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Inkenntnissetzung des Arbeitgebers über geplante Kündigung - rechtlich sinnvoll oder entbehrlich?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Florian Wehner
Stand: 03.12.2010

Frage:

Zur Zeit habe ich eine halbe Stelle (20 Stunden) in einem privaten College. Da ich überfordert bin, also nie mit 20 Stunden auskomme, um alle Arbeiten zu schaffen, geht das auf Kosten meiner Honorartätigkeit, mit der ich den zweiten Teil meines Lebensunterhalts verdienen muss. Ich habe meinen Rentenantrag gestellt und möchte zum 1. März 2011 die Arbeit beenden. Aus meinem Arbeitsvertrag geht hervor, dass ich zum 15. oder zum 1. eines Monats kündigen kann. Aus Loyalität würde ich gern ankündigen, dass ich ab 1. März 2011 nicht mehr zur Verfügung stehe, befürchte aber, dass mein Arbeitgeber dann sofort kündigt und ich zwei Monate ohne Gehalt auskommen muss.
Wie muss ich mich verhalten?

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

so schön es von Ihnen charakterlich ist, dass Sie aus Loyalitätsgründen eine Vorankündigung Ihrer Kündigung Ihrem Arbeitgeber zukommen lassen wollen, so wenig sind Sie dazu rechtlich verpflichtet.

Die Kündigungsfristen sind genauso, wie im Gesetz geregelt und dürfen eingehalten werden. Also können Sie am - spätestens - 31. Januar kündigen. Wenn Sie zudem ohnehin der Auffassung sind, dass Ihr Arbeitgeber Ihre Loyalität damit "belohnt", dass er dann seinerseits früher kündigt, entfällt wohl auch jede moralische Verpflichtung, oder nicht?
Zudem werden Sie sowieso über die Gebühr Ihres Vertrages arbeitsmäßig belastet, wie Sie schreiben - also wüsste ich nicht, was Sie da schulden.



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