Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Mietminderung aufgrund erhebliche Mängel?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 01.02.2012

Frage:

Mietminderung durch Arbeiten und Schäden in meiner Wohnung, die durch sehr umfangreiche Dacharbeiten entstanden sind.

Nachtrag vom 01.02.2012:

Ich wohne seit 12 Jahren in Kiel in einem MFH im 4. Stock. Über meiner Wohnung befindet sich ein Trockenboden. Seit über 3 Jahren habe ich das Problem, dass bei starkem Regen und während der Schneeschmelze das Wasser im Wohnzimmer und im Schafzimmer an der Wand herunter läuft. Ich habe die Zimmer im Jahr 2010 und 2011 deswegen auf meine Kosten renoviert. Im September 2011 hat eine beauftragte Firma beim beseitigen der Ursache festgestellt, dass der Dachstuhl und die Deckenbalken vom Schwamm befallen sind. Daraufhin wurde das Wohnzimmer Anfang September wegen Einsturzgefahr gesperrt. 10 Wochen lang ist danach nicht passiert. Ich habe mich mit meinem Vermieter Herrn Wiese auf eine Mietminderung von 195 Euro (entsprechend der Quadratmeter des WZ) pro Monat geeinigt. Für die Räumung des WZ und die Einlagerung der Möbel habe ich 230 Euro vom Vermieter erhalten. Im WZ wurde die alte Decke entfernt, neue Balken eingezogen, Wände neu verputzt und gestrichen. Diese Arbeiten wurden auch im Schlafzimmer durchgeführt. Die Räumung des Zimmers musste ich unentgeltlich durchführen. In dem Zeitraum war die Wohnung täglich von Handwerker besucht, es war extrem kalt und sehr dreckig. Am 23 Dezember konnte ich beide Zimmer wieder bewohnen. Mein Hausverwalter war zu diesem Zeitpunkt der Meinung, dass alle Arbeiten in meiner Wohnung erledigt sind. Ich habe ihn mehrfach per Mail darauf hingewiesen, das noch etliche Schäden zu beheben sind. Aus diesem Grund habe ich auch im Januar die Miete um 195 Euro gemindert mit der Zusage, dass ich bereit bin zu Unrecht einbehaltene Miete zurückzuzahlen. Folgende Schäden sind seit Weihnachten noch vorhanden: Im Flur ist die Decke durchgebrochen. Seit dem 30.01.2012 wird die Decke erneuert, und voraussichtlich morgen nach 4 Arbeitstagen wieder hergestellt sein. Im Badezimmer habe ich im Duschbereich ein 15x15 cm großes Loch, was angeblich schon Anfang Januar laut Aussage des Hausverwalters beseitigt wurde. Im Schlafzimmer lässt sich ein Fenster nicht mehr öffnen, festgeklebt durch Farbe. Im WZ und im Schlafzimmer habe ich mehrere Risse an der Decke und der Wand von über 1 Meter Länge. Das größte Problem ist jedoch im WZ im Fensterbereich zu finden. Nach 3 Tagen Regen ist erneut Feuchtigkeit in die Wand eingedrungen. Die Fensterleibung hat mehrere gelbe feuchte Stellen und leichten Schimmelbefall. An der Wand neben dem Fenster blüht die Farbe auf. Mein Vermieter hat sich das Problem angeschaut und gesagt: Dazu äußere ich mich nicht. Des Weiteren funktioniert im Badezimmer die Lüftung nicht mehr, da mein Lüftungsschacht genutzt wurde, um neue Heizungsrohre auf den Boden zu legen. Somit ist die Lüftung dicht. Seit der zweiten Januarwoche wird nach der Weihnachtspause wieder täglich innerhalb der Woche auf dem Dachboden gearbeitet, was mit sehr viel Lärm verbunden ist.
Nun ist mein Vermieter der Meinung, ich müsste für den Januar und Februar 2012 die volle Miete bezahlen. Der Hausverwalter hat schon im September 2011 versucht mir einzureden, dass ich keinen Anwalt befragen sollt, da der Vermieter das nicht mag. Heute hat er mir per Mail mitgeteilt, dass er ohne Wenn und Aber gegen mich vorgeht, wenn ich nicht zu einem Gespräch bereit bin ohne vorher anwaltlichen Rat einzuholen.
Ich habe die Miete im Januar auch erst einmal um 195 Euro gekürzt.
Nun meine Frage: Wie soll ich mich verhalten, steht mir eine Mietminderung zu? Soll ich für den Februar die volle Miete überweisen?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-24
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Fragestellung: Mietminderung durch Arbeiten und Schäden in meiner Wohnung, die durch sehr umfangreiche Dacharbeiten entstanden sind. Ergänzte Frage: Wie soll ich mich verhalten, steht mir eine Mietminderung zu? Soll ich für den Februar die volle Miete überweisen?

Nach Ihrer Schilderung bedarf es keiner juristischen Ausführungen zu Ihrem Mietminderungsanspruch. Eine derartige Fülle von Mängeln rechtfertigt selbstverständlich eine Mietminderung gem. § 536 BGB. In Ihrem Fall stellt sich allein die Frage nach der Höhe einer berechtigten Minderung. Genau genommen muss jeder einzelne Mangel für sich mit einem Prozentsatz, bezogen auf die Warmmiete (!) ermittelt und sodann die einzelnen Posten addiert werden. Leider teilen Sie nur Ihren bisherigen Minderungsbetrag von 195 EUR mit, ohne dass ich Ihre Gesamtmiete kenne. Sofern ich Ihre Beschreibung zu Grunde lege, dürfte die Wohnung gerade noch zum Bewohnen nutzbar sein, so dass eine Minderung zu 100 % ausscheiden dürfte. Unterstellt, die Wohnung lässt sich bei den derzeitigen Außentemperaturen trotz der dargestellten Mängel noch ausreichend beheizen und bewohnen, dürfte Ihre Gesamtminderung ohne weiteres die 50 % Marke überschreiten und gerechtfertigt sein. Die Mietminderung ist stets taggenau zu berechnen, d.h. so lange, bis die Mängel beseitigt sind. Ggf. muss die Minderung stufenweise, je nach Beseitigung der einzelnen Mängel reduziert werden. Unter Beachtung dieser Kriterien empfehle ich die weitere Minderung der Miete.



Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Baugesetze

Neue Eigentümer sollen Grundbesitzabgaben für den alten Eigentümer zahlen | Stand: 13.01.2011

FRAGE: Fragen zu Grundbesitzabgaben zum VerwaltungsrechtSeit 1,5 Jahre habe ich und mein Mann ein altes Haus noch bevor es zwangsversteigert wurde gekauft. Da der frühere Eigentümer 3 Jahre keine Grundbesitzabgabe...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,ich kann gut nachvollziehen, wenn man mit Verbindlichkeiten, die eigentlich nicht selbst verursacht wurden. Was nun die Fragen angeht, so ist die Rechtslage so, dass eine Verjährun ...weiter lesen

Quadratmeterzahl als ausschlaggebender Faktor bei einer Nebenkostenabrechnung? | Stand: 07.01.2011

FRAGE: Ich habe eine Betriebskostenabrechnung für 2009 bekommen, wo Heitz-/ Wasserkosten pauschal pro Quadratmetern berechnet wurden. In unsere Liegenschaft sind alle Wohnungen seit mehreren Jahren mit Wasserzähler...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,der von Ihnen geschilderte Sachverhalt lässt den Rückschluss zu, dass die Nebenkostenabrechnung unter mehreren Problemen leidet, die durchaus diskutabel sind. Zunächs ...weiter lesen

Änderung des Verteilungsschlüssel für Instandhaltungskosten in einer Eigentümerversammlung | Stand: 12.12.2010

FRAGE: Änderung des bestehenden Verteilungsschlüssel für Instandhaltungskosten in einer Eigentümerversammlung einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Welche Mehrheit ist erforderlich ?I...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,nach § 16 Abs. 1 WEG richtet sich die Verteilung der Nutzungen nach dem Verhältnis der Miteigentumsanteile. Maßgeblich ist dabei das nach § 47 GBO (Grundbuchordnung ...weiter lesen

Darf der Vermieter die Heizkosten ohne Nachweis festsetzen? | Stand: 09.04.2010

FRAGE: Wir sind Mieter eines gewerblichen Objektes (Büro+Halle). Der Vermieter kann für die in der Nebenkosten-Abrechnung ausgewiesenen Heizkosten keinen Nachweis erbringen, d.h. es gibt keine Rechnunge...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, selbstverständlich will ich es gerne so einfach wie möglich formulieren: 1. Natürlich haben Sie ein Anrecht darauf, dass Ihnen der Heizkostenverbrauch so nachvollziehba ...weiter lesen

Darf eine Terrasse in einer Nebenkostenrechnung berücksichtigt werden? | Stand: 04.03.2010

FRAGE: Ich würde gerne meine Nebenkostenrechnung prüfen lassen, die für eine Einzimmerwohnung extrem hoch ist und ich auch schon wieder eine Nachzahlung hatte. Meine Wohnung hat 39,98 m² un...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,in Ihrer Mietbescheinigung ist die Wohnfläche mit 39,95 m² zzgl. 15 m² Terrasse angegeben. Insgesamt ergibt sich eine Fläche von 54,95 m².Nach § 556 ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-24
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.852 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 29.03.2017
Danke! Wenn man ein rechtliches Problem hat möchte man gerne sofort seine Chncen und Risiken kennen. Ich kenne keine anderen Anwalt bei dem das schneller geht eine erste Einschätzung zu bekommen! Danke Dass es Euch gibt!

   | Stand: 28.03.2017
RA Andreas Wegener ist ein kompetenter und freundlicher Anwalt - sehr empfehlenswert! Die Anwaltshotline ist ein guter Service, den ich schon häufig und gerne genutzt habe, um schnell und unkompliziert kompetente Antworten auf kinifflige Fragen zu bekommen.

   | Stand: 28.03.2017
ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-24
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Immobilienrecht | Baurecht (öffentliches) | Baurecht | Immobilienrecht | Baugesetzbuch | Bautenschutz | Berechnungsverordnung | Denkmalschutz | Din 277 | GBO | Grundabgaben | Grundbesitzabgabe | Grundstücksverordnung | Hauskauf Vorvertrag | Kleingartenrecht | Sachenrechtsbereinigungsgesetz

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-24
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen