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Mahnbescheid eines unbekannten Dienstleisters als Antragsteller/Gläubiger


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 04.11.2009

Frage:

Ich habe nach über einem Jahr einen gerichtlichen Mahnbescheid über einen offenen Betrag aus einem Dienstleistungsvertrag bekommen. Bei dem Betrag handelt es sich um 338 Euro (Hauptforderung), 23 Euro (Gerichtskosten Gebühr), 10 Euro (Mahnkosten) und 8,50 Euro (Zinskosten), also insgesamt 379,50 Euro. Mir ist in dieser Zeit keine Rechnung gestellt worden, weder habe ich eine Zahlungserinnerung, noch eine Mahnung bekommen. Dieser gerichtliche Mahnbescheid ist quasi das erste was ich von diesem Dienstleister seit über einem Jahr höre.

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Antwort:

Sehr geehrter Mandant,

Fragestellung: Mahnbescheid eines unbekannten Dienstleisters als Antragsteller/Gläubiger

Sie sollten zunächst an die 14tägige Widerspruchsfrist denken und fristgerecht Widerspruch einlegen. Dem Mahnbescheid ist ein vorgefertigter Widerspruch beigefügt, in welchem Sie nur ankreuzen müssen: Ich widerspreche dem Anspruch insgesamt. Dann unterzeichnen und an das Mahngericht schicken.

Der Gläubiger muss sodann, will er das Verfahren weiterbetreiben, die weiteren Gerichtskosten einzahlen, da das Gericht ansonsten nichts weiter veranlasst. Nach erfolgter Einzahlung wird das Mahngericht den Vorgang an das für Ihren Wohnsitz zuständige Amtsgericht abgeben. Das Amtsgericht fordert sodann den Gläubiger auf, seinen Anspruch in Form einer Klageschrift zu begründen. Spätestens mit Zustellung der Anspruchsbegründung erfahren Sie dann, welcher Sachverhalt dem Anspruch zu Grunde liegt.

Sollte der Anspruchsteller/Gläubiger das Verfahren nicht weiter betreiben, ist der Vorgang für Sie erledigt.



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