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Betrugsmasche im Internet in Form von billigen Mietwohnungen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz
Stand: 15.02.2010

Frage:

Meine Tochter hat sich über das Internet für eine Wohnung in Düsseldorf interessiert. Kontakt wurde über E-mail-adresse aufgenommen in Manchester. Dabei wurde ausgehandelt, dass 500 Euro über eine Bank überwiesen werden mit der Zusage dann den Vertrag und die Schlüssel zu erhalten. Sollte ihr die Wohnung nicht gefallen, bekäme sie das Geld zurück. Nun hat sie aber stattdessen eine Nachforderung von 1500 Euro erhalten, auf die nun nicht eingegangen wurde. Auf ein E-mailschreiben an die bekannte Adresse kommt keine Antwort. Das ganze Unternehmen war dubios, da auch die Miete zu gering war. Aber,was kann man nun was unternehmen, um an das Geld zu kommen und denen das Handwerk zu nehmen?

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Sie sind leider mit der von Ihnen geschilderten Angelegenheit auf eine Betrugsmasche hereingefallen. Es handelt sich dabei um eine bekannte Vorgehensweise, bei der die Opfer mit vermeintlich günstigen Angeboten (hier günstige Miete) gelockt werden und dann einen Betrag überweisen sollen. Der Geldbetrag kann überall auf der Welt (also nicht nur in Manchester) mit einem (in der Regel gefälschten) Ausweis in bar abgeholt werden. Die Identität der Täter ist dabei nicht zu ermitteln.
Da man aufgrund der Überweisung festgestellt hat, dass Sie bereit sind, zu zahlen, versucht man nun mit der Nachforderung Sie zu weiteren Zahlungen zu bewegen ( erpressen. Dem sollten Sie natürlich auf keinen Fall nachkommen, da das Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zurückzuholen ist.

Ansprüche gegen die Fa. bestehen nach m.E. nicht, da diese den Betrag an den Berechtigten (wenn auch mit falscher Identität) ausgezahlt hat. Eben so wenig dürften Ansprüche gegen den Anbieter bestehen, da diese in der Regel nicht zur Überprüfung der Angebote verpflichtet sind und dafür nicht haften. Sie sollten den Anbieter aber von dem Fall benachrichtigen , um weiteren Missbrauch zu vermeiden.
Zudem sollten Sie bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt stellen, obwohl zu befürchten ist, dass die Täter nicht werden ermittelt werden können. Ich würde aus diesem Grund auch davon abraten, einen Rechtsanwalt mit der Vertretung zu beauftragen, da dadurch weitere Kosten ausgelöst werden würden, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erstattet werden können.

Sehr geehrte Mandantin, ich bedaure, dass ich Ihnen keine günstigere Mitteilung machen kann. Leider ist diese Form des Betruges gerade im Internet weit verbreitet und die Aufklärungschancen sind sehr gering. Ich hoffe dennoch, dass ich etwas Klarheit in die Angelegenheit bringen konnte.



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