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Internetfalle - Widerrufsrecht angeblich erloschen!


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Florian Wehner
Stand: 11.08.2009

Frage:

Ihr Widerrufsrecht ist erloschen. Dies hat zur Folge, dass Sie den geschlossenen Vertrag nicht mehr wirksam widerrufen können. Das Widerrufsrecht erlischt mit Ablauf der 2wöchigen Widerrufsfrist (§ 3 Abs. 1 der AGB). Außerdem - in Ihrem Fall - erlischt das Widerrufsrecht, wenn Sie die
Dienstleistung, also den Mitgliederbereich des Internetangebots, in Anspruch nehmen
(§ 312d Abs. 2 Nr. 2 BGB). Dies ist der Fall, wenn Sie sich in den Kunden-Bereich einloggen. In diesem Fall gilt die 2wöchige Frist nicht. Dies ergibt sich aus dem Gesetz (§ 312d Abs. 2 Nr. 2 BGB) sowie den AGB (§ 3 Abs. 1 der AGB). Daher haben wir Sie aufzufordern, die Zahlung fristgerecht zu leisten.

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Antwort:

Eine der typischen Internetfallen. Sofern Sie überhaupt darauf reagieren, lehnen Sie die Forderung ab und verweisen Sie die Leute auf den Klageweg. Sofern Sie keinen Vertrag abschliessen wollten, wird Sie kein Richter verurteilen - allerdings habe ich in meiner Praxis noch nie erlebt, dass eine von diesen ohnehin bereits bekannten Firmen geklagt hätte. Die verdienen ihr Geld mit Leuten, die sich einschüchtern lassen. Lassen Sie sich auch von Inkasso- oder Rechtsanwaltsschreiben nicht schrecken. Die hängen meist zusammen und sind nur Mittel zum Zweck.
Sie können insbesondere nicht auf Ihr Widerrufsrecht verzichten.



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