Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Prozessfinanzierung - Gegenseite spielt auf Zeit


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy Turowski
Stand: 28.05.2012

Frage:

Die Frau meines Neffen war durch einen PKW Unfall, den sie nicht zu verantworten hat (25%ige Teilschuld wurde wohl zugestimmt), mehrere Monate krank geschrieben und ist heute und wohl auch für die nächsten Jahre nicht mehr so einsatzfähig, wie es vor dem Unfall war. Da mein Neffe keine Rechtsschutzversicherung hat, hat er sich an einen Anwalt gewandt, der ihm vorgeschlagen hat, Proszesskosterstattung zu beantragen. Dies hat er gemacht und es wurde auch vor dem Amtsgericht verhandelt. Hier wurde der Schadenswert aber auf lächerliche 4500€ angesetzt, was ja aufgrund der Schwere des Schadens doch lachhaft ist (Entscheidung des Amtsgerichts steht aber noch aus).

Mein Neffe will auf jeden Fall weiter machen, doch die Versicherung wird wohl auf Zeit spielen, das sie ja weiß, (Prozesskostenerstattung), dass mein Neffe das finanziell nicht lange durchhalten kann.

Meine Frage: Was kann mein Neffe am besten machen, um sich mit der Versicherung erfolgreich "anzulegen" (Strategie) oder gibt es auch die Möglichkeit, dass RA sich erst dann bezahlen lassen, wenn der Prozess erfolgreich verlaufen (Rente, Schmerzensgeld) ist. Worauf sollte man sonst noch achten?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-27
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Zu Ihrer Frage ob der RA nur im Erfolgsfall bezahlt werde muss, sprechen Sie das Erfolgshonorar an. Dieses hätte aber vor dem Prozess mit dem RA vereinbart werden müssen, scheidet folglich in Ihrem Fall aus.

Hinsichtlich der Begrifflichkeiten muss klar sein, dass es Prozessfinanzierung oder Prozesskostenhilfe gibt. Im ersteren Fall trägt der Kläger die Kosten des Verfahrens selbst, im Zweiten erhält er diese von der Staatskasse. Da Sie von der Kostentragungspflicht Ihres Neffen sprechen, gehe ich in Ihrem Fall vom ersten Fall aus. Dabei ist in Zivilsachen aber wichtig zu wissen, dass die Gebühren nur einmal im gerichtlichen Verfahren anfallen (Verfahrensgebühr und Terminsgebühr) unabhängig davon wie lange das Verfahren dauert und wie viele Termin vor Gericht es gibt. Von daher ist gegenüber der Versicherung keine Eile geboten, da das Verfahren nun sowieso schon bei Gericht anhängig ist.

Beim Verkehrsunfall gibt es in Ihrem Fall aber zwei Gläubiger / Anspruchsteller!! Ihr Neffe bezüglich des Schadens am PKW (sollte er Eigentümer gewesen sein) und seine Frau bzgl. Ihres Körperschadens. Beide müssten Ihre Ansprüche eingeklagt haben, dass diese nicht durch Verjährung irgendwann einmal verfallen.
Ich gehe auch von einer anwaltlichen Vertretung Ihres Neffen im Prozess aus. Sollte daher das Schmerzensgeld Ihrer Ansicht der Höhe nach nicht ausreichend die durch den VKU eingetretenen Verletzungen würdigen, muss ein Sachverständigengutachen eingeholt werden. Dies bei Gericht beantragen! Sollte ein Dauerschaden eingetreten sein bitte ebenfalls über das Gericht feststellen lassen. Im Fall eines Dauerschadens kann das Schmerzensgeld kaum bei 4500 € liegen. Dies kommt zwar immer auf das Körperteil und die Dauerschädigung an, wäre aber in den meisten Fällen zu gering.
Sollten Sie kein Vertrauen in Ihren Rechtsbeistand haben, können Sie das Mandantsverhältnis durch Kündigung aber jederzeit auflösen und Ihre Interessen anderweitig vertreten lassen.

Im Übrigen erkenne ich, bezogen auf Ihre Fragen, keine weiteren Punkte, auf die hingewiesen werden müsste. Abschließend stehe ich aber zu wenig im Fall, als das ich dies beurteilen könnte.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Amtsgericht

Verweigerung der Annahme eines rechtsgültigen Urteils | Stand: 05.04.2015

FRAGE: Ich habe (wie immer so üblich) einen Dauerarrest von einer Woche auferlegt bekommen.Ich würde Ihn sehr gerne ableisten aber seitdem 01.04.15 habe Ich wieder einen Job.Die ersten 6 Monate dar...

ANTWORT: Sie haben zwei Probleme: Einmal gibt es einen rechtskräftig ausgeurteilten Dauerarrest als Teil des Jugendstrafrechts, andererseits die erheblichen Prozesskosten, besonders die Kosten der Revision ...weiter lesen

Klageerhebung wegen unlauteren Wettbewerb | Stand: 18.10.2012

FRAGE: Ich bin Vertriebspartner von der Fa. A und habe Produkte über ebayverkauft. Das dies nicht erlaubt ist, habe ich nicht gewusst bzw. auch in denGeschäftsbedingungen nicht nachgelesen. Mein Sponso...

ANTWORT: Für alle Rechtsstreitigkeiten, mit denen ein Anspruch auf Grund des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG), des Markengesetzes (MarkenG) oder des Geschmacksmustergesetzes (GeschmMG) geltend gemach ...weiter lesen

Forderungen der Stadt für Straßenausbau, nach dem Grundstückskauf | Stand: 23.02.2011

FRAGE: Habe letztes Jahr ein Mehrfamilienhaus gekauft,habe nun von der Stadt Gebührenabteilung offene Rechnungen zum Straßenausbau-Beleuchtung von 2001 bis etwa 2006 fertiggestellt. Letzte Rechnun...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,nach ihrer Schilderung des Sachverhaltes sind 2 Varianten möglich:1. Variante: Der Erschließungsbeitragsbescheid für die Straßenbeleuchtung ist dem Vorbesitze ...weiter lesen

Sexkontakteanbieter erkennt einen Widerruf nicht an | Stand: 07.01.2011

FRAGE: Ich habe mich bei einem Sexkontakteanbieter angemeldet und einen Vertrag abgeschlossen, zwei Tage nach der Anmeldung habe ich den Vertrag widerrufen und das Geld wieder verlangt da wurde mir mitgeteil...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,aufgrund der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:In den AGB unter Punkt 4 befindet sich folgender Hinweis:Besondere Hinweise:Ih ...weiter lesen

SCHUFA Eintrag wegen unwissentlichen Bestehens eines Handyvertrags | Stand: 06.09.2010

FRAGE: Ich hab vor 2005 einen Handyvertrag mit der Firma V. gehabt. Leider hab ich alle Unterlagen zu diesem Vertrag weggeschmissen. Seitdem hab ich eine Prepaid-Karte von S. Nun wollte ich ein neuen Vertra...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, grundsätzlich sind Ansprüche aus dem Jahre 2007 noch nicht verjährt. Gemäß § 195 BGB beträgt die Verjährungsfrist drei Jahre und endet ers ...weiter lesen

Ungewollter 2 Jahres Vertrag - Wie kommt man wieder heraus? | Stand: 02.08.2010

FRAGE: Ich erhielt am 21.09.2009 von einem Internet Anbieter eine Rechnung von € 96,00 für einen 12-Monatszugang, einem Downloadportal mit 24-monatiger Bindefrist. Diese Rechnung wurde bezahlt. Allerding...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Die Seite ist eine sattsam bekannte sogenannte Internetabzockseite. Der primäre Rat hierbei ist, unter keinen Umständen den geforderten Betrag oder überhaupt irgendeine ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Beiträge zu Amtsgericht

Voraussetzungen für eine öffentlichen Zustellung
| Stand: 29.10.2015

Es passiert immer mal wieder: Personen, gegen die ein Anspruch besteht bzw. denen etwas nachweisbar zugestellt werden muss, z. B. eine Klageschrift, sind abgetaucht, unbekannt verzogen oder haben sich ins Ausland abgesetzt. ...weiter lesen

Kein Verzicht auf Abstammungsgutachten bei allgemeiner Abgeltungsklausel
| Stand: 05.05.2014

Das OLG Nürnberg hat in dem Verfahren 7 UF 187/14 mit Beschluss vom 13.03.2014 entschieden, dass eine allgemeine Abgeltungsklausel in der Regel nicht den Verzicht auf die Klärung der Abstammung mit umfasst. In ...weiter lesen

Rechtswidrige Drohungen bei Facebook - Gewaltschutzgesetz
| Stand: 06.03.2014

Immer wieder kommt es vor, dass in sozialen Netzwerken der Umgangston bedenkliche Formen annimmt. Dabei findet dieser raue Umgangston nicht nur unter Jugendlichen, sondern auch unter Erwachsenen statt. So wurde auf Facebook ...weiter lesen

Europäischer Gerichtshof stärkt Verbrauchergerichtsstand
| Stand: 09.12.2013

Ist eine unternehmerische Tätigkeit auch auf ein anderes europäisches Land ausgerichtet, muss das eingesetzte Mittel, z. B. Internet, beim Abschluss des Vertrags nicht verwendet worden sein, damit der Verbraucher ...weiter lesen

Versicherung muss Behandlungskosten nach Unfall nicht immer übernehmen
| Stand: 30.10.2013

Unfallgeschädigte können die Kosten von ärztlichen Untersuchungen, Behandlungen oder Sonstigem nur dann von der Versicherung des Unfallverursachers übernehmen lassen, wenn bei ihnen auch tatsächlich ...weiter lesen

Nächtliche Fixierung eines Kindes
| Stand: 26.09.2013

Soll ein Kind, das in einer heilpädagogischen Einrichtung untergebracht ist, aus medizinischen Gründen nachtsüber im Bett festgebunden werden, muss die notwendige Einwilligung dazu von den Eltern selbst kommen. ...weiter lesen

Arbeitsrecht: Kündigungsschreiben unter Anwesenden im Original übergeben
| Stand: 17.09.2013

Immer wieder wird vor den Arbeitsgerichten die Frage diskutiert, ob die Kündigung entsprechend dem Schriftformerfordernis des Bürgerlichen Gesetzbuches dem Empfänger zugegangen ist und welche Anforderungen ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-27
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.828 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 24.03.2017
kompetente Auskunft, alle Fragen wurden geklärt, sehr freundlich

   | Stand: 23.03.2017
Ruhige klare Antworten des RA Böckhaus, so wurde die erste Aufregung genommen. Vielen Dank

   | Stand: 22.03.2017
Beratung war kompetent und genau. Danke!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-27
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilprozessrecht | Steuerrecht | Zivilprozessrecht | Zivilrecht | Gericht | gerichtlich | Gerichtsbarkeit | Gerichtsort | Gerichtsstand | Gerichtszuständigkeit | Instanzen | Landgericht | Mahngericht | Oberlandesgericht | Registergericht | Zivilgericht | Zivilstreit

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-27
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen