Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Berechnung von Wohnvorteil


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Helmling
Stand: 30.10.2011

Frage:

Ich war vor der Scheidung mit meiner Exfrau je 50% Eigentümer einer Eigentumswohnung. Während des Trennungsjahres habe ich meine 50% den Kindern übertragen. Meine Exfrau hat dann von meinen Kindern 25.000€ für die Übertragung ihres 50% Anteils bekommen. Die Wohung gehört jetzt zu 100% den Kindern. Ich wohne zusammen mit den Kindern in der Wohnung. Unterhalstrechtlich kann man meine Übertragung im Trennungsjahr als nicht erfolgt betrachten. Ich wäre dann noch 50% Eigentümer der Wohnung. Subjektiver Wohnvorteil fällt durch die Nutzung mit meinen Kindern weg.
Wie berechnet sich jetzt der Wohnvorteil? Gibt es Urteile darüber?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-31
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Ihre Rechtsfrage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da die Rechtsprechung zum Wohnvorteil vielfältig und einzelfallbezogen ist.

Zunächst gehe ich davon aus, dass Sie Ihren ( offensichtlich volljährigen ) Kindern keine Miete oder Nutzungsentschädigung zahlen, dh mietfrei in der Wohnung wohnen. Nur dann ist ein Wohnvorteil überhaupt denkbar.

Nicht ganz nachvollziehbar ist Ihre Auffassung, dass die Übertragung des Miteigentumsanteiles unterhaltsrechtlich als nicht erfolgt zu behandeln ist. Einen allgemeinen Grundsatz dieser Art gibt es bei der Übertragung von Miteigentumsanteilen an Kinder aus der Ehe nicht.

Ich vermute, dass der Richter bei der bisherigen Unterhaltsberechnung von einer derartigen Fiktion ausgegangen ist, da Sie mietfrei wohnen und eine Nichtbeachtung dieses Umstandes ihm unterhaltsrechtlich unbillig erschien.

Tatsächlich ist aber bereits fraglich, ob Ihnen bei der jetzigen Unterhaltsberechnung überhaupt ein Wohnvorteil anzurechnen ist.

Denn zum Einkommen sind nicht hinzuzurechnen freiwillige Leistungen Dritter, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Diese Leistung kann auch in der kostenlosen Überlassung einer Wohnung liegen ( OLG München FamRZ 1996, 169 ).

Dies ist so auch in den Leitlinien der Oberlandesgerichte zum Unterhalt geregelt.

Bewohnt bspw. ein Ehegatte nach der Trennung kostenlos ohne Gegenleistung eine Immobilie seiner Eltern, handelt es sich um eine freiwillige Zuwendung Dritter, die unterhaltsrechtlich kein Einkommen darstellt.

Dem könnte ein mietfreies Wohnen in der Wohnung Ihrer Kinder gleichzustellen sein.
Auch hier handelt es sich um eine freiwillige Leistung Ihrer Kinder, auf die Sie keinen Rechtsanspruch haben und die man daher – so würde ich als Ihre Anwältin argumentieren – unterhaltsrechtlich Ihrem Einkommen nicht hinzurechnen kann.

Sollte man den Wohnvorteil doch hinzurechnen, so ist dieser, wenn die Wohnung mehreren Personen gehört bzw. von mehreren Personen bewohnt wird, bei Erwachsenen nach Köpfen aufzuteilen.

In Ihrem Fall wäre also zunächst der objektive Mietwert der Wohnung festzustellen, dieser ist dann auf die Anzahl der in der Wohnung lebenden Personen aufzuteilen.

Beim sog. subjektiven Mietwert handelt es sich um den reduzierten Wohnwert, der während der Zeit der Trennung vor der Scheidung zugrunde gelegt wird. In Ihrem Fall wird aber vom objektiven Mietwert auszugehen sein.

Urteile gibt es zum Wohnvorteil viele, ich habe aber keines gefunden, das genau Ihren Fall trifft.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu WEG

Lärmbelästigung durch Musik des Nachbarn in einer Doppelhaushälfte | Stand: 18.05.2015

FRAGE: Problem wegen lauter Musik mit dem Nachbarn. Wir sind beide Besitzer je einer Hälfte eines Doppelhauses. Gespräche bringen nur kurzfristig Ruhe. Es besteht keine Einsicht. ...

ANTWORT: Es ist natürlich immer bedauerlich, wenn zwischen Nachbarn zu juristischen Mitteln gegriffen werden muss um das Zusammenleben zu regeln.Die Rechtsordnung sieht in dem von Ihnen beschriebenen Fal ...weiter lesen

Hausverwalter weist auf Hausordnung hin | Stand: 12.12.2012

FRAGE: Wir sind Eigentümer einer Wohnung in ein Mehrfamilienhaus mit2 x 6 Wohnungen und haben ein Hund (Dt. Boxer) 4 Jahre jung.Gestern hat uns der Hausverwalter per Mail angeschrieben:// Sehr geehrter Her...

ANTWORT: Frage 1.: Sollen wir überhaupt antworten? Frage 2.: Wenn ja, wie?Das hängt davon ab, welche Stimmung in Ihrer WEG herrscht. Der Hausverwalter schreibt eher wie ein Bittsteller, was darauf schließe ...weiter lesen

Recht von Miteigentümern zur Einsichnahme in Abrechnung | Stand: 06.08.2012

FRAGE: Ich besitze eine ETW in einer WEG mit ca. 30 Parteien. Kürzlich wurde der Aufteilungsschlüssel zwischen Grund- und Verbrauchskosten für Heizung/WW von der Gemeinschaft mit mehrheitliche...

ANTWORT: Wie in den von Ihnen bereits zitierten Entscheidungen dargelegt, hat jeder einzelne Wohnungseigentümer das Recht, in die Aufzeichnungen und Belege der Abrechnung Einsicht zu nehmen (Gesamtabrechnun ...weiter lesen

Sofortige Baumaßnahme trotz nicht vorliegender Dringlichkeit | Stand: 02.08.2012

FRAGE: Ich bin Besitzer einer Eigentumswohnung. Bei einer außerordentlichen Eigentümerversammlung, wurden mit einfacher Mehrheit, Baumaßnahmen zur Ausgrabung und teilweissen Abdichtung der Hauswan...

ANTWORT: Ihre Frage bezieht sich auf das Problem, inwieweit ein gefasster Beschluss trotz Anfechtung durch einen WEer bereits umgesetzt werden darf oder ob die Anfechtungsklage aufschiebende Wirkung hat, d.h. ers ...weiter lesen

Courtageanspruch des Maklers | Stand: 21.04.2012

FRAGE: Wir haben von Freunden erfahren, dass eine Doppelhaushälfte zur Vermietung ansteht. Die aktuellen Bewohner (Mieter) waren mit unseren Bekannten befreundet, welche wiederum wussten, dass wir suchen...

ANTWORT: Ihnen steht gegen den Makler ein Anspruch auf Rückzahlung der Courtage zu. Dieser Anspruch ergibt sich aus § 652 Abs. 1 Satz 1 BGB iVm § 2 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 5, § 5 Abs. 1 WoVermittG ...weiter lesen

Gegen Eigentümerversammlungs Beschluss klagen | Stand: 07.02.2011

FRAGE: Ich bin Eigentümer einer Wohnung. Ein Herr von der Verbraucherzentrale hat herausgefunden, dass meine überhöhten Heizkosten sich aus der viel zu hohen bestellten Leistung (Heizwasserdurchfluss...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,WEG-Beschlüsse sind dem Grunde nach zunächst dahingehend zu untersuchen, ob ein so genannter Nichtbeschluss oder ein anfechtbarer Beschluss vorliegt. Ein Nichtbeschlus ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Wohneigentumsrecht
Interessante Beiträge zu WEG

Gestzlicher Rahmen einer Wohnungseigentümerversammlung
| Stand: 25.01.2017

Die Eigentümer von Eigentumswohnungen bilden jeweils eine Wohnungseigentümergemeinschaft. Die Wohnungseigentümer treffen sich in der Regel mindestens einmal im Jahr zu einer Wohnungseigentümerversammlung. ...weiter lesen

Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern
| Stand: 08.07.2013

Ob Sondereigentum oder nicht - Mitglieder einer Gemeinschaft von Wohnungseigentümern müssen einen Beschluss der Mitgliederversammlung zum Einbau von Rauchwarnmeldern in ihren Wohnungen akzeptieren. Jedenfalls dann, ...weiter lesen

Aufdringlicher Skulpturengarten muss weg
| Stand: 04.07.2013

Kunst oder Krempel - über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Und wenn es sein muss, auch vor Gericht. Wobei ein Gerichtssaal aber der denkbar schlechteste Ort sein dürfte, einen vermeintlichen "Angriff ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-31
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.828 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 24.03.2017
kompetente Auskunft, alle Fragen wurden geklärt, sehr freundlich

   | Stand: 23.03.2017
Ruhige klare Antworten des RA Böckhaus, so wurde die erste Aufregung genommen. Vielen Dank

   | Stand: 22.03.2017
Beratung war kompetent und genau. Danke!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-31
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Wohnungseigentumsrecht | Baurecht (öffentliches) | Baurecht | Wohnungseigentumsrecht | Eigentumswohnungsrecht | Teilungsplan | Teilungsvertrag | WEG-Recht | Wirtschaftseinheit | Wohneigentum | Wohnungseigentumsgesetz | Wohnungsgröße | Wohnungsrecht | Wohnungsübernahme | Wohnungsumwandlung | Wohnwert

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-31
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen