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Vorladung wegen gefährlicher Körperverletzung


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Stand: 05.03.2012

Frage:

Herr B, sowie seine zum vermeintlichen Tatzeitpunkt seit ca. 2 Monaten wg. Beinfraktur an einen Rollstuhl gefesselte Ehefrau, die überhaupt nicht in der Lage war, die eigene Wohnung ohne fremde Hilfe zu verlassen, erhielten von der Kriminalpolizei jeweils eine Vorladung als Beschuldigte wg. "Gefährlicher Körperverletzung bei sonstiger Tatörtlichkeit" in einem dort genannten Zeitfenster von 1 Std.
Folgender Sachverhalt ging voraus: Fam. B und Fam. R wohnen im gleichen Haus und sind zum Tatzeitpunkt anwesend. Frau R rutschte beim Herabsteigen auf der Treppe zu ihrer Wohnung im ersten OG aus, ohne sich erkennbar zu verletzen. Daraufhin stellte sie mehrere Flecken einer öligen Flüssigkeit auf einer Treppenstufe fest und rief die Polizei, die, soweit bekannt, mit einem Beamten vor Ort erschien. Weiterhin könnte davon ausgegangen werden, dass keine Spuren gesichert wurden und Frau R, wohl auf Anraten des Beamten, die Flecken unmittelbar danach selbst entfernte.
Herr B bereitete sich im genannten Zeitraum auf seine Abreise vor und hielt sich wg. Gepäcktransport von seiner Wohnung im EG zu seinem Fahrzeug mehrfach im Treppenhaus des Erdgeschosses auf und hat dabei die Treppe zum OG (schon seit sehr langer Zeit) niemals betreten.
Zum Zeitpunkt des Ausrutschens der Frau R befand sich Herrr B bereits auf der Fahrt.
Im o.g. Tatzeitraum, insbesondere während der Reisevorbereitungen des Herrn B, passierte Frau R, mehrfach das Treppenhaus.
Wie sollen sich Herr und Frau B als juristische Laien zur Vernehmung verhalten ?

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Antwort:

Ihrer Anfrage entnehme ich, dass derzeit wohl vermutet wird, Sie und/oder Ihre Ehefrau hätten die Treppe mit einer öligen Substanz in der Absicht manipuliert, dass Ihre Nachbarin zu Fall kommen möge. Insgesamt erscheint dieser Vorwurf, angesichts Ihrer Schilderung, jedoch geradezu abenteuerlich.

Gleichwohl weise ich bereits jetzt darauf hin, dass für eine detaillierte Verteidigungsstrategie eigentlich Akteneinsicht in die Ermittlungsakte genommen werden müsste, was ich nun, naturgegeben, nicht kann.

Zunächst ist festzustellen, dass weder Sie noch Ihre Gattin verpflichtet sind, vor der Polizei irgendwelche Angaben zu tätigen. Als Beschuldigte in einem Ermittlungsverfahren haben Sie ein umfassendes Aussageverweigerungsrecht. Sollten Sie beabsichtigen, einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen, sollten Sie zunächst hiervon Gebrauch machen und erst nach erfolgter Akteneinsicht Stellung nehmen. Dies ist Ihr gutes Recht.

Wollen Sie es jedoch zunächst "auf eigene Faust" versuchen, sollten Sie den Sachverhalt so schildern, wie in dieser E-Mail-Anfrage. Insbesondere sollten Sie darauf abstellen, dass Ihre Frau überhaupt nicht in der Lage gewesen wäre, aufgrund Ihrer Erkrankung die fragliche Stelle zu erreichen. Ferner sollten Sie ebenfalls aussagen, dass Sie schon lange nicht mehr im oberen Teil des Treppenhauses gewesen sind.

Problematisch könnte es allerdings dann werden, wenn sich Zeugen finden, die Sie oben gesehen haben wollen (ob "echte" oder "falsche" Zeugen lasse ich mal dahingestellt). Dann ist davon auszugehen, dass zunächst diesen geglaubt werden würde, zumal Sie als Beschuldigter völlig straffrei die Unwahrheit sagen dürften, während Zeugen zur wahrheitsgemäßen Aussage verpflichtet sind.

Wenn Sie bei obiger Aussage bleiben und keine weiteren Beweismittel existieren ist von einer Verfahrenseinstellung auszugehen, da die ölige Substanz durch mannigfaltige Möglichkeiten auf die Treppen gelangt sein könnte. Selbst, wenn Sie tatsächlich ein etwas angespanntes Verhältnis zur Nachbarin hätten (hiervon gehe ich angesichts Ihrer Schilderung aus), ist dies als Beweis ein wenig dürftig.

Sie sollten also zunächst die Einlassung im o.g. Sinne abgeben und dann abwarten, was weiter passiert. Sollte irgend etwas anderes als eine Einstellung von der Staatsanwaltschaft kommen, insbesondere ein Strafbefehl oder gar eine Anklage, sollten Sie zeitnah einen Verteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragen, da spätestens dann Akteneinsicht dringend geboten erscheint. Bis dahin können Sie leider zunächst nur abwarten. Ich weise darauf hin, dass bis zu einer Entscheidung der Justiz mehrere Monate vergehen können und wahrscheinlich auch werden.

Nach überschlägiger Einschätzung sollte aber kein Grund zu größerer Besorgnis bestehen.



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