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Mit Alkohol am Steuer erwischt - Welche Strafen sind zu befürchten?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 25.02.2010

Frage:

Ich wurde am 16.02.2010 mit Alkohol am Steuer erwischt. Eine Verkehrsgefährdung liegt nicht vor. Mein Alkoholgehalt wird bei ca 0,80% liegen. Im Jahre 1985 wurde ich schon einmal mit Alkohol erwischt. Meine Frage ist, kann ich mein Geld bzw Fahrverbot noch irgendwie beeinflussen? Ich bin Rentner, meine Rente beträgt 385,00 €.

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Unabhängig von etwaigen alkoholbedingten Fahrfehlern wird eine Alkoholfahrt ab 0,5 Promille bis zu 1,09 Promille als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld, einem Fahrverbot und Punkten in Flensburg geahndet. Der Erstverstoß wird mit 250,- Euro, 1 Monat Fahrverbot und 4 Punkten geahndet. Im Wiederholungsfalle beträgt das Bußgeld bereits 500,- Euro, 3 Monate Fahrverbot und 4 Punkte. Da Sie als Ersttäter gelten, ist mit einer höheren Ahndung nicht zu rechnen. Ihre Tat aus dem Jahr 1985 ist längst überall gelöscht und wird Ihnen nicht mehr vorgehalten.

Da es sich lediglich um eine Ordnungswidrigkeit, also keine Straftat handelt, werden Sie zunächst einen Anhörungsbogen erhalten. Sie haben dann Gelegenheit zur Stellungnahme, können aber auch nichts aussagen bzw. schreiben. Dann wird ein Bußgeldbescheid gegen Sie erlassen werden. Lassen Sie ihn rechtskräftig werden, haben Sie 4 Monate Zeit, um den Führerschein für einem Monat abzugeben. Legen Sie Einspruch ein, kommt es vor dem Amtsgericht zur Hauptverhandlung. Dort bestünde die Möglichkeit, auf ein Fahrverbot unter Erhöhung der Geldbuße zu verzichten, wenn Sie dringend beruflich auf die Fahrerlaubnis angewiesen sind. Allerdings dürfte dies bei Ihnen nicht in Betracht kommen, da Sie als Rentner vermutlich nicht zwingend auf die Fahrerlaubnis angewiesen sind.

Aufgrund Ihrer niedrigen Rente werden Sie auf Ihren Antrag die zu erwartende Geldbuße in Raten zahlen können. Den Antrag stellen Sie erst nach Rechtskraft des Bußgeldbescheides. Weitere Einflussmöglichkeiten haben Sie nicht. Da es sich lediglich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, erhalten Sie nach Ablauf des Monats die Fahrerlaubnis unbürokratisch wieder ausgehändigt oder auf Wunsch per Post zugeschickt.



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