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Vertrag verlängert sich ohne Willen der einen Partei


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Florian Wehner
Stand: 20.05.2010

Frage:

Habe im Januar 2010 über einen Dienstanbieter ein Angebot im Internet für einen Monat - diese Möglichkeit wurde ausdrücklich angeboten! - gebucht. Mein Konto wurde vertragsgemäß Anfang Februar belastet. Seitdem wurden unerwartet monatlich gleiche Beträge von der Firma W. abgebucht. Als ich das merkte, habe ich die Beträge zurückbuchen lassen. Kurz darauf erhalte ich Zahlungsaufforderungen des RA-Büros aus Hamburg. Ich habe dem umgehend schriftlich widersprochen

Ich erwarte eine weitere Zahlungsaufforderung. Was ist zu tun?

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

1. diese Diensteanbieter sind grundsätzlich problematisch - nach unseren Erfahrungen landen fast alle früher oder später auf einer schwarzen Liste. Wenn Sie einen Vertrag über einen Monat gemacht haben, bliebt es dabei - jede weitere Verpflichtung müsste die Gegenseite darlegen und beweisen.

2. Buchen Sie jeden Einzug weiterhin zurück, vereinbaren Sie ggf. mit Ihrer Bank, dass Einzüge dieser Firma generell nicht mehr ausgeführt werden.
Offensichtlich hat RA Ihr Schreiben ja nicht beantwortet, sondern verlegt sich auf ständige Mahnungen. Ich habe noch nie erlebt, dass eine dieser Firmen klagt, das ist denen in der Regel viel zu teuer.
Sollten weitere gleichlautende Mahnungen kommen, bei denen die Gebühren auch laufend höher werden, ignorieren Sie diese und wenden Sie sich für den - unwahrscheinlichen - Fall, dass Sie einen Mahnbescheid oder eine Klage erhalten, an einen Kollegen vor Ort, der Sie vertritt.

Verträge kann man bei uns nur unter entsprechenden Willenserklärungen schließen, die Sie ja nur für einen Monat hatten.



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