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Zwangsversteigerungsverfahren wurde eingestellt - Wie wehrt man sich aber gegen die Zwangsverwaltung?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Bernd Beder
Stand: 18.11.2010

Frage:

Für unsere Eigentumswohnung ist auf Antrag der Bank, dass Zwangsversteigerungsverfahren eingestellt worden. Da Gleichzeitig auch die Institutszwangsverwaltung besteht, möchten wir gerne wissen, wann und wie die Institutszwangsverwaltung beendet wird (siehe § 161 Absatz 4 und § 29 des Zwangsversteigerungs- und Zwangsverwaltungsgesetzes).

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

bei der Zwangsversteigerung und der Zwangsverwaltung handelt es sich um zwei selbständige Vollstreckungsverfahren, die grundsätzlich nebeneinander bestehen können. Eine Abhängigkeit der Verfahren voneinander besteht nur, wenn im Zwangsversteigerungsverfahren der Zuschlag an den Meistbietenden erteilt wird. In diesem Falle endet die Zwangsverwaltung mit dem Zuschlag.

In Ihrem Falle ist jedoch das Zwangsversteigerungsverfahren auf Antrag der betreibenden Bank eingestellt worden. Die Einstellung gemäß § 30 ZVG ist von der Rücknahme des Antrages zu unterscheiden. Nur die Rücknahme führt zur Beendigung des Zwangsversteigerungsverfahrens; dies schließt jedoch die Aufrechterhaltung der Zwangsverwaltung nicht aus. Die Verfahrenseinstellung bringt das Verfahren nur zum Ruhen und kann vom Gläubiger gemäß § 31 ZVG jederzeit innerhalb von sechs Monaten nach der Einstellung wieder aufgenommen werden.

Gemäß § 161 (2) ZVG haben Sie einen Anspruch auf Aufhebung des Zwangsversteigerungsverfahrens nur dann, wenn der Gläubiger - in diesem Falle die die Zwangsverwaltung beteiligte Bank - in vollem Umfang befriedigt worden ist. Betreibt die Bank trotzdem die Zwangsverwaltung weiter, können Sie im Wege der Vollstreckungsabwehrklage ( 767 ZPO die Feststellung der Unzulässigkeit der Zwangsverwaltung beantragen mit der Folge, dass die Institutszwangsverwaltung aufgehoben wird.



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