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Verletzung bei Kurzarbeit - Was muss der Arbeitgeber zahlen ?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Petra Nieweg
Stand: 04.02.2011

Frage:

war in Kurzarbeit,erhielt am 31.05.einen Arbeitsauftrag.nach dem ich diesen Arbeitsauftrag begonnen hatte , schnitt ich mir nach 2 Stunden Arbeit in den Daumen worauf ich Krank geschrieben wurde .Krankmeldung ging sofort zum Arbeitgeber, und Berufsgenossenschaft.
Arbeitgeber zahlt aber nur Kurzarbeitergeld. ist dies rechtens ?

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

bezüglich der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Kurzarbeit gibt es grundsätzlich zwei Fälle.
Wird man krank, bevor die Kurzarbeit beginnt und bleibt man auch während der Kurzarbeit krank, dann erhält der Arbeitnehmer für die Zeit der Entgeltfortzahlung (i. d. R. 6 Wochen, Arbeits- und Tarifverträge können abweichen) den Kurzlohn (verminderter Lohn durch Kurzarbeit) sowie Krankengeld in Höhe des Kurzarbeitergeldes (§ 47b Abs. 4 SGB V).
Wird man nun wie in Ihrem Fall während der Kurzarbeit krank, dann gilt die „normale“ Lohnfortzahlung, d. h. man bekommt, was man erhalten hätte, wenn man nicht krank geworden wäre. Das sind in diesem Fall der Kurzlohn und das Kurzarbeitergeld. Sollten Sie länger als 6 Wochen durch den Arbeitsunfall krank sein, dann erhalten Sie von der Berufsgenossenschaft Verletztengeld. Dieses wird dann jedoch nicht nach dem Verdienst während der Kurzarbeit berechnet, sondern nach dem Verdienst während der normalen Arbeitszeit.
Zurzeit ist es also richtig, wenn Sie von ihrem Arbeitgeber den Kurzlohn und das Kurzarbeitergeld erhalten.



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