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Accountsperre durch einen Internetdienstleister macht den Zugriff auf wichtige Dateien unmöglich


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Christophe Kabambe
Stand: 30.11.2010

Frage:

Ein Internetdienstleister, bei dem ich angemeldet bin hat mir ohne Vorwarnung den Account gekündigt. In den AGB steht aber, das der Anbieter zwar berechtigt ist, bei entsprechenden Verfehlungen der Mitglieder sofort kündigen zu dürfen, aber es steht auch in den AGB, dass der Anbieter, falls er bestimmte Online-Dienste einstellt, dem Mitglied eine 30 Tage Frist einzuräumen hat, damit dieser die Zeit hat, wichtige Dateien zu sichern.
Über den Anbieter habe ich schon seit Jahren z.B. mein gesamtes Online-Banking abgewickelt. Aber es befinden sich u.a. private Dateien in dem Account wie die Ablage privater Familienfotos.

Mir wurde auch kein konkreter Grund genannt, der zur Kündigung geführt hat.
Durch die Sperrung meines Zuganges gehen mir sehr wichtige Informationen verloren.
Ich habe gegenüber dem Anbieter Widerspruch gegen die Kündigung eingelegt und darum gebeten, den Account vorübergehend zu öffnen, damit ich für mich sehr wichtige Daten sichern kann.
Der Widerspruch erfolgte per Email und zwar am 29.11.10.
Ich bin als privater Kunde angemeldet.
Wie soll bzw. wie muss ich mich verhalten?

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

ich empfehle Ihnen, den Anbieter per Einschreiben erneut auf diesen Sachverhalt hinzuweisen und ihm mitzuteilen, dass Sie sich die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vorbehalten.

Richten Sie Ihr Schreiben direkt an die Geschäftsleitung bzw. den Geschäftsführer.

Setzen Sie eine Frist von fünf Werktagen für die Behebung des Missstandes. Sofern innerhalb der gesetzten Frist keine Besserung erfolgen sollte, müssten Sie gegebenenfalls anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.



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