtsfreie Räume. Diese Lehre wurde jedoch abgeschafft und im Prinzip gibt es heutzutage keinen derartigen rechtsfreien Raum mehr.

Sie können also notfalls diese Frage also sogar vor dem Verwaltungsgericht im Rahmen einer Feststellungsklage klären lassen. Davon wird jedoch abgeraten.

Eine zweite Frage ist nämlich, ob die Lehrerin nicht im Rahmen ihres Lehrauftrags darauf Einfluss nehmen darf, dass die Kinder freiwillig keine oder weniger Süßigkeiten essen.

Dies wäre meiner Überzeugung nach zu bejahen. Der pädagogische Auftrag von Lehrern muss sich immer auch auf die Bildung des Menschen als ganzes beziehen. Und zwar weniger durch Verbote, als auf dem Wege der Überzeugung von Werten.

Sie als Eltern sollten eigentlich auf diesem Gebiet eher ein Verbündeter der Lehrerin als Gegner sein.

Es ist bekannt, dass falsche Essgewohnheiten für viele spätere Wohlstandskrankheiten verantwortlich sind. Und alle Ernährungswissenschaftler dürften sich in dem Punkt ziemlich einig sein, dass nämlich zu viel Zucker einer der Hauptursachen dieser Krankheiten ist.

Zu nennen ist bei Süßigkeiten etwa die Diabetes, Fettleibigkeit etc. sowie die damit zusammen hängenden Folgekrankheiten. Ferner werden die Zähne durch Süßigkeiten, die wieder Bakterienkulturen im Mund ernähren (mit der Folge von Karies, Paradonthose etc.) nachhaltig beschädigt. Wenn der Körper es nicht mehr schafft, zu viel Zucker zu regulieren, kann das dramatische Folgen haben. Hier nur eine von vielen Veröffentlichungen, Zucker betreffend:

http://www.stern.de/ernaehrung/erkrankungen/diabetes-bitter-fuer-die-kranken-zuviel-zucker-im-blut-615789.html

Technisch gesehen verbrennt Zucker sofort und setzt dadurch auf der Stelle viel Energie frei, um dann später zu einem Ermattungszustand zu führen, der bis hin zum diabetischen Schock reicht.

Damit ist das von der Lehrerin beklagte Phänomen, daß nämlich die Kinder „aufgedreht“ sind, (- und dann einschlafen!) in der Tat zu erklären.

Andere – bei Kindern allerdings weniger populäre - Nahrungsmittel, etwa Vollkornbrot, setzten erst nach und nach Energie frei und erlauben es den Kindern, sich besser und ruhiger dem Unterricht zu widmen.

Insgesamt wird daher empfohlen, derartige – von der Rationalität nicht ganz sinnlose Anordnungen – als Eltern eher zu unterstützen.

Sie könnten dabei sogar einen Trick gegenüber den Kindern verwenden: Schieben Sie die „Schuld“ ruhig auf die Lehrerin, schimpfen kräftig mit, aber - leider, leider - setzen damit elegant das ein- oder andere eher unpopuläre Nahrungsmittel bei Ihrem Kinder durch.

Wenn ich Sie nicht überzeugen konnte, und Sie der Meinung bleiben möchten, dass Zucker gut für Ihr Kind ist, dann sollten Sie vielleicht noch einmal das Gespräch mit der Lehrerin, dem Vertrauenslehrer, und notfalls auch mit der Schulleitung suchen.

Man wird vermutlich auch dort zunächst versuchen, Sie umzustimmen, aber im Ergebnis voraussichtlich Sie und Ihre Kinder mit Sicherheit bei Ihren Essgewohnheiten lassen. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Die Frage, die Sie sich stellen müssen, ist folgende: können Sie es sich als Vater verzeihen, wenn Ihr Kind in 30 Jahren schwer krank wird, und Sie hätten das durch relativ einfache Maßnahmen / Umstellung der Essgewohnheiten des Kindes in der Kindheit damals (= heute) ändern können!

Tipp: unterhalten Sie sich mit Lehrern, Ernährungswissenschaftlern und Ihrem Hausarzt, und versuchen Sie, ungesunde Nahrung durch Essen zu ersetzen, das Ihren Kindern schmeckt, aber besser für die Gesundheit ist. Es gibt da jede Menge „Snacks“, wie z.B. Apfelstücke, Orangen, Bananen etc., mit denen Ihr Kind nicht in der Schule aneckt und die trotzdem lecker sind und auch bei Ihrem Kind ankommen.

Seien Sie da ein bisschen erfinderisch und finden einen Kompromiss!



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