×
Deutsche Anwaltshotline
kostenlose Rechtsberatung
Zur App
Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Einsetzung der Enkelkinder als Erben im Rahmen eines Testaments


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy Riedel
Stand: 10.01.2010

Frage:

Meine Mutter möchte ihr Vermögen zu gleichen Teilen an ihre 16 Enkelkinder vererben. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen größeren Geldbetrag, den sie vor fünf Jahren einem ihrer sieben Kinder zum Kauf eines Hauses geliehen hat. Über den Vorgang gibt es jedoch keinen Darlehensvertrag oder Schuldschein - der Schuldner weigert sich heute, das nachträglich aufzusetzen. Es existiert lediglich eine Banküberweisung. Zum Zeitpunkt der Überweisung hatte ich das Geld treuhänderisch für meine Mutter verwaltet. Die Banküberweisung ging somit von meinem Konto aus an das Konto des Schuldners.
Welche Möglichkeiten hat meine Mutter nun, über ein Testament diese Geldsumme ihren Enkeln zu vererben. Und entsteht dann für den Schuldner hier mehr als eine moralische Verpflichtung durch eine entsprechende Willenserklärung?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-10
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann soll das darlehensweise gewährte Geld vererbt werden, das bedeutet, die Zahlung selbst wird nicht von einem Konto der Mutter selbst geleistet werden, sondern von dem Darlehensnehmer.

Im konkreten Fall wird Ihre Mutter hier testamentarisch eine Forderung vererben und zwar den Rückforderungsanspruch gegenüber dem Darlehensnehmer. Dieser soll den 16 Enkelkindern zustehen.
Das wäre an sich kein Problem. Mangels schriftlicher Vereinbarung mit dem Darlehensempfänger existiert jedenfalls nachweislich auch kein bestimmter Rückzahlungszeitpunkt, so dass mangels Fälligkeit des Rückzahlungsanspruchs wohl auch keine Verjährung eintreten kann.

Das Einzige was hier problematisch erscheint, ist der Nachweis, dass das Geld darlehensweise an den Darlehensnehmer gewährt wurde, damit der Rückforderungsanspruch Ihrer Mutter dokumentiert ist und von den Erben später geltend gemacht werden kann. Dieser Rückforderungsanspruch befindet sich im Nachlass und kann dann von den Erben geltend gemacht werden, was selbstverständlich mehr als nur eine moralische Verpflichtung darstellt. Allerdings muss derjenige, der sich auf einen Anspruch beruft, dessen Bestand auch beweisen können.

Ist denn schlussendlich aus der von Ihnen getätigten Überweisung nicht unter Umständen erkennbar, mit welchem Zweck die Überweisung erfolgte? Unter Umständen ließe sich das Problem so lösen.

Ansonsten wäre es auch so, dass Sie hier grundsätzlich als Zeuge fungieren könnten, allerdings dann nicht, wenn Sie selbst Erbe werden würden und somit in einem Rechtsstreit zur Partei würden. Dann würde nämlich auch Ihre Zeugenaussage genügen, wobei selbstverständlich dieser Zeugenbeweis nicht so ?wertvoll? ist, wie ein Urkundenbeweis im Prozess. Ggf. läßt sich der Darlehensnehmer doch noch zur schriftlichen Abfassung bewegen, u.U. damit, dass man ihm klar macht, dass nicht Ihre Mutter allein mit der Angelegenheit befasst war und somit für diesen Vorgang Zeugen existieren. Wenn er sich nicht zur schriftlichen Abfassung der Vereinbarung bereit erklärt, könnte man ihm auch die Kündigung des Darlehens und damit dessen Fälligkeit androhen. Wahrscheinlich fühlt er sich mangels Schriftlichkeit sicher, ohne zu erkennen, dass dies eine bloße vermeintliche Sicherheit ist. Der Vertrag ist durch die mündliche Vereinbarung genauso rechtsverbindlich wie eine schriftliche Vereinbarung. Durch Ihre treuhänderische Verwaltung stehen Sie als Zeuge zur Verfügung und stellen damit selbst einen Beweis dar.

Denkbar ist, dass Sie und Ihre Mutter für den Vorgang von damals zum jetzigen Zeitpunkt eine Dokumentation hinterlassen; sprich, dass niedergelegt wird, dass Sie treuhänderisch das Geld verwaltet haben und Ihre Mutter Ihnen die Anweisung zur Zahlung des Darlehensbetrages gegeben hat. Dieses Dokument sollten Sie gut aufbewahren. Ggf. gibt es über die treuhänderische Verwaltung weitere Dokumente, so dass dies weiter dokumentiert werden würde. Allerdings wäre die schriftliche Abfassung des Darlehensvertrages wichtiger.

Versuchen Sie mit diesen Informationen zur Beweisbarkeit des Vorgangs die Dokumentation zu erreichen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Rechtsauskunft - Geht das auch am Telefon?

Benötigte Unterlagen zur Beantragung eines Erbscheins | Stand: 10.01.2010

FRAGE: Was benötigt man an Unterlagen um für eine Erbengemeinschaft (3 Geschwister, 1 Neffe je 1/4 Erbanteil) beim zuständigen Nachlassgericht einen gemeinschaftlichen Erbschein zu beantragen...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin, gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit den für die Beantragung eines gemeinschaftlichen Erbscheins beim Nachlassgericht einzureichenden Unterlage ...weiter lesen

Anspruch auf Auskunftserteilung gegenüber Unterhaltsverpflichteten | Stand: 09.01.2010

FRAGE: Da sich ab Januar 2010 das Kindergeld und der Unterhalt für Trennungskinder erhöht hat, möchte ich 1. gerne wissen, in welchen Abständen ich einen Verdienstnachweis verlangen kann2...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Fragestellung:1. Anspruch auf Auskunftserteilung gegenüber Unterhaltsverpflichteten2. Kindesunterhalt für 7 und 11jähriges Kind ab Januar 2010-01-10Zu 1.:Die Auskunftspflich ...weiter lesen


Rechtsbeiträge
Interessante Beiträge zu Rechtsauskunft - Geht das auch am Telefon?

Hartz IV: Umgebauter VW-Bus gilt nicht als Unterkunft
| Stand: 15.04.2013

Nürnberg (D-AH) - Ist ein VW-Bus mit einem Schlafplatz ausgerüstet, so ist dieser nicht als Wohnraum zu betrachten, wofür das Amt Sozialleistungen entrichten müsste. Selbst dann nicht, wenn der Arbeitslose ...weiter lesen

Supermarkt haftet nicht automatisch für Verletzung nach Sturz
| Stand: 11.04.2013

Kommt es in einem Supermarkt zu einem Unfall, bei dem sich ein Kunde verletzt, steht das Unternehmen nicht zwingend in der Pflicht, Schadenersatz zu leisten. Zumindest dann nicht, wenn ausreichende Maßnahmen ergriffen ...weiter lesen

Verletzung durch eingebrochene Treppenstufe - Hauseigentümer muss Schmerzensgeld zahlen
| Stand: 10.04.2013

Bei einer Verletzung, welche durch eine brechende Treppenstufe verursacht wurde, kann der Hauseigentümer auf Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt werden. So entschied das Oberlandesgericht Hamm (I-6 U 16/12). Ein ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-10
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.944 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 21.07.2017
sehr freundlicher Rechtsanwalt, der mir durch klare Formulierungen eine große Klarheit gegeben hat und auch durch meine Bitte, mir diese nochmal zu wiederholen nicht genervt reagiert hat. Vielen Dank!

   | Stand: 19.07.2017
Vielen Dank an Herrn Rauhut für die äußerst aufschlußreiche Auskunft! Es ist grundsätzliche Klarheit im Vorgehen für uns bei dem sehr sachlichen und freudlichen Gespräch entstanden!

   | Stand: 19.07.2017
TOLL ERKÄRT SO DAS MAN ES VERSTANDEN HAT. SEHR HIFREICH. WÜRDE MICH ZU JEDER ZEIT WIEDER AN SIE WENDEN.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-10
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Allgemeine Rechtsfragen | Allgemeine Rechtsfragen | Arbeitsrecht | Familienrecht | 0190 Anwalt | Abmahnung | Anwaltsberatung | Beratung Rechtsanwalt | Erbrecht Anwalt | gesetzliche Fragen | juristische Beratung | Onlineanwalt | rechtliche Hilfen | Rechtsberatung – Wie komme ich dazu? | Rechtsfragen | Telefonberatung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-10
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen