Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Bürgschaft und der Beschluss zur Zwangsversteigerung


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Florian Wehner
Stand: 25.05.2010

Frage:

Ich habe eine Bürgschaft gegenüber einer Bank abgegeben. Zugleich eine Grundschuld eintragen lassen mit abstraktem Schuldversprechen §780. Die Hauptforderung für die ich gebürgt habe ist seit 2008 verjährt. Trotzdem will jetzt in 2010 die Bank aus der Grundschuld vollstrecken.

In den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank, die dem Grundgeschäft beigelegt waren ist festgelegt, dass die Bank das Objekt nur außergerichtlich versteigern oder verwerten kann. Auch ist in den Geschäftsbedingungen vermerkt, wenn kein Markt oder Börsenpreis vorhanden ist, durch einen Sachverständigen der Wert zu ermitteln ist und dann der Kunde, bzw. der Sicherungsgeber eine Frist zum Verkauf mindestens zum Schätzwert erhalten muss. Diese Möglichkeit wurde mir bisher nicht eingeräumt. Nun betreibt aber die Bank ohne Berücksichtigung ihrer eigenen Geschäftsbedingungen eine Zwangsversteigerung. In den Geschäftsbedingungen der Bank liegt österreichisches Recht zugrunde.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

1. Für die Bürgschaft gilt der Grundsatz der Akzessorietät; will heißen: die Bürgschaft folgt dem Schicksal der Hauptforderung. Ist diese erloschen, oder durch eine Berufung auf Verjährung steht ihr eine rechtshemmende Einwendung entgegen, kann auch nicht auf die Bürgschaft zurückgegriffen werden. Möglicherweise - sofern sich der Schuldner der Hauptforderung noch nicht auf die Einrede der Verjährung berufen hat - weiß die Bank von der Verjährung noch gar nichts bzw. hat dies nicht geprüft.

Dies aber bitte nur unter Vorbehalt der Nachprüfung: Ich übernehme hier ungeprüft Ihre Behauptung, die Forderung sei 2008 verjährt ( bei der es sich anzunehmenderweise um die Darlehensforderung handelt).

2. Gegen einen Beschluß, der die Zwangsversteigerung anordnet, steht Ihnen in Deutschland ein Beschwerderecht zu: in aller Regel werden Sie im Rahmen eines gerichtlich angeordneten Zwangsversteigerungsverfahrens auch zuvor angehört. In dieser Anhörung - oder in der Beschwerdeschrift - können Sie einwenden, dass man sich auf ein aussergerichtliches Versteigerungsverfahren verständigt hat und Sie zuvor die Möglichkeit der freihändigen Veräusserung zum Schätzwert erhalten müssen. Legen Sie hierzu die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank vor.

3. Zusätzlich würde ich hier die Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe empfehlen, um nicht das Versäumnis allfälliger Fristen zu riskieren: es sollte ein weiteres Schreiben an die Bank gerichtet werden, wo ihr für den Fall der Fortsetzung des ZVG-Verfahrens Schadensersatzansprüche angedroht werden und sie aufgefordert wird, zu erklären, warum sie entgegen ihrer eigenen Geschäftsbedingungen agiert. Dies gilt natürlich auch bei der Geltung österreichischen Rechts.



Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Aufzinsen

Darlehensvertrag vorzeitig abbezahlen - Vorfälligkeitsentschädigung? | Stand: 14.02.2013

FRAGE: Wir möchten einen Darlehensvertrag vorzeitig abbezahlen.Das "Darlehen mit anfänglichem Festzins" endet am 30.03.2015Wir haben gehört dass durch ein Gerichtsurteil bei fehlerhaftem Widerrufsrecht...

ANTWORT: In Frage kommt einmal das ordentliche Kündigungsrecht nach § 481 BGB bzw. ein Widerruf des Verbraucherkredits nach § 355 BGB. 1. Kündigung nach § 481 BGB *1)Nach den Umstände ...weiter lesen

Zählt ein Darlehen als Einkommen? | Stand: 22.03.2012

FRAGE: Mit meinem Bruder der bereits seit einigen Jahren arbeitslos ist und zudem einiges an Schulden angehäuft hat, habe ich einen Vertrag über ein zinsloses Darlehen abgeschlossen, welches noch bi...

ANTWORT: Es war einige Jahre lang in der Rechtsprechung der Sozialgerichte umstritten, wie Darlehen zu behandeln sind. In der Tat gab es einige Gerichte, die die Anrechenbarkeit als Einkommen von der Frage abhängi ...weiter lesen

Grundbucheintragungen - Enterbung durch Tante verhindern | Stand: 02.01.2012

FRAGE: Betreff: GrundbucheintragungenEs handelt sich um folgendes:Meine Tante (88 J.) hat mir 1995 bereits die Hälfte ihrer Eigentumswohnung (unbelastet) notarisch übertragen. Ich bin also hälfti...

ANTWORT: Durch die Übertragung des Miteigentums und die Eintragung des Miteigentumsanteils im Grundbuch haben Sie eine sichere und unentziehbare Rechtstellung erworben, die von Dritten - auch dem anderen Miteigentumsbesitzer ...weiter lesen

Darlehensvertrag vorzeitig kündigen - ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen? | Stand: 03.09.2011

FRAGE: Es geht um die Möglichkeit der ordentlichen Kündigung meines Darlehens, das ich zum Kauf einer Wohnung abgeschlossen habe. Dieses Darlehen ist nicht durch eine Grundschuld, sondern durch mei...

ANTWORT: Frage 1.: Habe ich aufgrund dieser Klauseln das Recht, den Darlehensvertrag ohne die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zu kündigen?Vom Grundsatz her liegen Sie mit Ihrer Vermutun ...weiter lesen

Nachteile bei der vorzeitigen Kündigung einer Police | Stand: 20.10.2010

FRAGE: Im April 2009 haben mein Mann und ich als gemeinsame Darlehensnehmer einen größeren Kredit aufgenommen. Dazu wurde uns auch eine Restschuldversicherung aufgedrängt. Der Beitrag zu diese...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin, gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt: leider ist in praktisch jeder Versicherungssparte die vorzeitige - also vor der vereinbarten Laufzeit - Kündigung einer Polic ...weiter lesen

Titulierung der Forderung und Feststellung durch den Insolvenzverwalter | Stand: 18.03.2010

FRAGE: Ich habe einer Bekannten ca. 80 000 Euro geliehen - ohne Quittung (dennoch nachvollziehbare Überweisung und diverse Mails). Seit 2 Jahren hält sie mich mit der Zahlung trotz mehrmaliger Versprechunge...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Fragestellung:1. Titulierung der Forderung2. Feststellung durch Insolvenzverwalter3. StrafanzeigeZu 1.:Nach Ihrer Mitteilung haben Sie mit Ihrer Bekannten ein zinsloses Darlehen i.S.v ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.828 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 24.03.2017
kompetente Auskunft, alle Fragen wurden geklärt, sehr freundlich

   | Stand: 23.03.2017
Ruhige klare Antworten des RA Böckhaus, so wurde die erste Aufregung genommen. Vielen Dank

   | Stand: 22.03.2017
Beratung war kompetent und genau. Danke!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Beamtenrecht | Familienrecht | Zivilrecht | 609a | Auszahlungstermin | Avalgebühr | Basiszins | Bausparvertrag | Darlehen | Darlehen Ablösen | Darlehensforderung | Darlehenskündigung | Darlehensvertrag | Familiendarlehen | Kreditvertrag | Privatdarlehen | privates Darlehen | Schuldscheindarlehen | Bargeld

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen