Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Rückforderung von Kindergeld berechtigt?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Tim Vlachos
Stand: 24.05.2012

Frage:

Mein Sohn hat im Wintersemester 2011 sein Studium abgeschlossen und bis März 2011 Kindergeld erhalten.
Ab 1.4.2011 begann er ein Arbeitsverhältnis als Ingenieur.

Sein Abschlusszeugnis/Diplom bekam er im Mai 2011 ausgehändigt.

Jetzt fordert die Familienkasse das Kindergeld Jan-März 2011 zurück, da er bis Mai 2011 anspruchsberechtigt gewesen sein,(ohne das für April/Mai ein Antrag gestellt wurde) mit der Begründung, sein Durchschnittsverdienst
Januar -Mai liege über der Anspruchsgrenze.

Während seiner Diplomarbeit Jan/Feb bekam er monatlich 1000,-- €
ab April als Ingenieur ca. 3.500 €.

Ist diese Rückforderung berechtigt?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-521
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Tim Vlachos   |Hier klicken

Antwort:

Ihre Anfrage ist nach der Rechtslage zu den Einkommensgrenzen bis zum 31.12.2011 zu beantworten.

Hatte das Kind im Kalenderjahr ein Einkommen von mehr als 8.004 €, so entfiel der Kindergeldanspruch für das gesamte Jahr.
Die vorgenannte Einkommensgrenze bezieht sich auf die Konstellation, dass für das Kind das gesamte Kalenderjahr betrachtet eine Kindergeldberechtigung bestand.
Es wird also im Ergebnis nur Einkommen berücksichtigt, in denen eine Kindergeldberechtigung bestand. Im Umkehrschluss führt dazu, dass die Einkommensgrenze in Höhe von 8.004,00 € für das gesamte Kalenderjahr für jeden Monat ohne Kindergeldberechtigung um ein Zwölftel sinkt.
Eine solche anteilmäßige Bestimmung der Einkommensgrenze ist auch in Ihrem Fall erforderlich.
Wie Sie schreiben, hat Ihr Sohn Kindergeld in der Zeit von Januar bis März 2011 bezogen. Insofern wäre also grundsätzlich die Einkommensgrenze wie folgt zu bestimmen:
3/12 von 8.004,00 € = 2012 €
Allerdings ändert sich diese Berechnung dann, wenn das Kind – obwohl kein Kindergeld mehr ausgezahlt wird- rechtlich gesehen aber noch kindergeldanspruchsberechtigt ist. Dies ist z.B dann der Fall, wenn man wie Ihr Sohn noch vor Abschluss des Studiums einen Arbeitsplatz gefunden hat und daraus Einkommen erzielt. Es kann dann zu dem sogenannten Fallbeileffekt kommen.
Damit wird die Situation beschrieben, die dadurch entsteht, dass man bis zum Ende der Kindergeldberechtigung (hier mit Erhalt des Abschlusszeugnisses im Monat Mai 2011) Einkünfte erzielt und dadurch die Einkommensgrenze überschreitet. Wird die anteilsmäßige individuelle Einkommensgrenze dann überschritten, kann die Familienkasse das gesamte Kindergeld zurückverlangen. Da – wie gesagt- das Ende der Kindergeldberechtigung mit dem Abschluss der Ausbildung endet, wären vorliegend als relevanter Zeitraum die Monate Januar bis Mai 2011 anzusehen. Die individuelle Einkommensgrenze betrüge demnach 5/12 von 8.004,00 € = 3.335 €.

Bei der anteilig ermittelten Einkommensgrenze handelt es sich um das Nettoeinkommen. Insofern wäre bei Ihrem Sohn das in den relevanten Monaten ermittelte Nettoeinkommen zu ermitteln. Liegt dies dann höher als 3.335 €, wäre die Rückforderung des Kindergeldes aller Voraussicht nach rechtmäßig.
Abzugsfähig sind demnach zumindest die Werbekostenpauschale in Höhe von 920,00 €. Sind die Werbekosten nachweisbar höher, können diese anstelle der Pauschale geltend gemacht werden. Weitere abzugsfähige Kosten sind außerdem besondere Ausbildungskosten:
-Fahrten zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte
-Bücher für die Ausbildung
-Arbeitsmittel
-Studiengebühren
-evtl. Kosten für Auslandsstudium

Vorliegend dürfte ein Widerspruch demnach dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn Ihr Sohn nach Abzug der abzugsfähigen Posten unterhalb der anteiligen Einkommensgrenze geblieben ist. Dann wäre die Rückforderung des erhaltenen Kindergeldes nicht rechtmäßig. Andererseits wäre die Forderung der Familienkasse rechtmäßig, wenn die Einkommensgrenze überschritten würde.



Rechtsbeiträge über Baurecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Bauverstoß

Verhalten beim Verfahren vor dem Sozialgericht | Stand: 24.06.2015

FRAGE: Sozialgericht: Es wurde Klage geführt - Bescheid der Beklagten (BG) in Gestalt des Widerspruchsbescheids aufzuheben und die Beklagte, dem Kläger ab Antragstellung Leistungen, unter Anerkennun...

ANTWORT: Sie müssen zunächst einmal unbedingt den genauen Grund dafür, weshalb der Richter die über das Anerkenntnis hinausgehende Klage für unzulässig hält, erfragen.Wenn de ...weiter lesen

Mobbing in der Schule - psychische Belastung | Stand: 16.01.2012

FRAGE: Mein Sohn besucht mit 11 Jahren die siebte Klasse eines Hamburger Gymnasiums. Er wird von Schülern aufgrund seines Alters gemobbt, Lehrer unterstützen dies teilweise durch peinlich Stigmatisierungsversuche...

ANTWORT: Ein Anspruch auf Veröffentlichung des Klassenspiegels besteht leider nicht, abgesehen von der Frage, ob dieser wirklich ausagekräftig sein kann. Die Erstellung eines solchen liegt im Ermesse ...weiter lesen

Arbeitslosengeld trotz Betriebsrente? | Stand: 26.10.2011

FRAGE: Im Juni 2012 werde ich 58 Jahre alt.Laut geltender betrieblicher Regelung kann ich dann (5 Jahre vor dem individuell frühestmöglichen Renteneintrittsalter) ab dem Folgemonat die vorgezogene monatlich...

ANTWORT: In Beantwortung Ihrer Anfrage bin ich zunächst gehalten darauf hinzuweisen, dass Sie bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Aufhebungsvertrag zum 30.6.2012 ab dem 1.7.2012 voraussichtlic ...weiter lesen

Kommt bei Schweigen ein Vertrag zustande ? | Stand: 24.05.2011

FRAGE: Ich habe einen DSL Anschluss beauftragt. Der Anbieter teilt mir mit, das der Auftrag nicht schaltbar ist. Mit dem Schreiben wird mir mitgeteilt das ich aber auf eine Mobilfunk Technik umgestellt werd...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,sie liegen mit Ihrer Einschätzung richtig.Rechtlich haben Sie ein Angebot abgegeben an den Anbieter auf Abschluss eines DSL-Vertrages. Vodafone hätte diesen annehmen können ...weiter lesen

Hartz IV wird wegen einer Altersvorsorge gestrichen | Stand: 30.11.2010

FRAGE: Ich habe mit meinem Ehemann von Harz IV gelebt, mein Ehemann ist im April 2010 plötzlich verstorben und ich hatte kein Geld für die Beerdigungskosten. Da ich selber eine Betriebliche Altersvorsorg...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach SGB II (ALG II) erhält nach § 7 SGB II, wer das 15. Lebensjahr vollendet und das 65. Lebensjahr noch nicht vollende ...weiter lesen

Abmeldung bei einer Ausreise zu Genesungszwecken | Stand: 02.08.2010

FRAGE: ...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,ich darf Ihre Angaben noch einmal kurz, so wie ich diese verstanden habe, zusammenfassen.Sie beziehen von Ihrer Krankenkasse Krankengeld gemäß § 45 SGB V. Sie beabsichtigen ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-521
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Tim Vlachos   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.614 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.01.2017
Immer wenn ich anrufe werde ich sehr schnell und Kompetent beraten.Vielen Dank dafür

   | Stand: 16.01.2017
Vielen Dank für die sehr gute Beratung

   | Stand: 13.01.2017
Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-521
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Baurecht (öffentliches) | Architektenrecht | Baurecht (öffentliches) | Baurecht | Baurechtsache | Bauverwaltungsamt | befristete Untersagung | Brandschutz | Brandschutzbestimmungen | Brandschutzgesetz | Brandschutzordnung | Brandschutzvorschriften | Erbbaurecht | Feuerschutz | Feuerschutzbestimmungen | Feuerstättenverordnung | Feuerstellen | Öffentliches Baurecht | Untätigkeitsklage

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-521
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen