Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Mobbing am Arbeitsplatz führt zur Krankheit des Opfers und einer Abmahnung durch den Arbeitgeber


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Tobias Kraft
Stand: 06.10.2009

Frage:

Ich habe am TT.MM.JJJ eine Abmahnung erhalten zu einem Vorfall, der auf einem Missverständnis beruhte, aber da ich die ausführende Hand war, evtl. gerechtfertigt. Problem dabei ist } seit mehreren Monaten versucht meine Vorgesetzte (Pflegedienstleitung), die ich seit mehr als drei Jahren wegen Krankheit vertreten habe, mich durch kleine Intrigen, durch Drohung (ich möchte ihnen Gift geben), durch Ausgrenzen u. Ignorieren (bekomme keine wichtigen Informationen zum Arbeitsablauf u. dadurch entstehen Fehler)! Durch die ständige Ausgrenzung u. Zermürbung war ich die letzten 4 Wochen krank geschrieben. Nun habe ich die Befürchtung, dass dieser Zustand bis zur Kündigung weitergeht. Der Betrieb hat keinen Betriebsrat od. Mitarbeitervertretung an die ich mich wenden könnte.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sehr geehrte Mandantin,

vielen Dank für Ihre Rechtsfrage bei der E-Mail-Beratung der Deutschen Anwaltshotline, die ich auf der Grundlage des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts gern wie folgt beantworte.

Sofern die Abmahnung nicht gerechtfertigt war, können Sie von Ihrem Arbeitgeber verlangen, dass diese aus Ihrer Personalakte entfernt wird. Dies könnte notfalls auch vor dem Arbeitsgericht im Wege der Klage durchgesetzt werden. Zu den Erfolgschancen hierzu kann ich selbstverständlich mangels Kenntnis von den Einzelheiten keine Einschätzung abgeben. In der Regel ist es für den Arbeitgeber in der Praxis jedoch nicht ganz einfach, eine Abmahnung juristisch "wasserdicht" zu formulieren und nachzuweisen.

Sofern Ihre Vorgesetzte Ihnen gegenüber die Worte "ich möchte ihnen Gift geben" geäußert hat, dürfte dies sogar strafrechtlich relevant sein. Dies könnte als Bedrohung im Sinne des § 241 des Strafgesetzbuches aufgefasst werden. Ggf. empfiehlt sich vorliegend sogar eine Strafanzeige bei der Polizei. Die Frage ist hier allerdings, ob ihr nachgewiesen werden könnte, die Worte gesagt zu haben. Zumindest wenn dies unter vier Augen bzw. Ohren geblieben ist, wäre dies wohl kaum möglich.

Sie sollten aber in jedem Fall mit Ihrem Arbeitgeber über die Vorkommnisse und offensichtliche Schikanierungen reden, die in der Summe den Tatbestand des Mobbings erfüllen dürften. Ihr Arbeitgeber hat gegenüber Ihnen eine Fürsorgepflicht, woraus sich ergibt, dass er den Anschuldigungen nachgehen muss und den Betriebsfrieden durch geeignete Maßnahmen (z.B. Versetzungen, Umsetzungen) bewahren bzw. wiederherstellen muss.

Sofern Sie aufgrund der widrigen Gegebenheiten am Arbeitsplatz arbeitsunfähig erkrankt sind, ist dies grundsätzlich allein noch nicht problematisch. Wenn dieser Zustand jedoch länger andauert, könnte irgendwann eine Kündigung gerechtfertigt sein. Um hier vor einer wirksamen krankheitsbedingten Kündigung sicher zu sein, sollten die Fehlzeiten sich bei maximal 30 Arbeitstagen jährlich bewegen. Wird nämlich über einen Zeitraum von 2 bis 3 Jahren jeweils der Bereich von 30 Fehltagen jährlich überschritten, kann eine Kündigung bereits gerechtfertigt sein. Ihr Arbeitgeber kann Ihnen leider auch im Krankenstand kündigen.

Sofern Ihnen eine Kündigung zugeht, müssten Sie in jedem Fall innerhalb von 3 Wochen eine Klage hiergegen vor dem Arbeitsgericht einreichen. In der Regel lohnt es sich, um den Arbeitsplatz zu kämpfen bzw. durch Verhandlung hier zu einer Abfindung zu kommen, die in der Regel mindestens zwischen einem Viertel und einem halben Bruttomonatsgehalt je Beschäftigungsjahr liegt.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Mobbing

Streitigkeiten mit Nachbarn | Stand: 06.08.2012

FRAGE: Vorab kurz die Lage. Ich habe Probleme mit meinen Nachbarn. Das Verhältnis war bis vor einiger Zeit recht gut. Nachdem ich bemerkt habe, dass ich nur belogen werde, habe ich aufgehört mit de...

ANTWORT: Ihrer Schilderung zur Folge, gibt es mit beiden angrenzenden Nachbarn Zwistigkeiten, die sich leider langsam zuspitzen und für Sie das Miteinander stark negativ beeinträchtigen. Sie spreche ...weiter lesen

Arbeitsverhältnis beenden und Sperrzeit vermeiden - geht das? | Stand: 13.01.2012

FRAGE: Ende Oktober wurde ich von meinem Hausarzt wegen Burn Out krankgeschrieben, dies war bis 09.12.2011. Um nicht weiter krankgeschrieben zu sein, wollte ich dafür meinen Resturlaub aus 2010 nehmen bi...

ANTWORT: Frage 1.: Wie kann ich hier verfahren oder was sollte in der Kündigung stehen, dass es auch vom Arbeitsamt anerkannt wird. Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts wird eine Sperrzeit nac ...weiter lesen

Aufhebungsvertrag unterschreiben - Arbeitgeber | Stand: 11.04.2011

FRAGE: Es ist keine Arbeit mehr für mich in der Firma, Mobbing, Erpressung zur Unterschrift für einen Aufhebungsvertrag solange wird mein Gehalt zurückgehalten, mein Arbeitsplatz wurde durch eine...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,ich kann Ihnen in Ihrer Situation nur raten kurzfristig die Hilfe eines Rechtsanwaltes in Anspruch zu nehmen. Über die Kosten sollten sie sich keine Gedanken machen; da Sie derzei ...weiter lesen

Urheberrecht bei Blogeinträgen und rechtliches Vorgehen bei Mobbing im Internet? | Stand: 15.02.2011

FRAGE: Ich habe das Problem, dass Beiträge, die ich in einem öffentlichen Forum eines sozialen Netzwerkes schreibe von Leuten unter Blogartikel kopiert oder verlinkt werden und ich dabei gemobbt werde.Zwa...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,laut Ihrer Darstellung des Sachverhaltes gehen Sie davon aus, dass die Beiträge, die Sie für Blogs verfassen, urheberrechtlichen Schutz genießen. Grundsätzlic ...weiter lesen

Angebliches Mobbing einer Mitarbeiterin soll im Rahmen einer Betriebsratssitzung besprochen werden | Stand: 09.11.2009

FRAGE: Wir haben in unserer Filiale (Bank) ein Problem. Eine Mitarbeiterin hat sich bei der Geschäftsleitung - Betriebsrat beschwert, wir würden sie mobben. Dies sollen wir geäußert haben...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandant,Sie sollten das Thema im Rahmen der Betriebsratssitzung nochmals ansprechen und zu den gegen Sie und Ihre Kollegen und Kolleginnen erhobenen Anschuldigungen Stellung nehmen. Wenn ic ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Arbeitsrecht
Interessante Beiträge zu Mobbing

Was gegen Mobbing am Arbeitsplatz zu tun ist
| Stand: 20.06.2016

Es gibt verschiedene Definitionen für das, was als Mobbing bezeichnet wird. Eine ganz brauchbare Definition stellt darauf ab, dass der Arbeitnehmer von Vorgesetzten oder Kollegen angefeindet, schikaniert oder diskriminiert ...weiter lesen

Mobbing am Arbeitsplatz - Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
| Stand: 13.05.2014

Häufig müssen sich die Arbeitsgerichte bei so genannten „Mobbingklagen“ mit der Frage beschäftigen, ob dem Arbeitnehmer ein Schadensersatzanspruch gegen den Arbeitgeber zusteht, weil dieser den ...weiter lesen

Schmerzensgeld wegen Mobbing: Kann der Anspruch verfallen?
| Stand: 11.11.2013

Mobbingopfer, die mit einer Schmerzensgeldklage zwei Jahre warten, verlieren ihren Anspruch auf eine mögliche Entschädigung. Das hat das Landesarbeitsgericht Nürnberg entschieden (Az. 5 Sa 525/11). Ein ehemaliger ...weiter lesen

Mobbing am Arbeitsplatz - Wie Betroffene reagieren sollten
| Stand: 03.06.2013

Mobbing im Arbeitsleben ist für viele Arbeitnehmer tägliche Realität. Die Zahl der Arbeitnehmer, die von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen sind und die Anzahl der durch Mobbing verursachten Fehlzeiten sind ...weiter lesen

Cholerischer Chef mobbt nicht
Nürnberg (D-AH) - Wenn ein chronisch cholerischer Chef über Jahre hinweg immer wieder einmal seine Untergebenen in aller Öffentlichkeit anpöbelt und aufs Übelste beschimpft, stellen seine spontanen Ausfälle noch lange kein ...weiter lesen

Lehrer-Mobbing
Nürnberg (D-AH) - Wird der eigene Vize vom Schuldirektor aus dem Lehrerzimmer verbannt und muss stattdessen die Dienstzeiten in einem extra für ihn eingerichteten Kellerraum absitzen, bleibt auch die gerichtliche Fo ...weiter lesen

Mobbing unter Ärzten
Nürnberg (D-AH) - Ein Oberarzt, den der Chef seiner Abteilung mobbt, hat Anspruch auf Schmerzensgeld. Allerdings muss ihm seine Klinik keinen gleichwertigen Arbeitsplatz ohne Weisungsbefungnis des bisherigen Vorgesetzten an ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.845 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 28.03.2017
RA Andreas Wegener ist ein kompetenter und freundlicher Anwalt - sehr empfehlenswert! Die Anwaltshotline ist ein guter Service, den ich schon häufig und gerne genutzt habe, um schnell und unkompliziert kompetente Antworten auf kinifflige Fragen zu bekommen.

   | Stand: 28.03.2017
ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

   | Stand: 27.03.2017
Ich bin sehr zufrieden mit den Antworten . Ich kann diese hotline nur weiterempfählen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Arbeitsrecht | Strafrecht | Androhung | Bedrohung | Drohung | Gewaltandrohung | Gewaltverherrlichung | Illegaler Waffenbesitz | Kampfhund | Nötigung | Telefonterror | Überfall | Vandalismus | Waffenbesitz | Waffendelikt | häusliche Gewalt | Nachstellung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen