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Unberechtigter negativer SCHUFA Eintrag


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Alexander John
Stand: 30.10.2010

Frage:

Ich habe einen Rechtsstreit wegen einer von mir bestrittenen Forderung
nach Beendigung eines Telefonvertrages.

In diesem Zusammenhang hat die Kanzlei die Vertretung der Gegenseite übernommen. Der Vorgang ist strittig.
Die Kanzlei hat eine Meldung bei der Schufa veranlaßt: Datum des
Ereignisses: 19.10.2010 (Kündigung des Vertrags). Der Vertrag wurde am
10.02.2010 beendet.
Trotz meines Widerspruchs hat die Schufa das Negativmerkmal an alle
Vertragspartner gemeldet. Aufgrund dessen wurden bereits Kreditkarten
gesperrt.

Es geht um eine strittige Forderung von 123,- € zzgl. 95,- € Anwaltsgebühren. Was kann ich gegen den Schufa Eintrag tun?

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

ich kann verstehen, dass es ärgerlich ist, wenn man Probleme mit der Schufa bekommt.
In Ihrem Fall ist es fraglich, ob der Schufa-Eintrag zu Recht erfolgte. Grundsätzlich erfolgt ein negativer Schufa-Eintrag, wenn der Telefonanbieter den Vertrag wegen Zahlungsrückstand kündigt, dazu ist er auch berechtigt. So wie Sie den Sachverhalt schildern, besteht seitens der Telefongesellschaft die Forderung zu Unrecht. Sie müssen der Schufa dies deutlich machen auch durch Vorlage von Belegen. Sollten Sie das bereits gemacht haben, müssen Sie beim Amtsgericht Ihres Wohnortes eine einstweilige Verfügung gegen die Schufa beantragen.
Dieser Antrag könnte so aussehen.

An das Amtsgericht

In Sachen

Antragsstellerin

gegen

Schufa (Hier die genaue Unternehmensbezeichnung und Adresse des für Sie zuständigen Schufa-Unternehmens, dabei muss auch der zuständige Geschäftsführer angegeben werden)

Beantrage ich vor dem Amtsgericht

Folgende Einstweilige Verfügung, wegen Eilbedürftigkeit ohne mündliche Verhandlung :

2. Die Antragsgegnerin wird verurteilt, den negativen Schufa-Eintrag des Telefon-Unternehmens (hier Name des Unternehmens eintragen) vom ….(Datum eingeben) zu löschen.
Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Rechtsstreits.

Begründung :
Hier folgt die Argumentation, warum der Schufa-Eintrag zu Unrecht erfolgt. Sie müssen die von Ihnen behaupteten Tatsachen eidesstattlich versichern bzw. die Belege mit einreichen. Ich weise Sie darauf hin, dass eine falsche eidesstattliche Versicherung eine Strafbarkeit bis zu 3 Jahren nach sich ziehen kann.
Wenn Sie den gerichtlichen Weg beschreiten wollen, dann würde ich Ihnen vorschlagen, dass Sie mir den Entwurf Ihres Antrages per E-Mail zukommen lassen, damit ich ihn überprüfen kann, Sie können aber auch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl vor Ort kontaktieren.



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