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Freiberufliche Tätigkeit und ein abgeschlossener Arbeitsvertrag


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 11.10.2010

Frage:

Ich habe für circa 3 Monate freíberuflich und auf eigene Rechnung für eine Firma gearbeitet und bereits vor diesem Arbeitsantritt einen Arbeitsvertrag auf unbestimmte Zeit und ohne Probezeit mit einem gegenseitigen Kündigungsrecht von 3 Monaten ab dem 01.01.2010 geschlossen. Nun hat mir mein zukünftiger Arbeitgeber gesagt, ich würde in technischer Hinsicht den Anforderungen des Arbeitsplatzes nicht genügen und sollte den Arbeitsplatz sofort verlassen.
Doch was passiert nun mit dem Arbeitsvertrag ab dem 01.01.2011?
Bisher wurde mir nicht gekündigt. Wenn ich den Arbeitsplatz pünktlich antrete, muß mir der Arbeitgeber dann mindestens die 3 Monate Lohn bezahlen? Was sollte ich tun oder nicht tun?

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Antwort:

Sehr geehrte Mandant,

Ihre freiberufliche Tätigkeit bzw. deren Beendigung und der Arbeitsvertrag sind zwei verschiedene und voneinander unabhängige Arbeitsverhältnisse. Rechtlich hat die Beendigung des einen Vertrages mit dem anderen nichts zu tun. Die mündliche Aufforderung zum Verlassen des Arbeitsplatzes mag für Ihre freiberufliche Tätigkeit Bedeutung haben. Der Arbeitsvertrag vom 07.06.2010 bleibt hiervon unberührt. Im Übrigen bedarf die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses im Gegensatz zum Abschluss der Schriftform. Sollten Sie für das Arbeitsverhältnis vom 07.06.2010 eine Kündigung erhalten, sollten Sie Kündigungsschutzklage erheben. Dabei beachten Sie bitte die dreiwöchige Frist. Da Sie keine Probezeit vereinbart haben und mithin ein unbefristetes Arbeitsverhältnis besteht, liegen Sie mit Ihrer Vermutung richtig. Es ist demnach unabhängig vom Ausgang eines möglichen Prozesses für drei Monate während der Kündigungsfrist Arbeitsvergütung zu zahlen. Dies gilt auch ohne Kündigungsschutzklage.



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