×
Deutsche Anwaltshotline
kostenlose Rechtsberatung
Zur App
Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Vertrag beim Mobilfunkanbieter kündigen wegen Auszug aus Deutschland

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 25.02.2011

Frage:

Mein Sohn TK hat im Okt.2009 zu Beginn des Studiums (18 Jahre, nie in Deutschland gelebt) bei einem Mobilfunkanbieter ein "Komplettpaket" bestehend aus Festnetz, Internet und Mobilvertrag abgeschlossen für 2 Jahre - der Verkäufer im Shop sicherte uns zu, dass im Falle eines vorzeitigen Wegzugs aus Deutschland eine vorzeitige Beendigung kein Problem wäre. Im Juni 2010 hat TK sein Studium in Deutschland abgebrochen und ist nach Belgien zurückgezogen. Die Kündigung hat er wieder im Shop vorgenommen, der Verkäufer wollte sich darum kümmern. Da dies (natürlich) nicht vom Mobilfunkanbieter bestätigt wurde, sondern die Beiträge weiterhin abgebucht wurden, habe ich mich eingeschaltet, die Kündigung für alle Verträge per Fax geschickt, ebenso wie die neue Adresse. Es wurde weiterhin Korrespondenz an die alte Adresse in geschickt und auch abgebucht, obwohl auch die automatische Abbuchung bei Vodafone abgesagt wurde. Die Beträge haben wir bei der Sparkasse zurückbuchen lassen. Mobilfunkanbieter akzeptierte dann die Kündigung mittels einer Ausgleichzahlung, deren Betrag uns nie mitgeteilt wurde - darauf wären wir eingegangen. Dann kam ein Schreiben von einem Inkasso-Unternehmen mit der Forderung von uns unbekannten Beträgen, deren Zahlung wir abgelehnt haben. Möglicherweise ist Post vom Mobilfunkanbieter verloren gegangen, aber in dem Internet-Webspace von TK gab es auch keine Forderungen.
Wir haben Anfang Dez.2010 ein ganzes Dossier an das Inkassounternehmen geschickt, darauf 11 Wochen später als Antwort nur die Forderung der Bezahlung inkl. weiterer Kosten erhalten, mit einer Frist von wenigen Tagen. Es ist inzwischen ein Betrag von über 200 Euro, der uns nicht zu akzeptieren scheint. Was tun?
Es geht mir weniger um das Geld als um die undurchsichtige Vorgehensweise von dem Mobilfunkanbieter, für mich ist es Betrug, zumindest ein riesiges Kommunikationsproblem einerseits zwischen Shop und Mobilfunkanbieter, andererseits zwischen Mobilfunkanbieter und Kunde. TK hatte 3 Kundennummern bei dem mobilfunkanbieter!

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-19
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

das von Ihnen geschilderte Verfahren von dem Mobilfunkanbieter ist leider typisch für die gesamte Branche. Das Verfahren ist weitgehend automatisiert und stößt an seine Grenzen sobald Besonderheiten auftauchen. Reagiert dann der Kunde auf einzelne Schreiben nicht, ist die Situation völlig verworren.

Die Rechtslage ist demgegenüber klar:

Die Mobilfunkverträge sind auf eine bestimmte Zeit (meist 2 Jahre) fest geschlossen. Entwicklungen, die allein im Bereich eines Vertragspartners liegen, wie z.B. Umzüge, stellen keinen ausreichenden Grund für eine Kündigung dar. Wenn eine solche Möglichkeit besteht, sollte der Kunde immer unbefristete Verträge oder pre-paid Verträge abschließen.

Allerdings räumt der Mobilfunkanbieter in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen die Möglichkeit einer vorzeitigen Auflösung des Vertragsverhältnisses auf Antrag gegen eine Ausgleichszahlung ein. Die Höhe der Ausgleichszahlung bemisst sich nach der erbrachten Leistung (meist verbilligte Abgabe von Handys)und der Restlaufzeit des Vertrages. Um diese Ausgleichszahlung kommt der Kunde, der vorzeitig kündigt, nicht herum. Ein Rechtsanspruch auf diese Zahlung besteht.

Sind Zahlungen offen, geben die Telefonnetzbetreiber die Angelegenheit oft an Inkassobüros zur Beitreibung der Forderung ab. Jede Kommunikation mit den Inkassobüros ist unnütz und überflüssig bis auf den ausdrücklichen Satz, dass die geltend gemachte Forderung bestritten wird. Das Bestreiten der Forderung schützt vor einer Eintragung in die Schuldnerkartei der Schufa, da dort nur festgestellte oder unbestrittene Forderung registriert werden dürfen.

Ansonsten haben Inkassobüros keinerlei rechtliche Möglichkeiten und ihre Aktionen sollten grundsätzlich unbeachtet bleiben; es ist nicht ihre Aufgabe Probleme zu lösen sondern Geld einzutreiben. Nur dafür werden sie bezahlt.

Aktiv werden sollten Sie, wenn Sie Post von einem Anwalt bekommen. Dieser könnte den offenen Betrag einklagen. Fordern Sie in diesem Fall bei dem Anwalt ausdrücklich eine vollständige Aufstellung der offenen Forderung an und zahlen Sie darauf nur die tatsächlich berechtigte Ausgleichszahlung. Alle weiteren Kosten können Sie unberücksichtigt lassen. Nach dem Durcheinander wird der Mobilfunkanbieter gut beraten sein von einer gerichtlichen Durchsetzung der entstandenen Kosten abzusehen.

In Ihrem Fall kommt der neue Wohnsitz Ihres Sohnes in Belgien hinzu. Eventuelle Forderungen müssten von dem Mobilfunkanbieter vor einem belgischen Gericht nach belgischen Recht eingeklagt werden. Ich gehe nicht davon aus, dass der Mobilfunkanbieter diesen Weg gehen wird.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Rechtslage

Nachbar kann keine Brandschutzwand am Wintergarten fordern | Stand: 27.04.2015

FRAGE: Thema: Anbau eines Wintergartens an die Grenzwand meines Nachbarn. Ich bin Eigentümer einer Doppelhaushälfte und beabsichtige direkt an die Grenzwand einen Wintergarten zu errichten. Der Wintergarte...

ANTWORT: Vermutlich ist der Standpunkt Ihres Architekten und des ausführenden Unternehmens, dass der Wintergarten überhaupt nicht als Gebäudeabschlusswand fungiert und darum auch nicht zwingend ein ...weiter lesen

Von Kirche verliehenen Titel in Ausweis führen? | Stand: 21.07.2013

FRAGE: Wenn es Ihre Zeit erlaubt, hätte ich hinsichtlich eines ehrenhalber verliehen kirchlichen Titel aus der U.S.A. (kein Internet) ein paar fragen. Es handelt sich bei der Vergabestelle nicht um ein...

ANTWORT: Darf ich den Titel z.B. In Ausweispapieren wie bei Pass, Personalausweis etc.. eintragen lassen oder nicht, und was muss ich bitte machen damit es geschieht?Darauf antworte ich wie folgt *):Die Antwor ...weiter lesen

Einfriedung - Abstand zur Grundstücksgrenze | Stand: 20.07.2012

FRAGE: Die Stadt Staufen (Baden Württemberg) hat ein neues Baugebiet angrenzend an mein Haus erschlossen, die Bauplanung befindet sich inder Endphase. Der Höhenunterschied zu meinem Grundstüc...

ANTWORT: Grenzabstände, wie von Ihnen angeführt, sind im Nachbarrecht und den entsprechenden Nachbarrechtsgesetzen der Bundesländer geregelt. Dies findet allerdings keine Anwendung bei bauplanerische ...weiter lesen

Private Krankenversicherung abschliessen | Stand: 03.05.2011

FRAGE: Ich möchte eine private Krankenversicherung abschließen. Auf welchen Zeitraum bezieht sich dabei die Gesundheitsfrage"Sind ambulante Behandlungen angeraten oder beabsichtigt?" ...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Sie möchten eine private Krankenversicherung abschließen und möchten wissen, auf welchen Zeitraum sich die Gesundheitsfrage "Sind ambulante Behandlungen angerate ...weiter lesen

Rente die nicht ausgezahlt wurde einfordern | Stand: 11.04.2011

FRAGE: Die Zahlung einer Unfallausgleichsrente ist von der Oberfinanzdirektion  ist am 1.9.1999 eingestellt worden,ohne zu einer neuen Untersuchung aufzufordern.Erst am 1.10.2010 wurde wieder gezahlt,nachde...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes kann ich Ihre Frage wie folgt beantworten:Ich würde Ihren Fall so beurteilen, dass die Einrede der Verjährun ...weiter lesen

Internetversteigerung - Käufer will sein Geld zurück | Stand: 21.09.2010

FRAGE: Ich habe etwas versteigert, nun will der Käufer sein Geld zurück oder ich bekomme eine Anzeige wegen Irreführung. Wer hat recht? ...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Nach Durchsicht des Auktionsangebots kann ich Ihnen nur raten, dem Käufer das Geld zurück zu zahlen. Zwar weisen Sie am Ende der Beschreibung darauf hin, dass es sich be ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Öffentliches Recht
Interessante Beiträge zu Rechtslage

Was Wahl- und Pflichtverteidigung im Strafprozess bedeutet
| Stand: 07.04.2016

Im Strafprozess gibt es keine Prozesskostenhilfe. Hier wird zwischen dem Wahl- und Pflichtverteidiger unterschieden. Gemäß § 137 StPO hat der Beschuldigte grundsätzlich das Recht auf Hinzuziehung eines ...weiter lesen

Befangenheit eines Richters im Strafprozessrecht
| Stand: 19.10.2015

Nach § 24 Abs. 2 Strafprozessordnung (StPO) kann ein Richter abgelehnt werden, wenn die Besorgnis besteht, dass er befangen ist. Es muss ein Grund vorliegen, der geeignet ist, ein Misstrauen gegen die Unparteilichkeit ...weiter lesen

Verhandlungsunterstützung: Verträge verstehen mit telefonischer Rechtsberatung
| Stand: 27.01.2014

Ob beim Kauf von Gegenständen oder Immobilien, beim Mieten einer Wohnung, bei der Beauftragung eines Handwerkers oder auch beim Abschluss eines Arbeitsvertrages: Oftmals kommt man bei Rechtsgeschäften in die Situation, ...weiter lesen

Privater Kfz Verkauf im Internet
| Stand: 07.01.2014

Täglich bieten viele Menschen in Deutschland ihr Fahrzeug in einer Internetbörse zum Kauf an, ohne sich über die rechtlichen Folgen eines solchen Angebots im Klaren zu sein. Vielen Verkäufern ist nicht ...weiter lesen

Suspendierung eines Polizeikommissaranwärters wegen Drogenkonsum
| Stand: 03.09.2013

Stellt sich heraus, dass ein Polizeikommissaranwärter vor Beginn der Ausbildung Cannabis konsumiert hat, kann das eine vorläufige Suspendierung vom Dienst zur Folge haben. Das hat das Verwaltungsgericht Koblenz ...weiter lesen

Beweise zum Kauf anbieten ist keine Erpressung
| Stand: 20.08.2013

Werden der Staatsanwaltschaft Beweise zum Kauf angeboten, so erfüllt das nicht den strafbaren Tatbestand einer Erpressung. So das Oberlandesgericht Hamm in einem Urteil, indem es einen ehemaligen Rechtsanwalt freisprach ...weiter lesen

Kein Lehrerexamen wegen mangelhafter Deutschkenntnisse
| Stand: 19.08.2013

Auch für einen Physiklehrer ist gutes Deutsch Pflicht. Weist der Prüfling schwere Defizite in den Klausuren auf, so kann ihm zu Recht das Staatsexamen verwehrt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Kassel nun ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-19
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.940 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 19.07.2017
Vielen Dank an Herrn Rauhut für die äußerst aufschlußreiche Auskunft! Es ist grundsätzliche Klarheit im Vorgehen für uns bei dem sehr sachlichen und freudlichen Gespräch entstanden!

   | Stand: 19.07.2017
TOLL ERKÄRT SO DAS MAN ES VERSTANDEN HAT. SEHR HIFREICH. WÜRDE MICH ZU JEDER ZEIT WIEDER AN SIE WENDEN.

   | Stand: 18.07.2017
kurz, knapp, aber sehr verständlich

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-19
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Öffentliches Recht | Baurecht (öffentliches) | Öffentliches Recht | Vereinsrecht | Formelles Recht | Gesetzgebung | Normen | Ö-Recht | Rechtsbegriff | Rechtsgrundlagen | Rechtsproblem | Rechtsschutz | Rechtssprechung | Rechtsstreitigkeit | Rechtsverordnung | Rechtsverstoß

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-19
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen