Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Steuerfrei Bezüge von Rentnern

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz
Stand: 23.08.2010

Frage:

Wir sind ein Rentner Ehepaar und wollen noch etwas hinzuverdienen. Bis zu welchem Betrag ist dies steuerfrei? Einen 400 € Minijob haben wir beide schon.
Unsere Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung
Herr G. geb. 1942 bekommt brutto 1209,06 € (netto 1089,97€)
Frau G. geb. 1948 bekommt brutto € 329,74 € (netto 297,26)

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-22
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz   |Hier klicken

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Ich erlaube mir zunächst den Sachverhalt, so wie ich diesen verstanden habe, vorab kurz zusammen zu fassen.

Sie sind verheiratet und beziehen, wie auch Ihr Ehemann, die sogenannte Regelaltersrente. Ihr Ehemann hat zu Beginn seiner (Früh-) Verrentung im Jahr 1999 von seinem damaligen Steuerberater die Auskunft erhalten, dass keine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung bestünde. Sie und Ihr Ehemann hat derzeit jeweils einen sogenannten Minijob. Sie erhalten jeweils aus dieser Beschäftigung einen Betrag in Höhe von monatlich bis 400,00 €. Sie möchten wissen, ob bzw. bis zu welcher Höhe Ihr Ehemann noch weitere steuerfreie Einkünfte aus einer nichtselbständigen Beschäftigung erzielen kann. Sie beziehen derzeit eine gesetzliche Rente in Höhe von 329,74 € brutto bzw. 297,26 netto. Ihr Ehemann bezieht eine Rente in Höhe von 1209,06 € brutto bzw. 1089,97 € netto.
Sie möchten vermeiden, zur Abgabe einer Einkommensteuerklärung verpflichtet zu sei und fragen, wann dies der Fall sein würde. Im Übrigen wohnen Ihre Kinder in Ihrem Haus und zahlen Miete an Sie bzw. Ihren Ehemann. Hierdurch werden also Einkünfte erzielt.

Ich beantworte Ihr Anfrage wie folgt:

Ein Rentner ist zur Abgabe einer Steuerklärung verpflichtet, wenn er mit seinen gesamten zu versteuernden Einkünften den jährlichen Grundfreibetrag in Höhe von 7834 Euro übersteigt. Bei Ehepartnern beträgt der Grundfreibetrag insgesamt 15.668 Euro. Diese Werte gelten für das Jahr 2009. Ab dem Jahr 2010 beträgt der Grundfreibetrag 8004 Euro bzw. 16008 €.

Zu den versteuernden Einkünften zählen ua. private und gesetzliche Renten sowie Miet- und Kapitaleinnahmen.

Zu beachten ist jedoch, dass nicht jeder Euro Ihrer Rente zu den zu versteuernden Einkünften zählt. Die Höhe der zu versteuernde Rente richtet sich nach dem Jahr, in dem der Arbeitnehmer in Rente gegangen ist. Bis zum Renteintrittsjahr 2005 (dies gilt also zumindest für Ihren Ehemann) beträgt der Freibetrag 50%. Das heißt, dass die Hälfte der Renteneinkünfte als Freibetrag gilt. Konkret dürfte der Freibetrag bei Ihrem Ehemann also bei ca. 7250 € liegen. Dies entspricht der Hälfte der Einkünfte aus der gesetzlichen Rente. Dieser Freibetrag bleibt bis zum Lebensende konstant. Bezüglich Ihrer Renteneinkünfte gilt hinsichtlich der Bestimmung des Freibetrages das gleiche. Etwas anderes ergibt sich nur dann, soweit Sie nicht seit 2005 oder bereits früher Rente beziehen. So beträgt der Freibetrag bei einem Renteneintrittsjahr 2006 nur 48% der gesetzlichen Rente. Jedes Jahr sinkt der Freibetrag um jeweils 2% ab. Sollten Sie wie Ihr Ehemann seit 2005 oder früher Ihre Rente beziehen, würde Ihr Freibetrag wohl bei ca. 1978 € liegen (50% Ihrer Renteneinkünfte).

Eine Verpflichtung zur Abgabe der Einkommensteuererklärung würde daher nach meiner überschlägigen Berechnung dann anfallen, wenn Ihre Renteneinkünfte (zusammen gerechnet) sowie die Einkünfte aus der Vermietung über dem gemeinsamen Grundfreibetrag in Höhe von 15.668 € liegen würden.
Ihre gemeinsamen Renteneinkünfte liegen unter Maßgabe eines Freibetrages in Höhe von 50% bei ca. 9200 €. Soweit die Mieteinnahmen sowie ggf. weitere Einnahmen i.S. des Einkommensteuergesetzes unterhalb von 15668 € (Grundfreibetrag) bleiben, wären Sie nicht zur Abgabe einer Steuerklärung verpflichtet.
Ich bitte in diesem Zusammenhang um Verständnis, dass ich keine rechtsverbindliche Berechnung Ihrer steuerlich relevanten Einkünfte abgeben kann, sondern nur eine allgemeine Einschätzung bzw. Erläuterung. Hierfür wäre die Vorlage der entsprechenden Unterlagen erforderlich.

Neben diesen grundsätzlichen Erläuterungen kann es durchaus sein, dass Ihnen bzw. Ihrem Ehemann der sogenannte Altersentlastungsbetrag zustehen kann. Dieser kann bei Einkünften neben der Rente geltend gemacht werden. Ein weiterer Abzug ergibt sich dadurch, dass jeder Steuerzahler für eine Rente eine Werbekostenpauschale in Höhe von jährlich 102 € erhält. Weitere Abzüge können sich durch ggf. vorhandenen Sonderausgaben oder durch außergewöhnliche Belastungen ergeben.

Hinsichtlich Ihrer Frage zu der steuerlichen Behandlung von sog. Minijobs ist insofern klar, dass Einnahmen aus einem oder mehreren Minijobs solange steuerfrei Einkünfte sind wie der zusammengerechnete Betrag von monatlich 400,00 € nicht überschritten wird. Für Einkünfte ab einer Höhe von monatlich 401,00 € gilt die sogenannte Gleitzonenregel. Hierbei handelt sich grundsätzlich um zu versteuernde Einkünfte. In der Regel werden diese Einkünfte aber steuerlich begünstigt.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Altenpflegegesetz

Kostentragungspflicht der Angehörigen, wenn Gemeinde Bestattung organisiert? | Stand: 14.06.2016

FRAGE: Mein Bruder verstarb am 28.1.2016 in S., wo er zuletzt wohnte. Die Stadt  hat uns am 16.2.016 per Post informiert (wir hatten keinen Kontakt mit dem Bruder). Zu diesem Zeitpunkt war er schon beigesetzt...

ANTWORT: Die Pflicht zur Tragung der Bestattungskosten ergibt sich für die nahen Angehörigen des Verstorbenen aus § 13 Abs.2 des Bestattungsgesetzes Schleswig-Holstein bzw. die Erben nach § ...weiter lesen

Kündigung der Rentenzusatzversicherung - Abzüge für eingezahlte Beträge hoch | Stand: 20.04.2012

FRAGE: Ich habe meine Zusatz-Rentenversicherung (VBLU) nach 16 Jahren gekündigt und hätte jetzt (einschließlich des Arbeitgeberanteils) 25.000 € bekommen. Der Betrag ist nach dieser Zei...

ANTWORT: Der einbehaltene Betrag – nach Ihren Angaben für Kranken- Pflege- und Sozialversicherung, erscheint mir in der Tat recht hoch, könnten aber doch berechtigt sein. Es könnte sein, j ...weiter lesen

Beschäftigung bei der NATO im Kosovo - Kürzung der Pension zu erwarten? | Stand: 07.04.2012

FRAGE: Ich beabsichtige ein Arbeitsverhältnis in Ausland, Kosovo aufzunehmen.Es wird ein Arbeitsvertrag mit der NATO-Kosovo abgeschlossen.Zur Zeit beziehe ich, als pensionierter Soldat Versorgungsbezüge.E...

ANTWORT: Frage 1: Es ist zu klären wie ein durch die NATO im Kosovo gezahltes Entgelt sich auf die Pension eines Soldaten auswirkt. Einschlägig dürfte sein § 55 b Soldatenversorgungsgesetz (SVG ...weiter lesen

Gesetzlicher Anspruch auf Auskunft von Betreuer? | Stand: 23.11.2011

FRAGE: Mein Ehemann ist schwer behindert, lebt im Pflegeheim und wird von einem gerichtlich bestellten Betreuer betreut.Der Betreuer verlangt Geld von mir, weil die Rente meines Ehemannes nicht kostendecken...

ANTWORT: Wenn der Betreuer ihres Ehemannes von Ihnen Unterhaltsleistungen für die Unterbringung im Pflegeheim haben möchte, ist er zunächst verpflichtet den Bedarf Ihres Ehemannes nachzuweisen. Da ...weiter lesen

Antrag auf Entgeltsicherung nicht rechtzeitig gestellt | Stand: 06.11.2010

FRAGE: Am Freitag, den 05.11.2010 gegen 14:00 Uhr bekam ich eine telefonische Zusage vom Arbeitgeber, dass ich am Montag, den 08.11.2010 in der Firma anfangen kann. Der Arbeitsvertrag kam heute (06.11.2010) pe...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,tatsächlich ist es so, dass der Antrag auf Entgeltsicherung nach § 421j SGB III bereits vor Aufnahme der Tätigkeit gestellt werden muss. Dieses ergibt sich aus § ...weiter lesen

Unterhalt auch während des Rentenbezuges? | Stand: 29.09.2010

FRAGE: Ich wurde 2004 geschieden. Erhalte seither Unterhaltszahlungen des Exmannes. Nun ging er letztes Jahr in Rente und bezahlt mir den Unterschiedsbetrag seiner jetzigen Rente zu seiner Rentenhöhe wen...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Unterhalt ist auch während des Rentenbezuges weiter zu zahlen. Da sich allerdings das Einkommen mit dem Eintritt in den Ruhestand ändert, ist der Unterhalt neu zu berechnen.Diese ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Sozialrecht / Hartz IV
Interessante Beiträge zu Altenpflegegesetz

3.000 Euro Strafe fürs Rauchen auf dem Balkon
| Stand: 23.08.2013

Wer auf seinem Balkon raucht und die Zigarettenasche einfach nach unten schnippt, dem kann das teuer zu stehen kommen. Zumindest muss jetzt eine bayerische Raucherin laut Urteil des Amtsgerichts München für ein ...weiter lesen

Wasserpfeifen ohne Tabak in einem Café vorerst erlaubt
| Stand: 05.08.2013

Trotz Nichtraucherschutzgesetz ist es in einem Shisha-Café im nordrhein-westfälischen Marl erlaubt, Wasserpfeifen ohne Tabak zu rauchen. Das Oberverwaltungsgericht NRW ist davon überzeugt, dass das Rauchen ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-22
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.852 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 29.03.2017
Danke! Wenn man ein rechtliches Problem hat möchte man gerne sofort seine Chncen und Risiken kennen. Ich kenne keine anderen Anwalt bei dem das schneller geht eine erste Einschätzung zu bekommen! Danke Dass es Euch gibt!

   | Stand: 28.03.2017
RA Andreas Wegener ist ein kompetenter und freundlicher Anwalt - sehr empfehlenswert! Die Anwaltshotline ist ein guter Service, den ich schon häufig und gerne genutzt habe, um schnell und unkompliziert kompetente Antworten auf kinifflige Fragen zu bekommen.

   | Stand: 28.03.2017
ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-22
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Sozialrecht | Sozialrecht | Vereinsrecht | Sozialrecht - Hartz IV | Altenbetreuung | ältere Arbeitnehmer | Alterspflege | Altersrente | Altersvermögensgesetz | Altersvorsorge | Begräbniskosten | Bestattung | Bestattungskosten | Entgeltsicherung | Grabpflege | Sozialbestattung | Altersvorsorgeunterhalt | Grundsicherung im Alter

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-22
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen