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Abfindung und Resturlaub bei Kündigung?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 05.01.2012

Frage:

Ich war 15 Jahre in einem kleinen Familienbetrieb als kfm. Angestellte tätig. In letzter Zeit ging es der Firma mal gut mal schlecht. Das Büro und alle anfallenden Aufgaben habe ich alleine ausgeführt. Gehaltszahlungen kamen öfters erst nach 2-3 Monaten. Im August hatte ich durch den Stress einen Zusammenbruch und war bis Dezember krank. Auf raten meines Arztes habe ich die Stelle aus gesundheitlichen Gründen gekündigt,(was wahrscheinlich ein Fehler war), aber ich hatte und habe keine Kraft mehr. Auf meinen Wunsch wurde mir ein Arbeitszeugnis ausgestellt, was insgesamt nicht mehr als aus 10 Zeilen besteht. Mir stehen noch 25 Tage Urlaub zu, den wollen meine Ex-Arbeitgeber nicht zahlen. Ich bin sehr sauer. Habe mir in den 15 Jahre regeltrecht den A.... aufgerissen, keine Pause, kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld. Muss der AG Urlaub auszahlen und kann ich eventuell noch eine kleine Abfindung erhalten?

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Antwort:

Frage 1.: Muß der AG Urlaub auszahlen und

Gem. § 7 Abs. 4 BurlG (Bundesurlaubsgesetz) ist der Urlaub abzugelten, wenn er wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden kann. Sie haben also einen gesetzlichen Anspruch auf Auszahlung Ihres noch nicht genommenen Urlaubs. Diese Regelung ist zwingendes Recht und auch arbeitsvertraglich nicht abzuändern.

Frage 2.: kann ich eventuell noch eine kleine Abfindung erhalten?

Eine Abfindung stünde Ihnen möglicherweise zu, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen gekündigt hätte und die Kündigung sozial ungerechtfertigt wäre. In Ihrem Fall haben Sie jedoch das Arbeitsverhältnis einseitig durch Ihre Kündigung beendet. Für diesen Fall ist gesetzlich kein Abfindungsanspruch vorgesehen.



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