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Neue Nachbarn machen das Leben in der Mietwohnung unmöglich - Kann man dafür Schadensersatzansprüche geltend machen?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Andrea Fey
Stand: 14.10.2009

Frage:

Unter meiner Eigentumswohnung wird seit 10 Jahren die Wohnung vermietet an unterschiedliche Mieter: durch den Austausch des original Bodenbelages-Teppichboden gegen
Fliesen/Parkett ist es zu einer nicht hinnehmbaren Schallbelästigung gekommen. Dieses wurde von meiner Seite x-Mal der Vermieterin sowie der Verwaltung mitgeteilt, ebenso, dass die wechselnden Mieter es mit der Nachtruhe nicht genau nehmen.

Die jetzigen haben entgegen eines Beschlusses sowie der Hausordnung 2 mittelgroße Hunde ins Haus gebracht. Seit 4Wochen, mein Protest gegenüber der Vermieterin und der Verwaltung, die diese Wohnung vermietet hat und von einem kleinen ruhigen Hund sprach, sowohl Gespräche mit den neuen Mietern, sich an die Ruhezeiten zu halten, nutzten nicht. Die Hunde werden in der Zeit zwischen 23.00-24.00 nochmals ausgeführt, danach lautes Reden und Zurufen mit den Hunden. Vor 01.00h kann ich und mein Mann (Rentner) keinen Schlaf bekommen, ich muss aber um 05.45h aufstehen. Meine Gesundheit und die meines Mannes leiden darunter. Möchte die Vermieterin auf Schadenersatz, sowie Körperverletzung
verklagen, da durch die Vermietung meine Wohnung unbewohnbar wird. Möchte den Mieter auf Unterlassung verklagen. Möchte die Verwaltung wegen Erschleichung der Vermietung
durch Unterlassung der Wahrheit über die Hundehaltung verklagen und somit eine sofortig Kündigung dieser erreichen.

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Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

Dabei möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich sämtliche Ihnen durch die Ruhestörungen entstehende Kosten wie bspw. Arztkosten, Arzneikosten von der Vermieterin verlangen können, des weiteren auch Schmerzensgeld für die entgangene Nachtruhe und die damit einhergehende Gesundheitsbeeinträchtigung.

Diese wäre nach Möglichkeit von einem Arzt näher zu diagnostizieren.

Des weiteren stehen Ihnen aufgrund der Beeinträchtigung Ihrer Lebens- und Wohnqualität gegen die Vermieterin Mietminderungsansprüche zu, die allerdings je nach Dauer, Länge, Lautstärke und Intensität der Ruhestörungen sowie nach der Rechtsprechung der einzelnen Gerichte höchst unterschiedlich ausfallen. So käme eine Mietminderungsquote zwischen 5 und 25% in Betracht. Ich möchte Ihnen daher empfehlen, neben den o.g. Ansprüchen eine Mietminderung in Höhe von zunächst etwa 10% geltend zu machen und von den laufenden Mietzahlungen einzubehalten.

Des weiteren haben Sie selbstverständlich die Möglichkeit, die Mieterin selbst wegen der Störungen auf Unterlassung zu verklagen, da Sie hierdurch in Ihrem berechtigten Besitz gestört werden und da Sie mitteilen, dass nachweisbare Verstöße gegen die Nachtruhe und gegen die Hausordnung betreffend der Hundehaltung vorliegen.

Wegen der nächtlichen Ruhestörungen empfehle ich Ihnen ? zur Erzielung einer ?Soforthilfe? ? beim nächsten Vorfall die Polizei einzuschalten, die für kurzfristige Abhilfe schaffen sollte.



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