Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Sachbeschädigung während eines Rauschzustandes mit nachfolgender Körperverletzung


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Stand: 11.04.2011

Frage:

Ich habe mit 1,7 Promille einen Spiegel vom Auto einer fremden Person abgehauen, wurde gesehen und von 5 Personen verfolgt, während dem laufen flog ich hin, denke durch Einfluss von dritten weiß es aber nicht genau, ich schlug mir von beiden Schneidezähne 2 große Stücke ab, hose kaputt, blutige hände. Die Personen glaube ich schlugen mir gegen den Kopf, denke war 30 Sec bewusstlos. Sie packten mich an den Armen und brachten mich gegen meinen Willen zu einer Bank und wollten Geld von mir wegen dem Spiegel. Die Polizei sah dies und hielt uns an. Es gab noch 2 zeugen, die sahen wir ich gegen meinen Willen zur Bank gebracht wurde und sahen wie ich den Spiegel abschlug, sie drohten diesen vorher mit Gewalt um zu wissen wo ich bin.
Die beiden Zeugen berichteten mir dasich gar nicht mehr in der Lage war nachdem mich die Personen packten noch normales deutsch zu reden, sondern erzählte nur unwirres unverständliches vor mir her. Die Zeugen wurden nun zu einer Aussage eingeladen, ich selber habe noch keine Post, obwohl ich den Polizisten extra meine neue Adresse nannte, die zwar nicht auf dem Personalausweis stand aber auf die ich gemeldet bin.
Was sollen die Zeugen aussagen, was soll ich aussagen, was kommt auf mich zu ? Wer bezahlt die Zähne, die hose, meine Körperlichen verletztungen und die nötigungen die ich über mich ergehen lassen musste. Wie schon gesagt hatte ich 1,7 Promille und war nicht Herr meiner Selbst.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-16
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Für die Erlangung etwaigen Schadensersatzes bzw. Schmerzensgeld müssten Sie beweisen, dass die erlittenen Verletzungen und Sachschäden auf das Verhalten eines Dritten zurück zu führen sind. Ferner müssten Sie beweisen, wer konkret Ihnen dies angetan hat.

Im Zusammenhang mit der Zahnverletzung und der Hose sehe ich nach Ihrer Schilderung wenig Aussichten, von jemandem Kompensation zu erlangen. Sie teilen mit, dass Sie auf der Flucht gestürzt sind. Diese Flucht resultierte jedoch aus einer vorangegangenen Straftat Ihrer Person, so dass Sie diese niemandem anlasten können. Selbst wenn jemand Sie zu Fall gebracht hätte, was Sie wie gesagt konkret beweisen müssten, stellt sich insoweit die Frage, ob dies nicht gerechtfertigt gewesen ist, um sie gem. § 127 StPO vorläufig festzunehmen und Ihre Personalien zu ermitteln. Jedenfalls dürfte es wahrscheinlich schwerfallen, einen entsprechend Verantwortlichen zu ermitteln. Ohne diese Feststellung ist jedoch eine Schadensersatzklage zum Scheitern verurteilt. Ebenso verhält es sich bei der Hose.

Etwas anderes könnte bei etwaigen Verletzungen gelten, die Sie NACH dem Ergreifen erlitten haben. Allerdings trifft auch hier Sie die Beweislast dafür, dass Sie durch die entsprechende Behandlung Verletzungen erlitten haben. Auch dies kann wohl nur schwerlich erfolgen. Insgesamt sieht es aus v.g. Gründen also eher schlecht mit zivilrechtlichen Ansprüchen Ihrerseits aus.

Wenn die unabhängigen Zeugen keine Misshandlung Ihrer Person bestätigen können, sinken Ihre Aussichten auf nahezu Null.

Für die Nötigung, deren Beweis wahrscheinlich auch schwerfiele, ist ein Schmerzensgeld ohnehin nicht zu erwarten.

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens steht es Ihnen frei, Angaben zu machen. Als Beschuldigtem steht Ihnen generelles Aussageverweigerungsrecht zu. Gleichwohl bietet es sich hier wohl an, entsprechende Angaben zu machen, sich allerdings möglichst wage zu halten und aufgrund der Alkoholisierung ungenaue Erinnerung vorgeben. Ferner bietet es sich an, das Bedauern über den Spiegel zum Ausdruck zu bringen und um Mitteilung der Fahrzeughalterdaten zu bitten, damit Sie in die Schadenswiedergutmachung eintreten können. Dies ist regelmäßig ein gewichtiges Strafmilderungskriterium.

Die Alkoholisierung allein ist nicht ausreichend, Schuldunfähigkeit im strafrechtlichen Sinne zu begründen. Hier müssen regelmäßig Werte jenseits der 2 o/oo erreicht werden, um zumindest verminderte Schuldfähigkeit anzuprüfen, von der Annahme ganz zu schweigen.

Die Aussage der Zeugen sollte sich an der Wahrheit orientieren, um die Zeugen nicht der Gefahr der Strafvereitelung auszusetrzen.

Sollten Sie beabsichtigen, einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen, was durchaus anzuraten ist, sollten Sie allerdings zunächst tatsächlich die Aussage verweigern und erst nach Akteneinsicht eine Einlassung abgeben.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Promille

Führerschein wurde in Polen eingezogen | Stand: 06.02.2014

FRAGE: Ich wurde mitte August 2013 in Polen angehalten und hatte da einen Promillewert von 0,6. Dort wurde mir der Führerschein abgenommen und ich saß von morgen 8:00 Uhr bis Abends 18:00 Uhr in eine...

ANTWORT: Mein Tipp ist, zweispurig zu fahren: Einerseits sollten Sie bei den polnischen Behörden Herausgabe Ihres Führerscheins einfordern (lassen). Da meine Beratung sich nur auf deutsches Recht erstreckt ...weiter lesen

Nachträglicher Entzug der Fahrerlaubnis bei Einspruch? | Stand: 27.10.2012

FRAGE: Ich frage für meinen erwachsenen Sohn bei Ihnen an. Er hat heute einen Strafbefehl bekommen: eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen (a 15 Euro), insgesamt 450 Euro +Gerichtskosten. Gegen diesen Strafbefeh...

ANTWORT: Frage 1.: Bisher wurde k e i n Fahrverbot ausgesprochen. Wahrscheinlich weil seinerzeit kein Alkoholtest gemacht wurde. Ist der erwähnte Passus so zu verstehen, dass bei einem Einspruch gegen de ...weiter lesen

MPU wegen Fahren unter Alkoholeinfluss | Stand: 24.07.2012

FRAGE: Ich bin gegen 19:18 mit meinem PKW nach hause gefahren und in meiner Wohnung gewesen. Mein Nachbar hat mich angezeigt und die Polizei stand ca. eine Stunde später bei mir vor der Türe. Ich hab...

ANTWORT: Vor einigen Jahren hätten Sie noch Recht gehabt mit Ihrer Vermutung. Tatsächlich verhielt es sich ehemals so, dass nur dann, wenn ein Betroffener im Straßenverkehr bzw. beim Führe ...weiter lesen

Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung | Stand: 27.10.2010

FRAGE: Ich habe meinen Führerschein vor etwas mehr als 10 Jahren verloren, durch Alkohol. Mein dahmaliges Urteil (Führerscheinentzug für 2 Jahre), ausgesprochen durch das Landgericht in Sachsen.Nu...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Fragestellung:Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) bei Wiedererteilungsantrag 10 Jahre nach der Verurteilung Ich gehe davon aus, dass Sie seinerzeit Wiederholungstäte ...weiter lesen

Welche Strafe droht bei einem Unfall unter Alkoholeinfluss? | Stand: 30.05.2010

FRAGE: Mit welcher Strafe muss ich rechnen bei einen Unfall unter Alkoholeinfluss (1,6 Promille)? In den Unfall waren keine weiteren Personen mit verwickelt. Es handelt sich zudem auch um einen Ersttäter...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Zunächst gehe ich davon aus, der Täter zum Tatzeitpunkt schon 21 Jahre alt gewesen ist. Dementsprechend ist hier Erwachsenenstrafrecht anzuwenden. Wenn keine besondere ...weiter lesen

Mit Alkohol am Steuer erwischt - Welche Strafen sind zu befürchten? | Stand: 25.02.2010

FRAGE: Ich wurde am 16.02.2010 mit Alkohol am Steuer erwischt. Eine Verkehrsgefährdung liegt nicht vor. Mein Alkoholgehalt wird bei ca 0,80% liegen. Im Jahre 1985 wurde ich schon einmal mit Alkohol erwischt...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Unabhängig von etwaigen alkoholbedingten Fahrfehlern wird eine Alkoholfahrt ab 0,5 Promille bis zu 1,09 Promille als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld, einem Fahrverbo ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Verkehrsrecht
Interessante Beiträge zu Promille

Bußgelder aus dem Ausland
| Stand: 06.03.2017

Wer im Ausland ein Knöllchen bekommt, wird oft mit hohen Geldbußen zur Kasse gebeten. Wie sieht es aber mit der Vollstreckung in Deutschland aus? Ein kleiner Überblick. Inhaltsverzeichnis 1. Mautgebühr ...weiter lesen

Obliegenheitsverletzung im Versicherungsrecht
| Stand: 19.02.2015

Als Obliegenheit bezeichnet man im Versicherungsrecht eine Verhaltensvorschrift, welche insbesondere in den Versicherungsbedingungen sowie im Versicherungsvertrag geregelt ist. Es wird zwischen vorvertraglichen Obliegenheiten ...weiter lesen

Müssen E-Bike-Fahrer die 0,5-Promillegrenze beachten?
| Stand: 15.11.2013

Ein E-Bike ist laut aktueller Gesetzesregelung nicht immer mit einem Kraftfahrzeug gleichzusetzen. Demnach kann auch die 0,5 Promillegrenz-Regelung, die bei Kraftfahrzeugfahrern gilt, nicht angewendet werden. Das hat das ...weiter lesen

Verkürztes Fahrverbot - wenn Richter Milde walten lassen
| Stand: 20.09.2013

Wer im jugendlichen Leichtsinn eine Verkehrssünde begeht, soll deshalb nicht gleich sein ganzes weiteres Leben lang das Büßerhemd tragen müssen. Droht wegen eines längeren Entzugs der Fahrerlaubnis ...weiter lesen

Promille-Grenze für Rollstuhlfahrer
Nürnberg (D-AH) - Wer mit einem motorisierten Kranken-Rollstuhl unterwegs ist, sollte dabei nicht mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut haben. Ab diesem Grenzwert gilt er verkehrsrechtlich als absolut fahruntauglich. Damit ...weiter lesen

Betrunkenem Fahrradfahrer wird die Berufsfahrerlaubnis entzogen
Nürnberg (D-AH) - Je sicherer ein mit hohem Alkoholpegel erwischter Verkehrssünder noch auf den Beinen steht, umso schlechter für ihn: Wer bei einem Blutalkohol von knapp 2,6 Promille keinen Totalverlust de ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-16
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.954 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.07.2017
Frau RA Winkler hat meine Frage beantwortet. Ob mir die Antworten gefallen ist natürlich eine andere Sache, aber ich habe auch keinen Anwalt gesucht, der mir nach dem Mund redet, sondern sagt, was Sache ist. Und das ist geschehen. Das Telefonat wurde auch nicht in die Länge gezogen, so wie es leider oft der Fall ist.

   | Stand: 22.07.2017
Prima, weiter so!

   | Stand: 21.07.2017
sehr freundlicher Rechtsanwalt, der mir durch klare Formulierungen eine große Klarheit gegeben hat und auch durch meine Bitte, mir diese nochmal zu wiederholen nicht genervt reagiert hat. Vielen Dank!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-16
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Verkehrsrecht | Arzthaftungsrecht | Nachbarrecht | Verkehrsrecht | Alkoholdelikt | Alkoholgrenze | Alkoholkontrolle | Alkoholtest | Blutabnahme | Blutalkohol | Fahrerlaubnis | Fahrverbot | Falschparken | Freiheitsstrafe | Nutzungsausfall | Punktestand

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-16
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen