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Krankenversicherung nach Einreichen der vorgezogenen Altersrente wechseln

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 22.07.2012

Frage:

Meine Frau hatte zum 1.12.2011 aus gesundheitlichen Gründen ihre Arbeit gekündigt. Sie ist Jahrgang 1961 und erhält darum bis Februar 2013 Arbeitslosengeld. Das Arbeitsamt hatte ihren Reha-Antrag gleich an die Rentenversicherung weitergeleitet; die bietet „Eingliederungshilfen“ finanzieller Art für den zukünftigen Arbeitgeber an. Der Antrag meiner Frau auf eine EU-Rente wird von uns vorbereitet, denn die Vorstellung, dass sie eine Arbeit bekommen könnte, die ihren gesundheitlichen Einschränkungen berücksichtigt, ist illusorisch.

Als sie gearbeitet hat, war sie über die IKK Berlin-Br. krankenversichert. Sie ist es jetzt immer noch, die Beiträge zahlt das Arbeitsamt.

Sie war (mit Kindererziehungszeiten) 35 Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Wenn ihr Arbeitslosengeld ausläuft (und die EU-Rente nicht bewilligt sein sollte), würde sie, da ich Beamter bin, zu 70 % über die Beihilfe und zu 30 % über die PKV versichert werden.

Meine Frage an Sie:
Wenn meine Frau dann mit 63 Jahren (Abschläge hin oder her) ihre vorgezogene Altersrente einreichen würde, könnte sie dann wieder in die Krankenversicherung der Rentner wechseln? (Ich denke, dass das preislich günstiger sein würde).

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Antwort:

Ihre Ehefrau wird nach dem von Ihnen beschriebenen Lebensweg (Annahme: keine Erwerbsminderungsrente ab 2013) nicht in die Krankenversicherung der Rentner aufgenommen werden. Der Grund ergibt sich aus § 5 Abs. 11 SGB V:
Versicherungspflichtig sind danach
Personen, die die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllen und diese Rente beantragt haben, wenn sie seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Stellung des Rentenantrags mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte des Zeitraums Mitglied oder nach § 10 versichert waren.

Diese Voraussetzung wird Ihre Ehefrau nicht erfüllen. Nach der Vorschrift wird das Berufsleben (im Regelfall vom ersten Tag der Lehre bis zum Renteneintritt) in 2 Teile geteilt. Mitgliedschaft in der KdR ist nur möglich für die Personen, die 90% der zweiten Berufshälfte Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung waren. Diese 90% kann Ihre Ehefrau durch die Jahre in der Privatversicherung zwischen Ende des Arbeitslosengeldbezuges und Renteneintritt voraussichtlich nicht erfüllen.
Sie sollten sich daher bei Ihrer Krankenkasse erkundigen, ob eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV nicht langfristig günstiger für Sie ist.




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