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Errichtung einer Hundeschule in einer Gewerbehalle

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 24.11.2009

Frage:

Betreiben einer Hundeschule in einer Gewerbehalle:
Welche sich in einem Gewerbegebiet mit angrenzender Wohnbebauung befindet.
Bei einer Gruppengröße von max. 4 Hunden.

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

leider muss ich Ihnen die Mitteilung machen, dass ich nach Kenntnisnahme von den mir vorgelegten Unterlagen eher wenig Chancen für die Errichtung des Hundezentrums an der vorgesehen Stelle sehe.

Maßgeblich für die Genehmigung eines Bauvorhabens ist die planungsrechtliche Einstufung des Gebietes in dem das Bauvorhaben errichtet werden soll.

Bereits an dieser Stelle gibt es unterschiedliche Angaben: Während der Bescheid vom "unbeplanten Innenbereich" spricht, beschreiben Sie eine Gewerbehalle am Ortsende. Auf den ersten Blick passt dieses nicht zusammen.

Unterstellt man einmal, dass es sich um einen ungeplanten Innenbereich handelt, dann ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich in die nähere Umgebung einpasst. Es muss also geprüft werden, wie die Nachbarbebauung ist und welchen Charakter sie hat. Auch hier gehen die Angaben auseinander: Während Sie auf die ehemalige Schreinerei verweisen, stellt die Behörde die Wohnbebauung in den Vordergrund. Somit kann die nähere Umgebung sowohl den Charakter eines Misch- wie eines Dorfgebietes haben.

Die Einstufung ist entscheidend für die bauliche Nutzung und die Lärmimmissionen, die in einem solchen Gebiet zulässig sind. Aus diesem Grunde ist dann die Anfertigung eines Lärmgutachtens unabdingbar um festzustellen, ob der von der Einrichtung ausgehende Lärm in dem so qualifizierten Gebiet zulässig ist oder nicht. Es kommt also nicht darauf an, ob Sie 2 oder mehr Hunde haben sondern allein darauf, ob der von der Einrichtung ausgehende Lärm in einem Dorfgebiet/Mischgebiet zulässig ist.

Auch wenn es dabei maßgeblich auf objektive Kriterien ankommt, kann ich nur davor warnen, zu knappe Angaben zu den Hunden und den auszuübenden Tätigkeiten zu machen.
Geben Sie also an, dass maximal 4 Hunde untergebracht werden und wird dieses dann in die Genehmigung aufgenommen, droht die Stilllegung des ganzen Betriebes, wenn ein genervter Nachbar den fünften Hund sieht. Auch wären Angaben dahingehend unklug, dass sich die Hunde nur in der Halle aufhalten. Dann drohen Probleme, wenn sie sich doch einmal auf dem Freigelände aufhalten.

Fazit: Um das (teure) Lärmgutachten kommen Sie nicht herum. Ob danach die Einrichtung tatsächlich genehmigt wird, ist ohne weitere Angaben von hier aus nur mit Zurückhaltung zu werten.



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