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Anspruch auf gesetzliche Unterhaltszahlung von Ehemann


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy Turowski
Stand: 11.05.2012

Frage:

Seit 2001 bin ich (51 J.) an Borreliose respektive an schweren entzündlichem Gelenkrheuma erkrankt. 2003 bin ich eine neue Lebenspartnerschaft eingegangen. 2005 bin ich zu meinem damaligen Lebensgfährten in sein Haus( Eigentum frei von Schulden) gezogen. Zuvor habe ich Sozialhilfe bezogen, da ich nur 580,- Euro Arbeitsunfähigkeitsrente zur Verfügung hatte. Trotz der Erkrankung hat mich mein damaliger Lebensgefährte am 29.02.2008 geheiratet. Nun ist mein Mann unglücklich mit mir, da ich immer krank bin, und er möchte eine Frau an seiner Seite haben, die mit ihm gemeinsam sportlichen Aktivitäten nachgeht. Er geht mittlerweile auch immer alleine und grundsätzlich jedes Wochenende zum segeln und bleibt auch über Nacht weg. So war ich im letzten Sommer jedes Wochenende alleine zu Hause, und musste mir anhören, wie schön seine ereignisreichen Wochenenden waren, und dass man mit mir nichts mehr anfangen könnte. Da die Hoffnung zuletzt stirbt, habe ich geglaubt, dass wir noch einmal zueinander finden könnten. Aber dieses ist nicht so.
Da diese Situation und seine Äußerungen für mich sehr demütigend und entwürdigend sind habe ich ihm vorgestern vorgeschlagen, dass ich mir eine kleine Wohnung nehmen werde.

Diesen Vorschlag hat er gut gefunden. Nun weiß ich nicht wie ich die Miete zahlen soll. Meine Rente beträgt mittlerweile 597,- Euro und mein Mann verdient ca. 3.500 bis 4.000 Euro netto.
Als ich meinen Mann fragte wie ich die Miete aufbringen soll, da ich als verheiratete Frau keinen Anspruch auf Sozialleistungen habe, sagte er, dass er mir einen Teil zur Miete zu geben wird.
Nun meine Frage: Bin ich auf die Gnädigkeit meines Mannes angewiesen oder gibt es eine gesetzliche Regelung bei verheirateten Paaren?

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Antwort:

Ihrer Schilderung zur Folge gehe ich derzeit, sollte die räumliche Trennung erfolgen, auch insgesamt von einer Trennung aus. Getrennt von Tisch und Bett wie die Juristen zu sagen pflegen.
Sie sind in der Zeit natürlich nicht auf Almosen oder die Gnadenbeträge Ihres Mannes angewiesen. Für diese Zeit steht dem bedürftigeren Ehepartner gegenüber dem Besserverdienenden immer ein Trennungsunterhalt zu. Dieser ist solange zu zahlen, bis entweder die Scheidung rechtskräftig vollzogen wurde oder man wieder zusammenzieht.
In Ihrem Fall beträgt dieser mindestens 2048,50 € (3500 € + 597 : 2) bis 2298,50 € ( 4000 € + 597 : 2).
Ihren Schilderungen entnehme ich aber, dass Sie mit dieser Trennung nicht glücklich sind und doch lieber weiterhin mit Ihrem Mann zusammenleben würden, wenn sich seine Äußerungen bezogen auf Ihre Aktivitäten ändern würden.
Allein aus der Zustimmung des Partners zur räumlichen Trennung ist nicht immer auch der Wille erkennbar, auch eine Trennung insgesamt zu wollen.
Ich halte als Mediatorin und Coach vor einer räumlichen Trennung in Ihrem Fall ein Mediationsverfahren für sehr sinnvoll. Erst wenn dieses gescheitert ist, sollten Sie beide nochmal ernsthaft über eine räumliche Trennung nachdenken.



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