Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Bestattungskosten des Bruders - Ehefrau verlangt Teilübernahme


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 12.04.2012

Frage:

Der Bruder meines Mannes hat sich das Leben genommen, wohl wegen Beziehungsproblemen in der Ehe. Er wollte zum 1.4. ausziehen. Wegen Schulden seinerseits, wird mein Mann das Erbe ablehnen. Die Ehefrau ebenfalls. Bei der Besprechung für die Urnenbeisetzung kam es zum Streit über Geld, das sie noch nach dem Tod ihres Mannes von seinem Konto geholt hat, aber nicht bereit war es für die Beerdigung zur Verfügung zu stellen, ebenso wie das Geld für den Verkauf seines Autos. Wir sind dann aus dem Haus gewiesen wurden mit den Worten, sie braucht unser Geld nicht, sie bezahlt alles allein.

Jetzt, 4 Wochen nach dem Tod, verlangt sie von uns die Hälfte der Rechnung ca. 3000 Euro zu bezahlen, da mein Mann dazu wirtschaftlich in der Lage ist. In der Lage dazu wäre er, aber es ist für uns nicht ein zusehen, das sie auf ihren Namen " Einkauft" und wir sollen jetzt zahlen.
Seit dem Tod bekommt die Ehefrau Harz 4 für sich und zwei Kinder.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Fragestellung: Bestattungskosten und Erbschaft

Zunächst stellt sich die Frage, wer in erster Linie für die Kosten der Bestattung aufzukommen hat. Gem. § 1968 BGB trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung des Erblassers. Der bzw. die Erben haften damit vor allen anderen möglichen Verpflichteten. Es handelt sich dabei um Erbfallschulden gem. § 1967 BGB. Darunter fallen die Kosten für alles, was nach den in den Kreisen des Erblassers herrschenden Auffassungen und Gebräuchen sowie nach dem Herkommen zu einer würdigen und angemessenen Bestattung gehört. Das sind außer den Kosten der eigentlichen Bestattung die für die Traueranzeigen und Danksagungen, für die üblichen kirchlichen und weltlichen Trauerfeierlichkeiten einschließlich der Kosten des sog. Leichenmahls und die Kosten der Herrichtung einer zur Dauereinrichtung bestimmten und geeigneten Grabstätte einschließlich der Kosten für ein Grabdenkmal. Diese sind vorab aus der Erbmasse zu begleichen, d.h. bevor es zur Auseinandersetzung des Erbes durch die Erbengemeinschaft kommt. Solange also das Erbe von den Erben nicht ausgeschlagen wurde, haben diese die Kosten zu übernehmen und aus dem vorhandenen Erbe vorab zu bestreiten.

Nun teilen Sie mit, dass Ihr Mann das Erbe ausschlagen will. Dies sollte er wegen der laufenden Fristen bei Überschuldung des Erbes auch umgehend tun. Ferner teilen Sie mit, dass die Ehefrau das Erbe ebenfalls ausschlagen will. Nach Ihren weiteren Mitteilungen ist dies jedoch nicht mehr möglich, da sie das Erbe durch das Abheben von Guthaben von dem Konto des Erblassers sowie Verwertung von dessen Kfz. bereits angenommen hat. Denn ein Erbe kann nur insgesamt ausgeschlagen oder angenommen werden, wobei die Annahme nicht durch besondere Erklärung erfolgt, sondern bereits nach dem Gesetz. Wird nicht rechtzeitig ausgeschlagen oder bei Versäumung der Ausschlagungsfrist diese nicht rechtzeitig angefochten, gilt das Erbe als angenommen. Jedenfalls der Erbe, der sich bereits in den Besitz der Erbmasse setzt und diese zumindest teilweise für sich vereinnahmt und verwertet, kann das Erbe nicht mehr ausschlagen. Sie können deshalb die Übernahme der Beerdigungskosten, auch eine teilweise Inanspruchnahme unter Hinweis auf die Regelungen der §§ 1967, 1968 BGB ablehnen. Im Übrigen dürfte der Vertrag mit dem Bestattungsunternehmen allein von Ihrer Schwägerin geschlossen worden sein, wie Sie zutreffend bemerken. Allerdings betrifft dies nur die direkte Haftung gegenüber dem Bestattungsunternehmen. Eine andere Frage ist, inwiefern Verwandte in Anspruch genommen werden können. Sofern keine Kinder des Erblassers vorhanden sind, haftet jedenfalls seine Ehefrau vor Ihnen. Auch insofern sollten Sie es notfalls auf eine gerichtliche Inanspruchnahme durch die Ehefrau des Verstorbenen ankommen lassen.



Rechtsbeiträge über Erbrecht / Erb- und Steuerrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Bestattungskosten

Miterben und Ausgleichszahlungen | Stand: 07.12.2010

FRAGE: Meine Schwester hat meine Mutter bis zu deren Tod im März 2010 gepflegt. Für diesen Pflegedienst wurde per Notarvertrag (zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Pflegeversicherung) das Elternhau...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, selbstverständlich können auch Sie als einer der Miterben einen Erbschein verlangen. Dies ergibt sich schon aus § 2357 Abs. 1 BGB. Denn hiernac ...weiter lesen

Antrag auf Entgeltsicherung nicht rechtzeitig gestellt | Stand: 06.11.2010

FRAGE: Am Freitag, den 05.11.2010 gegen 14:00 Uhr bekam ich eine telefonische Zusage vom Arbeitgeber, dass ich am Montag, den 08.11.2010 in der Firma anfangen kann. Der Arbeitsvertrag kam heute (06.11.2010) pe...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,tatsächlich ist es so, dass der Antrag auf Entgeltsicherung nach § 421j SGB III bereits vor Aufnahme der Tätigkeit gestellt werden muss. Dieses ergibt sich aus § ...weiter lesen

Kann im Antragsverfahren ein Verwertungsauschluss vereinbart werden? | Stand: 08.08.2010

FRAGE: Bis 06/10 habe ich Unterhalt von meinem Ex-Mann bekommen, der dann in die Altersteilzeit gegangen ist. Daraufhin habe ich Hartz IV beantragt. Ich besitze eine Lebensversicherung auf Rentenbasis mit eine...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Sie fragen an, ob Sie bezüglich der Lebensversicherung mit Ihrer Versicherung einen Verwertungsausschluss trotz eines bereits in Gang gesetzten Antragsverfahrens vereinbare ...weiter lesen

Einsatz der laufenden Bezüge des Unterhaltspflichtigen beim Elternunterhalt | Stand: 24.03.2010

FRAGE: Habe meine kleine Eigentumswohnung verkauft und beabsichtige in nächster Zeit eine etwas größere Immobilie zu erwerben. Was passiert mit meinem momentanen Barvermögen wenn meine Mutte...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Fragestellung:Einsatz der laufenden Bezüge und des Vermögensstamms des Unterhaltspflichtigen beim ElternunterhaltGem. § 1601 BGB sind Verwandte in gerader Linie verpflichtet ...weiter lesen

Anrechnung einer vorgezogenen Altersrente an die Rentenversicherung des Bundes | Stand: 29.01.2010

FRAGE: Ich bin am 13.07.1947 geboren und langjähriger Versicherter der Deutschen Rentenversicherung. Ich habe die Voraussetzungen um vorgezogene Altersrente ab 63 in Anspruch zu nehmen erfüllt. Rentenauskunf...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen, das während des Bezuges einer vorgezogenen Altersrente bezogen wird, wird nie unmittelbar auf die Rente angerechnet. Übersteigt es jedoc ...weiter lesen

Übernahme der Bestattungskosten durch die Kinder | Stand: 13.08.2009

FRAGE: Ich bin 1981 als uneheliches Kind geboren. Meine Eltern haben sich nach 3 Jahren getrennt. Mein Vater hat nie Unterhalt gezahlt und sich auch sonst nicht mehr um mich gekümmert. Im Mai diesen Jahre...

ANTWORT: Sie schreiben nicht ausdrücklich, ob Sie Erbin nach Ihrem Vater bzw. Ihrer Grossmutter geworden sind. Nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften sind Sie aber - vorbehaltlich der Existenz vo ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.828 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 24.03.2017
kompetente Auskunft, alle Fragen wurden geklärt, sehr freundlich

   | Stand: 23.03.2017
Ruhige klare Antworten des RA Böckhaus, so wurde die erste Aufregung genommen. Vielen Dank

   | Stand: 22.03.2017
Beratung war kompetent und genau. Danke!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Erbrecht | Erbrecht | Sozialrecht | Steuerrecht | Altenbetreuung | Altenpflegegesetz | ältere Arbeitnehmer | Alterspflege | Altersrente | Altersvermögensgesetz | Altersvorsorge | Begräbniskosten | Bestattung | Entgeltsicherung | Grabpflege | Sozialbestattung | Altersvorsorgeunterhalt | Grundsicherung im Alter

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen