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Sachmangel bei gebrauchtem Artikel aus der Internetauktion


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Tobias Kraft
Stand: 15.06.2010

Frage:

Ich habe bei einer Internetauktion einen gebrauchten Camcorder versteigert. Bei dem Camcorder fehlt jetzt nach Meinung des Höchstbietenden ein Zubehörteil. Dieses Zubehörteil war aber nie Bestandteil der Auktion, weil ich es selber nie besessen habe! Ich hatte den Camcorder als technisch und optisch einwandfrei deklariert, was er auch wirklich war. Der Höchstbietende hat mich dann nach Erhalt des Camcorders dazu mehrmals aufgefordert, ihm dieses fehlende Zubehörteil zu besorgen, ansonsten würde ich Post von seinem Anwalt bekommen. Da ich dieses Zubehörteil nie besessen habe, habe ich seine Forderungen abgelehnt!
Jetzt nach über zwei Monaten, die die Camera schon in seinem Besitz ist, bekomme ich Post von seinem Anwalt.
Jetzt möchte man den Rücktritt nach Paragraph 437 Nr. 2 i.v.m Paragraph 323 Abs. 2 Nr. 1 BGB Zug um Zug gegen Rückzahlung des Kaufpreises.
Ich bin Privatverkäufer, es heißt doch privat, keine Garantie oder Rücknahme. Was soll ich jetzt tun?

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Die Frage ist in Ihrem Fall, ob ein Sachmangel vorliegt oder nicht. Sofern ein Sachmangel gegeben wäre, könnte der Käufer nämlich tatsächlich von dem über das Internetauktionshaus mit Ihnen geschlossenen Kaufvertrag zurücktreten und das Geld gegen Rückgabe des ersteigerten Camcorders verlangen. In einem solchen Fall nützt auch der Hinweis auf einen Privatkauf nichts.

Ein Sachmangel liegt unter anderem vor, wenn die Sache nicht die Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann. Sofern also der Camcorder z.B. vom Hersteller nur zusammen mit dem besagten Zubehörteil angeboten wird und Sie nicht darauf hingewiesen haben, dass dieses Zubehörteil fehlt oder aber Sie das Angebot nicht genau spezifiziert haben (z.B. "Camcorder inklusive 2 Akkus, einem Ladekabel... usw."), würde der Käufer hier tatsächlich vom Kauf zurücktreten können oder von Ihnen die Lieferung des Zubehörteils verlangen können.

Sofern es den Camcorder aber üblicherweise auch ohne das Zubehörteil zu kaufen gibt (insbesondere durch den Hersteller hier nicht nur stets ein solches Gesamtpaket angeboten wird) und das Betreiben des Geräts auch ohne das Zubehörstück reibungslos funktioniert, läge hier kein Sachmangel vor. Demnach könnte der Käufer weder die Lieferung des Zubehörs verlangen noch die Rückabwicklung des Kaufvertrages von Ihnen verlangen.

Sollte nach dem soeben Geschilderten daher kein Sachmangel vorliegen, können Sie den Anwalt darauf hinweisen, dass von Ihnen vollständig geliefert wurde und der Kaufvertrag daher erfüllt wurde, sodass keine Ansprüche des Käufers gegen Sie mehr bestehen. Wenn es sich dagegen um einen Sachmangel handelt (siehe oben), dann wären Sie tatsächlich auch noch nach 2 Monaten zur Rückabwicklung des Kaufvertrages verpflichtet und Sie müssten den Kaufpreis gegen Rücknahme des Camcorders erstatten.



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