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Einigungsmöglichkeiten mit der Inkasso GmbH


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 12.08.2010

Frage:

Mein ehemaliger Kredit und Dispo von der Bank AG wurde an eine andere Bank (Inkasso) im Jahre 08/2007 abgegeben. Lief hierbei vieles dubios. Es wurden Ratenzahlungsvereinbarungen getroffen und erneuert. Aufgrund von familiären gesundheitlichen Problemen habe ich vergessen, 2 Raten zu zahlen und es wurden mir zwei Mahnbescheide zugesandt. Bei meinem Anruf bei der anderen Bank wurde mir gesagt, dass es um Verjährungsfristen gehe und deshalb der Mahnbescheid erging. Die Gesamtsumme beläuft sich auf rund 12.000 Euro. Es werden monatlich 2 x 50,00 Euro durch die Zahlungsvereinbarung gezahlt. Den Mahnbescheiden habe ich erst einmal widersprochen. Ich habe der anderen Bank angeboten, sich in meinem Grundbuch eintragen zu lassen. Heute ein Schreiben und ein NEIN. Ich möchte den Mahnbescheiden wieder widersprechen oder ein Schuldanerkenntnis eingehen. Ich bin leitender Angestellter und ein Negativeintrag in der Schufa wäre verheerend. Gibt es eine andere Möglichkeit sich mit der anderen Bank zu einigen ohne Gerichte, Schufavermerke?

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Fragestellung: Einigungsmöglichkeiten mit der Inkasso GmbH

Vorab eine klarstellende Information zum SCHUFA-Eintrag: Sie stehen bereits seit 2007 mit einem Negativeintrag in der SCHUFA. Dies ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu unterstellen, denn bereits jede Kreditkündigung wird automatisch an die SCHUFA gemeldet und dort registriert. Die gesamte Existenzberechtigung der SCHUFA beruht darauf, dass gerade Kontokündigungen eingetragen werden, um Dritten Rückschlüsse auf das Zahlungsverhalten des Kunden zu ermöglichen. Der Eintrag bleibt auch noch drei Jahre nach Erledigung in der SCHUFA stehen. Sie werden also bereits jetzt (vermutlich) keinen weiteren Kredit für eine Umschuldung bei einer anderen Bank erhalten.

Die andere Bank kann vor dem Landgericht selbst nicht klagen, da dort Anwaltszwang herrscht. Damit die Ansprüche Ende 2010 nicht verjähren (§ 195 BGB), wird sie nach Ihrem Widerspruch nunmehr die zweite Hälfte der Gerichtskosten einzahlen und den Vorgang einem Rechtsanwalt übergeben. Dann wird die Sache vom zentralen Mahngericht an das für Ihren Wohnsitz zuständige Landgericht abgegeben. Sodann müssten Sie sich ebenfalls einen Rechtsanwalt nehmen, sofern Sie sich gegen die Klage verteidigen wollen. Ohne Anwalt verlieren Sie den Prozess allein mangels Anwalt, da Sie selbst keine Anträge stellen können. Bei einem Streitwert von 12.000,00 würde Sie der Rechtsstreit etwa 4.500,00 kosten, falls Sie voll unterliegen. Ich empfehle daher die Rücknahme des Widerspruchs, damit die andere Bank einen Vollstreckungsbescheid beantragen kann, was vor dem zentralen Mahngericht auch ohne Anwalt möglich ist. Dann würde der Vollstreckungsbescheid erlassen werden, gegen den Sie innerhalb von 14 Tagen Einspruch einlegen könnten, was natürlich ebenfalls keinen Sinn ergibt. Ist der VB rechtskräftig, kann die andere Bank die Zwangsvollstreckung einleiten, wird dies jedoch dann nicht tun, wenn Sie eine realistische Ratenzahlungsvereinbarung getroffen haben und diese auch einhalten. Standardausreden wie Krankheit und familiäre Probleme werden nicht anerkannt, lassen vielmehr fehlende Ernsthaftigkeit vermuten. Allenfalls nachgewiesene Arbeitslosigkeit führt zur Rücksichtnahme.

Es gibt mithin nur eine sinnvolle Möglichkeit für Sie: Sie sollten noch im Laufe der nächsten Woche Ihre Bereitschaft zu einer langfristigen Regelung unterbreiten und als erstes anbieten, die Widersprüche zurückzunehmen. Dann sollten Sie anbieten, Ihre vollständigen Vermögensverhältnisse offenzulegen, um sodann zu einer realistischen Ratenhöhe zu gelangen. Bei einer monatlichen Rate von 100,00 würden Sie in 170 Monaten fertig sein. Das wären etwa 14 Jahre. Dies ist eher unrealistisch. Sie sollten vorschlagen, den Betrag zunächst zinslos zu stellen, damit bereits jetzt die Laufzeit konkret und verlässlich festgeschrieben werden kann. Nach Ihren Angaben sind Sie leitender Angestellter, also nicht arbeitslos. Zwar teilen Sie die Höhe Ihre Verdienstes nicht mit. Jeder neutrale Betrachter wird jedoch bei einem leitenden Angestellten davon ausgehen, dass ihm monatliche Raten von 250,00 möglich sein müssten, andernfalls er seinen Lebensstil überprüfen sollte. Bei einer Ratenhöhe von monatlich 250,00 wären Sie ohne Zinsen in vier Jahren fertig. Nach meinen Erfahrungen mit direktem Bankinkasso werden derartige Vorschläge, denen auch aufgrund der Ratenhöhe eine gewisse Ernsthaftigkeit unterstellt werden kann, regelmäßig angenommen.



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