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Nigeria Connection - Betrugsmasche

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 29.10.2011

Frage:

Thema "Nigeria Connection". (Kurze Schilderung der bisherigen Ereignisse)

- mir wurde Zustellung eines 6-stelligen Scheckbetrages aus Senegal angeboten (Internetbekanntschaft)

- Schecktransfer (sollte per DHT ausgeführt werden): Erste Kosten für mich : 333 Euro (Western Union)
- nachträgliche Versicherung des Schecks: 910 Euro (Western Union)

- Schecktransfer schlug fehl (Polizei Senegal verhindert Transfer)

- Eröffnung eines non native accounts bei xxx, Senegal: Kosten 1740 Euro; Versprechen, "sofort" auf mein Heimatkonto zu überweisen

- plötzlich ist noch eine Steuer an die Westafrikanische Union in Höhe von 18.600 zu überweisen.

Hier bin ich ausgestiegen; habe den Strohmann und den Bankmanager des Betrugs bezichtigt.

- Bankmanager reagiert aggressiv und droht mit meiner Verhaftung, da ich die "Bankregeln nicht einhalte".

Wie soll ich rechtlich weiter vorgehen.

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Antwort:

Bei entsprechender Kontaktaufnahme aus Afrika ("Nigeria Connection") handelt es sich immer um Betrug. Dabei ist das Betrugsverfahren bei Ihnen in klassischer Manier abgewickelt worden: Zunächst werden kleinere Beträge für angebliche Schwierigkeiten gefordert, denen immer größere Forderungen folgen, weil die Hemmschwelle immer niedriger wird, weil bereits so viel Geld investiert wurde.

Dabei ist es offensichtlich, dass es sich um Betrug handelt. Zum einem würde niemand einer fremden Person ohne jede Sicherheit einen so großen Betrag überweisen. Zum anderen weiß der angeschriebene Europäer, dass er sich - würde die Transaktion tatsächlich vorgenommen- zwangsläufig wegen Geldwäsche (§ 261 StGB)strafbar macht.

Das überwiesene Geld können Sie also abschreiben und unter der Rubrik "Lehrgeld" verbuchen. Es mag Sie trösten, dass neben Ihnen noch viele andere auf die Masche hereingefallen sind.

Was können Sie also tun?
Wenn Sie im Besitz von Originaldokumenten (nicht e-mail oder fax !) sind, die Ihnen zweifelsfrei einen Anspruch auf Rückübertragung des gezahlten Geldes zusichern und zudem absolut sicher sind, dass die genannten Namen und Adressen echt sind, können Sie einen Anwalt im Senegal (gegen entsprechenden Vorschuss)beauftragen zu versuchen (!!) Ihre Forderungen zu realisieren. Ich würde nicht davon ausgehen, dass dabei etwas herauskommt.

Die realistischere Alternative ist es, jeden Kontakt zu dem "Geschäftspartnern" sofort abzubrechen und genau in Zukunft zu kontrollieren, ob auf Ihr Konto vom Ausland aus zugegriffen wird.

Sie können dann noch die Polizei in Deutschland informieren. Sie wird Ihre Anzeige zu den Akten nehmen. Die Polizei hält auch entsprechende Warnhinweise vor, die z.B. auch im Internet unter www.polizei-beratung.de eingesehen werden können.

Ich bedauere Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können.



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