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Kabel bei Baumentfernung zerstört - Kostenübernahme?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Florian Wehner
Stand: 13.01.2012

Frage:

Die XXX hat mir eine Rechnung in Höhe von 433€ gestellt.
Wir haben in unserem Vorgarten eine ca. 35 Jahre alte Tanne weg gemacht. Beim ausgraben der Wurzel mit Schippe und Spaten legten wir auch das Telefonkabel der XXX frei. Bis dahin alles gut...doch es war in der Wurzel eingewachsen. Beim Versuch es ohne Beschädigung freizulegen ist es dann doch kaputt gegangen.
Das Kabel war weder mit Sand, noch mit einem Warnband oder jeglichen Abdeckschutz vor ca 15- 17 Jahren genau unter diesem Baum...Wurzelmitte verlegt bzw. warscheinlich geschossen worden.
Habe die Rechnungshöhe angezweifelt bei der XXX, weil eine Fremdleistung in Höhe von 320€ mir sehr hoch erschien, für einen Besuch von einer dreiviertel Stunde des Monteurs.
Die sagen ich muss das bezahlen, die Preise sind so festgelegt. Außerdem hätte ich einen Trassenauskunft gebraucht, aber wir wussten ja dass das Kabel da lang geht.

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Antwort:

Ich würde die Zahlung erstmal verweigern mit dem Hinweis auf Zweifel, dass Sie überhaupt mit dem Ausgraben der Tanne schuldhaft gehandelt haben und daher zum Schadensersatz verpflichtet wären. Dies wäre meines Erachtens nur dann zu bejahen, wenn es einen Hinweis gegeben hätte, dass die XXX seinerzeit ein Kabel ins Wurzelwerk der Tanne gelegt hat - was ungewöhnlich erscheint - und Sie den Hinweis hätten kennen müssen. Was natürlich etwas problematisch ist, ist, dass Sie die Freilegung hätten abbrechen müssen, als Sie das Kabel gesehen haben.

Die Rechnungshöhe erscheint nicht nachvollziehbar; hier sollten Sie sich die Rechtsquelle belegen lassen, aus der sich eine derartige Summe bei einer 3/4_Stunde Arbeit ergibt; der bloße Hinweis auf die "Festlegung der Preise" erscheint als Ausflucht.

Versuchen Sie, einen Verhandlungs-Kompromiss zu finden; ein Rechtsstreit lohnt sich da kaum. Irgendetwas um die 150 - 200.-€ dürfte wohl angemessen sein.



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   | Stand: 25.07.2017
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