Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Telefon-Hotline fordert zur Zahlung von 75 Euro auf


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Peter Muth
Stand: 06.08.2009

Frage:

Ich habe anhand einer Werbeanzeige in der Bild-Zeitung eine Festnetznummer einer Telefonsexhotline angerufen. Nachdem die Ansage des Preises kam - 75 Euro - habe ich sofort aufgelegt. Einige Tage später kam ein Anruf einer Poststelle der Post mit dem Hinweis, dass meine Anschrift nicht korrekt gelesen werden kann. Dumm, wie ich war, habe ich die Anschrift angegeben und wiederum einige Tage später von einer Firma Post bekommen, mit der Aufforderung, 75 ? zu zahlen. Die Rechnung erfolgte ohne Steuerkennzeichen, ohne Mehrwertsteuerangabe. Ich hatte bei zwei Festnetznummern angerufen, somit gab es zwei Rechnungen. Ich habe per Einschreiben widersprochen und auf Mägel der Rechnung hingewiesen sowie auf die nicht in Anspruch genommene Dienstleistung (meine Telefonrechung weist die beiden Gespräche jeweils mit einer Minute aus).

Es wurde nicht reagiert, stattdessen kamen zwei weitere Rechnungen. Ich habe wieder reagiert und mit einer Anzeige gedroht. Mittlerweile habe ich zwei Briefe eines Inkassounternehmens vorliegen mit einer Zahlungsauffoderung.

Meine Frage: genügt in diesem Fall ein Nichtreagieren oder sollte ich besser Anzeige wegen Betrugs stellen? Was muss ich sonst noch beachten?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Zu Ihrer Frage:

Sie brauchen im Moment nicht weiter auf die Forderungen der Gegenseite zu reagieren;

da Sie bereits das Wesentliche geschrieben haben, nämlich, dass Sie die Dienstleistung nicht in Anspruch genommen haben, brauchen Sie das nicht zu wiederholen, zumal Sie das Schreiben per Einschreiben versendet haben.

Sie müssen allerdings damit rechnen, dass in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen weitere Mahnungen eingehen, hierbei können sich Inkassounternehmen gelegentlich auch mit Rechtsanwälten abwechseln;


letztlich kommt die Gegenseite aber nicht an Ihr Geld, ohne dass ein gerichtliches Verfahren durchgeführt würde;

Firmen wie hier die Gegenseite scheuen in aller Regel die Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser, so dass schon deswegen Forderungen praktisch niemals gerichtlich geltend gemacht werden.


Die Unseriosität der Gegenseite sieht man schon daran, abgesehen vom Namen, dass die Rechnung ohne Steuer- und ohne Rechnungsnummer erfolgte, und Sie auf Ihren Widerspruch hin zwei erneute Rechnungen bekommen;

schon das allein macht es quasi unmöglich, die Rechnungen steuerlich richtig zu verbuchen.


Desweiteren ist auch der fingierte Anruf der "Poststelle" der Post ein Merkmal der Unseriosität des Gegners.

Desweiteren ist die Gegenseite entsprechend bekannt, wie Sie schreiben.


Desweiteren ist die Gegenseite eine sogenannte ?Limited? (Ltd) in Übersee; diese Rechtform wird quasi nur von Betrügern oder Pleitegeiern gewählt.

Desweiteren sind die Rechnungen insgesamt überaus dilettantisch gestaltet.


Die Gegenseite kann auch keine Nebenkosten in dem erwähnten Rahmen geltend machen; zum Beispiel liegt der gesetzliche Zinssatz kaum halb so hoch, wie das, was die Gegenseite berechnet.

Inkassokosten müssen sowieso nicht erstattet werden, auch wenn Inkassobüros das immer anders darstellen.


Für (berechtigte!) Mahnungen können allenfalls 1-2 ? berechnet werden; die Forderungen der Gegenseite sind reine Phantasiegebilde.


Da Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, brauchen Sie auch nichts zu bezahlen.

Es steht insbesondere nicht zu befürchten, dass ein Inkassomitarbeiter zu Ihnen nach Hause kommt oder Ähnliches.


Ganz abgesehen davon ist der gerichtliche Aufwand für ob die Beitreibung von zweimal 75,00 ? immens; die Klage müsste an Ihrem Wohnsitz geführt werden, ein Rechtsanwalt müßte sie verfassen, und dann mindestens einen, wahrscheinlich wegen einer Beweiserhebung auch zwei Termine wahrnehmen, mitsamt der Anfahrt, und würde an der ganzen Sache ca. 110 ? brutto, und damit ca. einen Netto-Reinverdienst in Höhe von 15 erwirtschaften. Daher ist in aller Regel kein Anwalt dazu bereit, ein solches gerichtliches Verfahren durchzuführen.


Sollte die Gegenseite, was aber schon eine starke Ausnahme von der üblichen Praxis wäre, einen gerichtlichen Mahnbescheid gegen Sie beantragen, müssten Sie hiergegen fristgerecht Widerspruch einlegen. Bis dahin brauchen Sie nicht weiter zu reagieren.
Da bereits der Mahnbescheid die Gegenseite 23,00 ? Gerichtskosten kostet, kommt dieser schon fast nie;
wenn Sie Widerspruch dagegen einlegen, was durch einfaches Ankreuzen geschieht (das Ausfüllen ist selbsterklärend), ist die Gegenseite wieder in die Notwendigkeit der Klage gezwungen.


Daher ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass sich die Sache nach ein paar Mahnungen von selbst erledigt.

Schauen Sie sicherheitshalber in regelmäßigen Abständen, ob von einem Ihrer Konten unberechtigt Gelder abgebucht werden; sollte dies je geschehen, können diese Kosten innerhalb von sechs Monaten ab der Abbuchung durch Hinweis an die Bank wieder zurückgebucht werden; was nichts kostet.

Sie hatten angefragt, ob Sie Anzeige wegen Betruges stellen sollen; hierzu Folgendes:

Hierzu gibt es keine rechtliche Notwendigkeit, aber es besteht natürlich die Möglichkeit.

Die Anzeige wegen Betruges hat zunächst mit der Frage, ob und wie die Gegenseite die Forderung geltend macht, nichts zu tun;


die Anzeige kostet allerdings nichts, das Verfahren wird von Polizei und Staatsanwaltschaft betrieben, so dass Sie auch keine übermäßigen Aufwand damit haben:

ob es die Gegenseite allerdings von weiteren Mahnungen abhalten wird, ist zweifelhaft; zumal die Beitreibung der Forderung meisst im automatisierten Verfahren läuft, so dass individuelle Antworten oder Reaktionen Ihrerseits mehr oder weniger nie berücksichtigt werden (können).


Drohen Sie der Gegenseite aber nicht mit der Anzeige, sondern erstatten Sie diese oder lassen Sie es.

Ansonsten ist es, wie gesagt, das Beste, wenn Sie die Sache aussitzen wie beschrieben.
Reagieren müssen Sie nur auf gerichtliche Schreiben, die höchstwahrscheinlich nicht kommen werden.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Telefonabzocke

Pflicht des Erbschaftsbesitzers zur Kundgabe des Bestands der Erbschaft | Stand: 26.10.2010

FRAGE: Auf Grund einer Vorsorgevollmacht habe ich 3 Jahre lang eine entfernte Verwandte "betreut". Lt. Vollmacht habe ich im Innenverhältnis in ihrem Auftrag Überweisungen vorgenommen, Geld vom Kont...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,nach § 2027 BGB ist der Erbschaftsbesitzer verpflichtet, dem Erben über den Bestand der Erbschaft und über den Verbleib der Erbschaftsgegenstände Rechnung z ...weiter lesen

Smartphone verursacht Hohe Kosten durch automatische Updates | Stand: 15.06.2010

FRAGE: Ich war auf den Malediven im Urlaub und bin jeden Tag über W-Lan, was kostenfrei angeboten wurde, ins Netz gegangen und habe meine E-Mails abgerufen. Als ich zu Hause meine Handyrechnung gelesen habe...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, sollte der Sachbearbeiter der Hotline recht haben, und der Grund für die Rechnung war die Einwahl des Geräts, dann werden Sie die Rechnung wohl bezahlen müssen. Z ...weiter lesen

Telefonabzocker kassieren monatlich über den Anbieter ab - Wie ist vorzugehen? | Stand: 16.02.2010

FRAGE: Telefon-/Internetabzocke durch P. GmbH. Kein unterschriebener Vertrag! Wöchentliches Abkassieren 4.99 € über Telefondienst seit 29.12.09. Ohne vorherige Info und Erlaubnis. Ruf-Nr.und E-mai...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,zu Ihrer Frage:Ich empfehle, ein Schreiben per Einschreiben an die Gegenseite anzufertigen mit folgendem Inhalt:- Sie haben keinen Vertrag abgeschlossen, da Sie darüber getäusch ...weiter lesen

Versagung der Anbringung einer Parabolantenne bei Verfügbarkeit eines Kabelanschlusses | Stand: 17.01.2010

FRAGE: Mein Freund ist Eigentümer eines 11-Familienhauses in Rheinland-Pfalz, welches im Jahr 1999 fertiggestellt wurde. Zu den Mietern, die erstmalig eine Wohnung bezogen, gehören eine türkischstämmig...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Mit der Entscheidung des VIII. Senats des Bundesgerichtshof (VIII ZR 207/04) wurde die ständige Rechtsprechung dahingehend bestätigt, dass bei der Verfügbarkeit eine ...weiter lesen

Hohe Telefonrechnung aufgrund von einer 0900 Nummer obwohl eine Sperre der teuren Nummern besteht | Stand: 06.10.2009

FRAGE: Ich bekomme Post von einem Telefonanbieter über einen Betrag von 190 Euro. Aber mein Telefonanschluss erlaubt keine 0900-Nummer. Was kann ich dagegen unternehmen? ...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Dabei möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass eine Internetrecherche ergeben hat, dass diese Firmen bereits einschlägig bekannt sind und eine Vielzahl von Kunde ...weiter lesen

Forderung eines Internetbetreibers zahlbar an eine Kanzlei | Stand: 09.08.2009

FRAGE: Am 15.7.09 erhielt ich eine Forderung eines Internetbetreibers über eine Forderung von ? 133.61 zahlbar an eine Kanzlei in Strassburg. Da ich weder diesen Internetbetreiber noch sonst welche andere...

ANTWORT: Bei der Firma, der Sie offensichtlich ins Netz gegangen sind, handelt es sich um eine der vielen Firmen, die überwiegend in der ?Internet-Abzock-Szene? tätig sind und mehr oder weniger mit de ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Beiträge zu Telefonabzocke

Probleme bei der Rufnummernportierung
| Stand: 15.11.2013

Das Amtsgericht Bonn hat dem Kläger gegen die Telekom Recht gegeben, dass sie die Rufnummernportierung vorzunehmen hat, ohne sich mit, eventuell falschen Anfragen des neuen Anbieters "rausreden" zu können . Aufträge ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.820 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 21.03.2017
Toll, dass es Sie gibt!!

   | Stand: 20.03.2017
Alles top! Habe zweimal angerufen, weil das Gespräch unterbrochen wurde. Beide Anwälte sagten das gleiche. Sehr professionell.

   | Stand: 19.03.2017
Freundlich, kompetent und ergebnisorientiert

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Insolvenzrecht | Zivilrecht | Rentenrecht | Handy Vertrag | Handyabrechnung | Handygarantie | Handyrechnung | Kabelanschluss | Telefongeschäfte | Telefonkauf | Telefonrechnung | Telefonrecht | Telefonverkauf | Telefonvertrag | Telekommunikationsrecht | Mobilfunkvertrag | Telefonkosten | telefonischer Vertrag | TelDaFax

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen