Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Überprüfung der Betriebskostenabrechnung anhand gesetzlicher Vorgaben


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 18.02.2010

Frage:

Uns wurde eine Nebenkostenabrechnung durch den Vermieter zugestellt. Wir sollen eine Nachzahlung von rund 1300 Euro leisten, was absolut zuviel ist. Die Abrechnung ist für uns undurchsichtig zumal der reale Verbrauch in unserer Wohnung ja nur geschätzt wird. Wir möchten eine Überprüfung dieser Abrechnung durch Sie vornehmen lassen. Dazu müßten wir diese faxen oder scannen und Ihnen zukommen lassen.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Fragestellung: Überprüfung der Betriebskostenabrechnung vom 01.12.2008 bis 31.01.2010

Die vorgelegte Betriebskostenabrechnung entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben und ist mithin unwirksam. Es handelt sich im Wesentlichen um die nachstehenden 4 Punkte:

1. Der Abrechnungszeitraum für Betriebskosten beträgt gem. § 556 Abs. 3 S. 1 BGB höchstens 1 Jahr. Abgerechnet werden hier jedoch gleich 14 Monate.

2. Der Monat Januar ist in die nächste Betriebskostenrechnung aufzunehmen und muss daher bei der aktuellen Betriebskostenabrechnung unberücksichtigt bleiben.

3. Gem. § 556 Abs. 3 S. 2 BGB ist die Abrechnung dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des 12. Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen. Der Monat 12/ 2008, der ebenfalls in die Betriebskostenabrechnung aufgenommen wurde, ist bereits verjährt und deshalb nicht mehr von Ihnen zu berücksichtigen und nachzuzahlen.

4. Wie Sie bereits selbst erkannt haben, haben Sie bislang 14 Vorauszahlungen in Höhe von 200,00, mithin insgesamt 2800,00 gezahlt.

Auf nachfolgende Rechnung sollten Sie sich einlassen: Zunächst sind von den Vorauszahlungen lediglich 13 Monate von Dezember 2008 bis Dezember 2009 zu berücksichtigen. Im Gegensatz zum Nachzahlungsanspruch des Vermieters für den Monat Dezember 2008 ist Ihre Vorauszahlung nicht verjährt. Die Vorauszahlung für Januar 2010 muss unberücksichtigt bleiben, weil diese erst in der nächsten Abrechnung auftauchen darf. Mithin haben Sie 13 x 200,00 = 2600,00 bis Ende 2009 gezahlt.

Die berechneten Gesamtkosten von 3.419,12 sind durch 14 Monate zu teilen und mit 12 Monaten zu multiplizieren, so dass sich ein Jahresbetrag von 2930,67 ergibt. Hiervon sind Ihre geleisteten Vorauszahlungen von 2600,00 in Abzug zu bringen, so dass Sie eine Nachzahlung von höchstens 330,67 zu zahlen haben.

Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des 12. Monates nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen, vgl. § 556 Abs. 3 S. 5 BGB. Sie sollten deshalb die oben aufgezählten Einwendungen erheben und die Betriebskostenabrechnung zurück gehen lassen. Gleichzeitig sollten Sie Ihrem Vermieter entgegenkommender Weise das Angebot unterbreiten, den Betrag von 330,67 zu zahlen. Damit sind die Betriebskosten bis einschließlich 31.12.2009 ausgeglichen und abgeholten.



Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Abrechnungsschlüssel

Vermieter muss Nebenkosten genau aufführen | Stand: 11.02.2015

FRAGE: Wir wohnen seit 1.12.2009 in einem Reihenhaus zur Miete. Laut Mietvertrag werden sämtliche Nebenkosten vom Mieter selbst bezahlt. Bisher waren das Gas, Wasser, Strom. Ich erhielt kürzlich eine...

ANTWORT: Zulässig ist, daß der Vermieter in seiner Abrechnung Ihnen die laut Mietvertrag im jeweiligen Abrechnungszeitraum zu tragenden Nebenkosten in der Nebenkostenabrechnung umlegt.Wenn Sie nach de ...weiter lesen

Krankenversicherung erstattet Kosten nicht | Stand: 31.07.2012

FRAGE: Ich bin seit ca. 20 Jahren privat bei der DKV versichert, ohne Wahlleistung Chefarzt-Betreuung. Bei einer Notaufnahme mit anschließendem Krankenhausaufenthalt im März diesen Jahres habe ic...

ANTWORT: 1. Persönliche Leistungserbringung durch den ChefarztGrundsätzlich ist der Chefarzt nicht verpflichtet, sämtliche Leistungen persönlich zu erbringen, um diese als Chefarztleistunge ...weiter lesen

Prüfung der Nebenkostenabrechnung | Stand: 03.11.2011

FRAGE: Es geht um die Prüfung einer Nebenkostenabrechnung, die uns nicht geheuer ist. ...

ANTWORT: 1. Abrechnung erstes Halbjahr 2010: Der Abrechnungszeitraum als solches muss nicht dem Kalenderjahr entsprechen, so dass der Zeitraum 01.07. bis 30.06. nicht zu beanstanden ist. Abzurechnen ist gem. § ...weiter lesen

Besteht eine Pflicht zur Nachleistung auf die Nebenkosten? | Stand: 06.10.2010

FRAGE: 1.) Ich hatte meine ehemalige Mietwohnung mit dreimonatiger Kündigungsfrist gekündigt, habe von den drei Monaten 1 Monat noch in der Whg gewohnt und bin dann umgezogen. Die Whg stand dann zwe...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,eine Nachleistung auf die Nebenkosten müssen Sie nur dann leisten, wenn der Vermieter die angefallenen Nebenkosten innerhalb eines Jahres angefordert hat. In 2010 müsse ...weiter lesen

Kostentragungspflicht der Reparatur- und Wartungskosten | Stand: 23.08.2010

FRAGE: Wir wohnen in einer Hauseigentümergemeinschaft von 5 Häusern mit einem gemeinschaftlichen Öltank für die 5 Häuser was in den Kaufverträgen für jeden jeweiligen Eigentüme...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Fragestellung: Kostentragungspflicht der Reparatur- und Wartungskosten des im Gemeinschaftseigentum stehenden Öltanks, an den von fünf Wohnungseigentümern nur (noch ...weiter lesen

Inwieweit darf der Verwalter einer WEG die Heizkostenverteilung bestimmen? | Stand: 09.03.2010

FRAGE: Ich wohne in einem Reihenhaus (Eigentum) das im Rahmen einer WEG verwaltet wird.Unser Verwalter will die Heizkosten wie folgt aufteilen:Grundkosten, nach m²Verbrauchte Einheiten, nach abgelesene...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,grundsätzlich ist die Kostenverteilung in § 16 Absatz 2 Wohnungseigentumsgesetz geregelt. Danach ist jeder Wohnungseigentümer den anderen Wohnungseigentümer ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.614 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.01.2017
Immer wenn ich anrufe werde ich sehr schnell und Kompetent beraten.Vielen Dank dafür

   | Stand: 16.01.2017
Vielen Dank für die sehr gute Beratung

   | Stand: 13.01.2017
Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Mietrecht | Baurecht (öffentliches) | Mietrecht | Wohnungseigentumsrecht | Abrechnungen | Abrechnungsfehler | Abrechnungsfrist | Abrechnungszeitraum | Endabrechnung | Hausabrechnung | Hausnebenkosten | Hausnebenkostenabrechnung | Heizkostenverteilung | Jahresabrechnung | Kostenabrechnung | Mietkostenabrechnung | Mietnebenkosten | Nachforderung | Nebenkostenabrechnung | Nebenkostenrechnung | Umlageschlüssel | Verbrauchsabrechnung | Verteilungsschlüssel | Wasserkostenabrechnung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen