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Vorfälligkeitszinsen nach Wohnungsverkauf?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Florian Wehner
Stand: 26.01.2012

Frage:

Ich habe eine Eigentumswohnung verkauft.
Finanziert wurde diese Eigentumswohnung mit einem Bausparvertrag, in den monatlich eingezahlt wurde sowie ein Annuitätendarlehen.
Da ich nun die Wohnung verkauft habe, verlangt die Bank von mir für die noch offenen Schulden und die vorzeitige Darlehenskündigung Vorfälligkeitszinsen.
Ist dies rechtens und muss ich diese bezahlen?

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Antwort:

Der Gewinn einer kreditgebenden Bank für ein ausgereichtes Darlehen zu einer vorbestimmten Laufzeit sind die in diesem Zeitraum anfallenden Zinsen.
Kommte es zu einer vorzeitigen Ablösung oder Kündigung des Darlehens aus einem nicht von der Bank zu vertretenden Grund, kann die Bank eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung beanspruchen, die sich nach der bereits zurückgelegten Laufzeit des Darlehens einerseits und den derzeitigen Marktbedingungen ergibt.

Ich rate Ihnen daher, genau zu prüfen, ob die Vorfälligkeitsentschädigung vor allem der Höhe nach gerechtfertigt ist. Hat z.B. die Bank den Kredit in 2004 zu einem Zinssatz von 3,5% vergeben und sind die Konditionen zum Kündigungszeitpunkt höher, z.B. 4%, dann ist die Ablösung des Kredits für sie ein Vorteil, weil sie jetzt den Betrag zu für sie höheren Zinssätzen verliehen kann. Dann aber ist eine Entschädigung nicht gerechtfertigt.

Allerdings ist dies leider derzeit - wir befinden uns in einer Niedrigzinsphase - sehr unwahrscheinlich.



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