Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Handeln ohne Vollmacht

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 23.02.2011

Frage:

Ich habe vor ca. 3 Jahren den Kontakt zu meiner Mutter unterbrochen. In dieser Zeit ist sie an Parkinson erkrankt. Ich habe noch einen 
Bruder der in dieser Situation verschiedene Angelegenheiten meiner Mutter geregelt hat. Er lebt in einem eigenen Haushalt. Nun zu meinen Fragen
1.Was genau darf man als Angehöriger regeln?
- z. B. einen Pflegeplatz und die Unterbringung in ein Pflegeheim bestimmen?
- die Wohnung (Mobiliar u. persönliche Gegenstände, Wertsachen etc.) der Mutter leerräumen und den Mietvertrag kündigen?

2.Welche konkreten Vollmachten werden benötigt?
3.Wer ist zur Handlung berechtigt wenn keine Vollmachten vorliegen?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

die Frage welche Rechte man hat, als Angehöriger für einen anderen zu handeln, ist kurz : Keine.

Man darf also weder für den Angehörigen Heimverträge abschließen, die Wohnung leer räumen oder sonstiges tun.

All diese Tätigkeiten können nur mit Vollmacht des Angehörigen wahrgenommen werden.

In der Praxis weist dieses keine Probleme auf, wenn der Angehörige mit der Tätigkeit z.B. der Kinder einverstanden ist und diese genehmigt. das ist der Regelfall. Von ihm wird ausgegangen solange nicht offensichtlich ist, dass der ältere Mensch seine Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann.

Probleme treten folglich erst dann auf, wenn der alternde Mensch auf Grund einer Erkrankung nicht mehr geschäftstüchtig ist, da er ja jetzt die Tätigkeit seiner Angehörigen nicht mehr in rechtlich zulässiger Weise genehmigen kann.

Für diese Situation ist es zweckmäßig rechtzeitig eine schriftliche Vorsorgevollmacht zu erteilen. Mit dieser Vollmacht sollte eine Person beauftragt werden, in Vollmacht für den älteren Menschen tätig zu werden, wenn dieser nicht mehr in der Lage ist, seine Dinge selber zu regeln.

Ist dieses versäumt worden, kann und muss die gerichtliche Bestellung eines Betreuers erfolgen. Dieses wird eingeleitet durch eine Mitteilung an das örtliche Amtsgericht. Das Gericht wird sich dann ein Bild vom Zustand des Betreuten machen und mit ihm besprechen, wer sein Betreuer sein soll. Bei Bedarf wird das Gericht einen Betreuer bestimmen. Hierzu greift es möglichst auf einen Betreuer aus dem Kreis der Familie zurück. Der so gerichtlich bestellte Betreuer
handelt dann rechtlich anstelle des Betreuten.

Liegt offensichtlich Geschäftsunfähigkeit vor und besteht weder eine Vorsorgevollmacht noch eine Betreuung, ist niemand befugt für Ihre Mutter zu handeln. Die Angehörigen wären dann wohl gut beraten, die gerichtliche Betreuung zu beantragen.

Sollten Sie also der Auffassung sein, dass Ihre Mutter nicht mehr in der Lage ist, ihre eigenen Angelegenheiten zu regeln (geistig nicht körperlich !), empfiehlt es sich also eine gerichtlich bestellte Betreuung zu beantragen. Ist dieses noch nicht geschehen wird zunächst vermutet, dass Ihr Bruder mit der Zustimmung der Mutter tätig ist.



Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Abschlussvollmacht

Vollmacht - Wann ist Schadensersatz für nicht geltend gemachte Beihilfeleistungen zu leisten? | Stand: 10.02.2016

FRAGE: Ich hatte für einen älteren Herren die Vollmachten für die Finanzen. Für diesen hatte ich u.a. Beihilfeanträge im Jahresablauf gestellt. Nun ist dieser im Januar 2015 verstorbe...

ANTWORT: Ich sehe nicht, dass Sie verpflichtet sind Schadensersatz für die nicht geltend gemachten Beihilfeleistungen zu leisten.Leider geben Sie nicht an, in welcher Funktion Sie für den Verstorbene ...weiter lesen

Befreiung der GEZ-Gebühren durch BaföG | Stand: 13.12.2010

FRAGE: Wir haben ein Problem mit der GEZ. Unsere Tochter hat sich nach ihrem Auszug (10/09 ) bei uns, ordnungsgemäß bei der GEZ angemeldet, und war als Bafög- Empfängerin nach einigen Schwierigkeite...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandantleider kann ich Ihnen nur die ernüchternde Antwort geben, dass Ihre Tochter das Vorliegen der Befreiungsvoraussetzungen nachweisen muss (§ 6 Abs.2 Rundfunkgebührenstaatsvertrag) ...weiter lesen

Kostenpflichtige Aufnahme von Gewerbetreibenden in ein Verzeichnis - Betrug oder wirksamer Vertrag? | Stand: 31.08.2010

FRAGE: Meine 85-jährige Mutter hat auf einen Brief der "XY" geantwortet, da sie dahinter das örtliche IHK vermutete, die Angaben zu ihrem Kosmetikinstitut benötigt, in dem sie noch einige wenig...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,hinsichtlich der Vollmacht genügt eine einfache Vollmacht, die Sie zur Vertretung Ihrer Mutter gegenüber der gegnerischen Firma bevollmächtigt. Sie sollten allerding ...weiter lesen

Pflicht des Erbschaftsbesitzers zur Kundgabe des Bestands der Erbschaft | Stand: 26.10.2010

FRAGE: Auf Grund einer Vorsorgevollmacht habe ich 3 Jahre lang eine entfernte Verwandte "betreut". Lt. Vollmacht habe ich im Innenverhältnis in ihrem Auftrag Überweisungen vorgenommen, Geld vom Kont...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,nach § 2027 BGB ist der Erbschaftsbesitzer verpflichtet, dem Erben über den Bestand der Erbschaft und über den Verbleib der Erbschaftsgegenstände Rechnung z ...weiter lesen

Verbindlichkeiten nach dem Tod | Stand: 01.08.2010

FRAGE: - nach dem Tod meines Schwagers wird weiter regelmäßig vom Konto meines Schwagers im Lastschriftverfahren abgebucht- meine Schwester hat Kontovollmacht, weiß aber nicht, wer überhaup...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ich kann Ihre Frage wie folgt beantworten:1. Verbindlichkeiten nach dem TodGrundsätzlich gilt, dass nicht sämtliche Verträge des verstorbenen Schwagers mit dessen Tod ...weiter lesen

Wo kann eine Grundschuldbestellungsurkunde ausgestellt werden? | Stand: 26.04.2010

FRAGE: In einem Darlehnsvertrag (von 2007) zwischen mir und meinem Sohn ist festgehalten, das das Darlehen als Grundschuld im Grundbuch des meinem Sohn gehörenden Grundstücks als Sicherheit eingetrage...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, gerne beantworte ich Ihre Anfragen wie folgt: 1. Aus dem Darlehensvertrag haben Sie einen schuldrechtlichen, durchsetzbaren und einklagbaren Anspruch auf Eintragung einer Grundschul ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.828 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 24.03.2017
kompetente Auskunft, alle Fragen wurden geklärt, sehr freundlich

   | Stand: 23.03.2017
Ruhige klare Antworten des RA Böckhaus, so wurde die erste Aufregung genommen. Vielen Dank

   | Stand: 22.03.2017
Beratung war kompetent und genau. Danke!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Sozialrecht | Zivilprozessrecht | Zivilrecht | Änderungsvollmacht | Anscheinsvollmacht | Arztvollmacht | Bestellungsvollmacht | Betreuungsvollmacht | Bietervollmacht | Duldungsvollmacht | Einzelvollmacht | falsche Selbstauskunft | Generalvollmacht | Innenvollmacht | Kontovollmacht | Patientenvollmacht | Unterschriftenregelung | Verfügungsvollmacht | Vollmacht | Vollmachtsentzug | Vorsorge-Vollmacht | Inkassovollmacht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen