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Welche Klauseln im Arbeitszeugnis sind negativ?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Diana Laib
Stand: 25.10.2010

Frage:

Im Arbeitszeugnis meines Neffen steht zum Sozialverhalten folgender Satz: "Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kooperationspartnern, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen war stets einwandfrei und von Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit geprägt"

Die Reihenfolge stimmt nicht und verweist m.E. auf etwas. Wenn das Verhalten stets einwandfrei war, warum steht hinweisend, dass es von Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit geprägt war. Bedeutet dies etwas negatives im Verhalten? Wie kann er sich wehren, wenn dem so eine Klausel hinzugefügt worden ist?

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Die Reihenfolge ist meiner Ansicht nach in Ordnung. Erst wenn die Vorgesetzten nicht genannt werden, könnte daraus etwas Negatives abzuleiten sein.
Ich sehe es durchaus auch nicht negativ, dass die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit hervorgehoben wird. Die gute Beurteilung ergibt sich aus den Worten „stets einwandfrei“. Dies könnte einer Note zwei entsprechen.

Um ein Zeugnis abschließend beurteilen zu können, muss allerdings immer der Gesamteindruck eines Zeugnisses gewürdigt werden.
Aus dem von Ihnen zitierten Satz kann ich aber nichts Negatives erkennen.

Wenn er mit der Beurteilung nicht einverstanden ist, könnte er unter Fristsetzung die Erstellung eines anderen Zeugnisses verlangen. Ein Mitarbeiter hat Anspruch auf ein wahres und wohlwollendes Zeugnis. Es ist durchaus auch üblich, einen eigenen Formulierungsvorschlag einzureichen.
Wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht einig werden, kann man auch auf Erteilung eines wohlwollenden Zeugnisses klagen.



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