Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Schaden an der Badewanne und Betriebskostenabrechnungen


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 15.07.2010

Frage:

Ich bewohnte vom 1.12.2008 bis zum 31.12.2009 eine Mietwohnung. Seit meinem Einzug habe ich keine Nebenkostenabrechnung erhalten und bei der Wohnungsübergabe wurde ein kleiner Schaden an der Badewanne festgestellt (welcher nicht von mir stammt aber bei Einzug nicht von mir dokumentiert wurde). Da mein Auszug nun mehr als 6 Monate her ist und ich nichts von meinem ehemaligen Vermieter gehört habe, habe ich Ihn vorgestern angerufen und nach meiner Kaution gefragt. Darauf hin erhielt ich heute folgenden Brief (teilweise gekürzt)

"...
Von der Kaution wurde vorweg für den Emailschaden an der Badewanne ein Betrag von € 180,00 abgesetzt sowie der Restbetrag aus der Heiz- und Betriebskostenabrechnung vom 11.01.2010.

Die Heiz- und Betriebskostenabrechnung für die Zeit vom 01.07.2009 bis 30.06.2010 - für Sie anteilig bis 31.12.2009 liegt noch nicht vor. Die Abrechnung erhalten Sie zeitgleich mit den übrigen Nutzern des Gebäudes.

Auf Grund einer vorläufufen Kostenschätzung muss wiederum mit einer größeren Nachzahlung gerechnet werden.

Vorläufig ergibt sich nachstehende Aufstellung:

Kaution €980,00
Verzinsung Kaution €21,23
Restbetrag aus Heiz- und Betriebskostenabrechnung vom 11.01.2010 €443,37
Emailschaden Badewanne €180,00

Vorläufiges Guthaben €399,09

Das Guthaben bleibt bis zum Vorliegen der noch ausstehenden Nebenkostenabrechnung hinterlegt.
..."

Nun stellt sich mir die Frage wie ich mich verhalten soll und welche Rechte und Pflichten ich habe denn zum einen habe ich die genannte Abrechnung vom 11.01.2010 nie erhalten, was ich zwar nicht beweisen kann aber meine Freundin bezeugen kann und zweitens der Betrag mir zu hoch erscheint und letztendlich drittens erscheint mir der Reparaturbetrag von 180€ zu hoch und aus der Luft gegriffen. Für mich klingt es als würde er eine nicht gemachte Reparatur in Rechnung stellen.

Soweit ich weiß, ist der Vermieter in der Pflicht den Erhalt der Nebenkostenabrechnung innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnunszeitraums nachzuweisen. Dies würde bedeuten, dass die gestellte Forderung in Höhe von 443,37€ hinfällig ist.

Ergänzend sollte ich erwähnen, dass in meinem Mietvertrag festgelegt ist, dass eine Auszahlung der Kaution 6 Monate nach Ende des Vertragsverhältnisses erfolgt.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Fragestellung:
1. Schaden an der Badewanne
2. Betriebskostenabrechnung

zu 1.: Unabhängig vom Inhalt des Mietvertrages sind Schäden an der Mietsache stets vom Mieter zu tragen. Sie müssten beweisen, dass der Schaden an der Badewanne bereits bei Einzug vorhanden war, um nicht ersatzpflichtig zu sein. Ggf. könnten Sie den Vormieter befragen, falls er Ihnen bekannt ist. Sofern er das Vorhandensein bei seinem Auszug bestätigt, würde dies genügen. Zur Höhe sollten Sie sich die Rechnung oder Kostenvoranschlag zeigen lassen. Kleine Emailschäden lassen sich ohne Austausch der gesamten Badewanne für wenig Geld ausbessern. Im Übrigen ist der Anspruch auf Ersatz gem. § 548 Abs. 1 BGB verjährt (kurze 6-monatige Verjährungsfrist. Allerdings kann der Vermieter mit dem Betrag trotz der Verjährung gem. § 215 BGB die Aufrechnung erklären. Erfahrungsgemäß wissen dies jedoch nur wenige. Sie sollten versuchen, dem Vermieter die Verjährung entgegenzuhalten. Die Aufrechnungsmöglichkeit behalten Sie dabei besser für sich!

zu 2.: Gem. § 556 Abs. 3 Satz 3 BGB verjähren Betriebskosten zum Ablauf des 12. Monats nach Beendigung des Abrechnungszeitraums. Die Betriebskostenabrechnung vom 01.07.2007 bis 30.06.2008 ist mithin seit 01.07.2009 verjährt; die Betriebskostenabrechnung vom 01.07.2008 bis 30.06.2009 ist seit 01.07.2010 verjährt. Entgegen Ihrer Vermutung müssen nicht Sie unter Mithilfe Ihrer Freundin den Zugang der Betriebskostenabrechnung am 11.01.2010 beweisen, sondern der Vermieter. Es genügt, dass Sie den Erhalt abstreiten.
Lediglich der Zeitraum vom 01.07.2009 bis 30.06.2010 ist noch nicht verjährt. Gemessen an der vergangenen Nachzahlung von ca. 400,00 für ein ganzes Jahr kann die geschätzte Nachzahlung für das noch offene halbe Jahr nur bei etwa 200,00 liegen. Mit einem Sicherheitszuschlag von höchstens 100,00 darf der Vermieter von Ihrer Kaution maximal 300,00 zurückhalten. Sie wären gut beraten, die restliche Kaution von 700,00 schnellstmöglich einzufordern bzw. einzuklagen. Sofern er dann nicht im Prozess die Aufrechnung mit dem Badewannenschaden erklärt, geht ihm diese Möglichkeit ggf. verloren.



Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Heizkostennachzahlung

Abschreibungen in der Einkommenssteuererklärung | Stand: 02.07.2015

FRAGE: Im Jahr 1996 schafften wir zwei Photovoltaikanlagen an in Verbindung mit einer 900 Ah Speicheranlage. Über den Wechselrichter konnte ich mittels manueller Einstellungen die Aufladung des Speicher...

ANTWORT: Ich halte Ihren Standpunkt grundsätzlich für zutreffend, jedenfalls dann, wenn die Investition nicht insgesamt eine komplett neue Anlage betrifft, sondern als Ersatz und Weiterführung de ...weiter lesen

Geschäftsfahrzeug ummeldenin Privatfahrzeug | Stand: 11.02.2014

FRAGE: Ich möchte aus alters- und gesundheitlichen Gründen mein Fahrzeug EZ 06/2013 vom geschäftlichen- ins private Gebrauch/Vermögen ummelden. Grund: Laut Steuererklärung habe ich da...

ANTWORT: Der Zeitpunkt der Entnahme richtet sich nach den tatsächlichen Verhältnissen. Es handelt sich um einen Realakt und darf nicht einfach nur so auf dem Papier festgelegt werden. In dem Augenblick ...weiter lesen

Krankenkasse behält Beiträge ein | Stand: 14.09.2012

FRAGE: Ich bin Student (36), einkommenslos (finanzielle Unterstützung durch die Eltern), und habe eine Beitragserhöhung von meiner Krankenkasse erhalten, da ich der Aufforderung zur Einkommenserklärun...

ANTWORT: Sehr geehrter Herr Ahnert,das Vorgehen der Barmer entspricht den gesetzlichen Grundlagen des § 240 Abs.4 SGB V.Danach ist für die Beitragsbemessung bei freiwillig versicherten Mitgliedern ei ...weiter lesen

Unterhalt zahlen bei niedrigem Einkommen | Stand: 06.06.2011

FRAGE: Meine Zwillingstöchter (15 Jahre) leben seit der Trennung 2010 bei mir.Nun möchten Sie zu ihrem Vater ziehen.Ich arbeite (50%) in der Altenpflege.Wegen eines Bandscheibenvorfalls und Arthros...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin , wie Sie selbst vermuten, ist die Unterhaltsverpflichtung an das Einkommen, insbesondere dessen Höhe gekoppelt. Nach der für die Höhe des Unterhaltsbetrages un ...weiter lesen

Waren bestellt aber nie bekommen | Stand: 10.02.2011

FRAGE: Ich habe gegen Vorkasse eine Bestellung gemacht, das Geld überwiesen, aber die bestellte Ware nicht bekommen. Auch keine weitere e-mail auf eine anfrage meinerseits. Das Geld wurde an ein Konto be...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,meine Recherchen im Internet haben ergeben, dass davon auszugehen ist, dass von A. betriebene Webseiten, auf denen der Kauf von Gold angeboten wird, betrügerischer Natur sind ...weiter lesen

Beitragsanforderungen der Krankenversicherung bei Freiberuflern | Stand: 22.04.2010

FRAGE: Meine Frau ist freiberuflich tätig und hatte im Januar 2009 ein Ausbildungshonorar von 369,44 EUR. Aus der freiberuflichen Tätigkeit hatte sie im Januar 280 Eur. Von September bis Dezember hatt...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Beitragsanforderung der Krankenversicherung rechtmäßig ist.Eine Krankenversicherung im Rahmen der Familienversicherung besteh ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.820 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 21.03.2017
Toll, dass es Sie gibt!!

   | Stand: 20.03.2017
Alles top! Habe zweimal angerufen, weil das Gespräch unterbrochen wurde. Beide Anwälte sagten das gleiche. Sehr professionell.

   | Stand: 19.03.2017
Freundlich, kompetent und ergebnisorientiert

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Mietrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Mietrecht | Wohnungseigentumsrecht | Abschlag | Abschlagszahlung | Betriebskostennachzahlung | Betriebskostenrückzahlung | Betriebskostenvorauszahlung | Heizkostenpauschale | Mietenzahlung | Mietrückzahlung | Mietschulden | Mietverjährung | Mietzahlungen | Nachzahlung | Nebenkostennachzahlung | Nichtzahlung | Nutzerwechselgebühr | Verzugszins | Sowiesokosten | Säumnis | Mietnachzahlung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen