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Löschung eines negativen Schufaeintrages

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz
Stand: 13.05.2011

Frage:

Sachlage:
Habe das Verbraucherinsolvenzverfahren abgeschlossen. Restschuldberfreiung seit März 2008 von Amts wegen erteilt. Drei Jahre sind vorbei, jedoch bleibt der Eintrag bis 31.12.2011 bestehen.
Gibt es hier die Möglichkeit einer sofortigen Löschung??


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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

die Eröffnung der Privatinsolvenz wird automatisch in die SCHUFA eingetragen. 
Die Löschungsfrist bei der SCHUFA beträgt allgemein 3 Jahre nach der Bezahlung der Schuld bzw. Abschluss des Insolvenzverfahrens. Es geht also um drei Kalenderjahre ab dem Kalenderjahr, in welchem die Austragung beantragt wurde.

Die SCHUFA-Einträge müssen nach einer bestimmten Zeit wieder gelöscht werden. Die Angaben werden allerdings nur 10 Tage in Auskünften bekanntgegeben. Kredite bleiben bis zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der vollständigen Rückzahlung gespeichert. Bürgschaften werden sofort gelöscht, wenn die Hauptschuld (Kredit) beglichen ist. Die Daten über die nicht vertragsgemäße Abwicklung von Geschäften werden, wenn die Forderungen beglichen worden sind, nach drei Jahren gelöscht. Giro- und Kreditkartenkonten werden sofort gelöscht, wenn das Konto vom Kunden aufgelöst wird. Kundenkonten des Handels werden nach drei Jahren gelöscht. Die Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte (Eidesstattliche Versicherung [Offenbarungseid] und Haftbefehl zur Erzwingung des Offenbarungseides) werden nach drei Jahren gelöscht. Wenn Sie der SCHUFA nachweisen, daß das Amtsgericht die Eintragung gelöscht hat, werden die Daten bei der SCHUFA vorzeitig gelöscht. 

Es ist richtig, dass die SCHUFA die Löschung der Daten zum einen 31. Dezember des jeweiligen Jahres vornimmt. Sie können allerdings die einzelnen Eintragungen dahingehend überprüfen, ob die SCHUFA die eingetragenen Daten rechtmäßig erlangt hat. Sofern ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz vorliegen sollte, würde dies bedeuten, dass die SCHUFA die Daten unrechtmäßig gespeichert hat. Dann wäre eine sofortige Löschung durchzuführen. Hierbei gilt grundsätzlich, dass ein Negativeintrag rechtswidrig ist, wenn er nicht durch § 28 a BDSG gerechtfertigt ist.
Den Gesetzestext zu dieser Norm finden Sie über den nachfolgenden Link im Internet:

http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__28a.html

In der Praxis gestaltet sich die Anwendung dieser Rechtsnorm sehr schwierig, so dass Sie in den meisten Fällen um die Einschaltung eines auf SCHUFA-Recht spezialisierten Rechtsanwaltes nicht herumkommen.



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