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Ausgestaltung der AGB für einen Onlineshop


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Andrea Fey
Stand: 18.05.2010

Frage:

Ich bin Fotografin und möchte meine Bilder gerne als Drucke in einem Online-Shop anbieten. Der Shop ist soweit auch schon fertig. Als Künstlerin tue ich mich aber sehr schwer mit der rechtlichen Seite dieses Shops. Ein sehr leidiges Thema, das mich immer wieder davon abhält, diesen Weg zu gehen.

Mein Waren-Angebot sähe folgendermaßen aus:

1. Klappkarten in kleiner Stückzahl, fertig gedruckt in bestimmten Stückzahlen "am Lager"
2. Drucke meiner Fotografien auf verschiedenen Materialien und in verschiedenen, festgelegten Größen. Diese Artikel würden "auf Maß" und erst nach Bestellung und Bezahlung gefertigt und an den Kunden versandt.

Mein Angebot richtet sich an Privatpersonen.

Ich benötige also AGB und Widerrufsbelehrung (und noch andere Dinge?) passend zu meinen Anforderungen. Meine Sorge gilt zum einen dem Thema Rücksendungen. Ich kann es mir nicht leisten, dass Menschen Drucke bestellen und sie dann wieder zurückschicken, weil sie es sich anders überlegt haben... und dann gibt es mein großes Angst-Thema Abmahnungen. Wie mache ich es am besten, mit möglichst wenig Ärger und wie erfahre ich von rechtlichen Änderungen, so dass ich die Dokumente im Shop entsprechend anpassen kann? Welche rechtlichen Grundlagen muss ich beachten? Und gibt es für meine Anwendung vorgefertigte Dokumente, die ich in meinem Shop verwenden kann?

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

1. Ich benötige also AGB und Widerrufsbelehrung (und noch andere Dinge?) passend zu meinen Anforderungen. Und gibt es für meine Anwendung vorgefertigte Dokumente, die ich in meinem Shop verwenden kann?

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass Sie neben den AGB und der Widerrufsbelehrung immer auch ein Impressum für Ihren Online-Shop benötigen.

Ein entspr. vorgefertigtes Dokument betreffend AGB und Widerrufsbelehrung finden Sie anbei im word-/doc-Format. Dieses können Sie gerne noch individuell auf Ihren Shop anpassen.

Zum Thema Impressum und Pflichtangaben weise ich auf die Internetseite
http://www.suchmaschinen-online.de/muster-impressum.htm hin, die u.a. einen Impressumsgenerator anbietet.

2. Meine Sorge gilt zum einen dem Thema Rücksendungen. Ich kann es mir nicht leisten, dass Menschen Drucke bestellen und sie dann wieder zurückschicken, weil sie es sich anders überlegt haben.

Aufgrund Ihrer beiden unterschiedlichen Warenangebote ist zu unterscheiden: Denn gem. § 312d Abs. 4 Nr. 1 BGB brauchen Sie einen Widerruf des Vertrages und damit eine Rücksendung für die ?auf Maß? gefertigten Drucke nicht zu befürchten. Denn gem. § 312d Abs. 4 Nr. 1 BGB besteht das Widerrufsrecht, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nicht bei Fernabsatzverträgen zur Lieferung von Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Demgegenüber besteht aber gegenüber Verbrauchern / Privatpersonen bei Fernabsatzgeschäften per Online-Shop keine Möglichkeit, das Widerrufsrecht und damit die Rücksendemöglichkeit für die am Lager fertiggestellten Klappkarten auszuschließen.

3. Wie mache ich es am besten, mit möglichst wenig Ärger und wie erfahre ich von rechtlichen Änderungen, so dass ich die Dokumente im Shop entsprechend anpassen kann?

Vor rechtlichen Änderungen ist leider niemand gefeit. Hier hilft nur ein aufmerksames Verfolgen der Presse (bspw. Kammermitteilungen der IHK) und/oder eine regelmäßige rechtliche Überprüfung Ihrer Homepage.



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