Durchwahl Zivilrecht
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Nachbesserungspflicht

Stand: 05.09.2016

Die Nachbesserungspflicht setzt eine vorherige, mangelhafte erbrachte Leistung insbesondere beim Kaufvertrag oder Werkvertrag voraus.

Sie resultiert aus der gesetzlichen Sachmängelhaftung, die im Falle des Kaufvertrages in § 439 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und beim Werkvertrag in § 635 BGB geregelt ist. Die Nachbesserungspflicht verpflichtet den Verkäufer (oder Werkunternehmer), die verkaufte Sache (bzw. das hergestellte Werk) kostenlos zu reparieren, wenn sie einen Mangel aufweist. Liegt ein Mangel vor, so hat der Käufer die Wahl zwischen Mangelbeseitigung oder Ersatzlieferung. Im Falle des Werkvertrages ist es der Unternehmer, der zwischen Mangelbeseitigung oder Herstellung eines neuen Werkes wählen kann, wenn der Besteller Mangelbeseitigung verlangt. Grundsätzlich ist es nicht möglich, im Falle eines Mangels sofort vom Vertrag zurückzutreten. Zunächst muss die Nacherfüllung verlangt werden, also entweder Mangelbeseitigung oder Ersatzlieferung. Der Käufer ist hinsichtlich seines Nacherfüllungsanspruchs an die getroffene Wahl gebunden. Er kann nicht ohne besonderen Grund von einer Forderung zur Nachbesserung zur Ersatzlieferung wechseln (OLG Saarbrücken NJW 2009, 369). Hat dagegen der Verkäufer noch nicht mit der Durchführung einer Nacherfüllung angefangen oder haben die Vertragsparteien noch keine Vereinbarung über die Art der Nacherfüllung getroffen, so kann der Käufer seine Entscheidung über die Art der Nacherfüllung ändern (LG Hagen NJW-RR 2012, 117). Nach § 439 Abs. 3 BGB kann der Verkäufer die vom Kunden gewählte Art der Nacherfüllung verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten für den Verkäufer möglich ist.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:

Liegt zwischen den Parteien ein Kauf- oder Werkvertrag vor und hat der Verkäufer oder der Unternehmer eine mangelhafte Leistung gegenüber dem Käufer oder Besteller erbracht?

2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:

Die Nachbesserungspflicht setzt eine vorherige, mangelhafte erbrachte Leistung insbesondere beim Kaufvertrag oder Werkvertrag voraus. Sie resultiert aus der gesetzlichen Sachmängelhaftung, die im Falle des Kaufvertrages in § 439 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und beim Werkvertrag in § 635 BGB geregelt ist.

3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:

Die Nachbesserungspflicht verpflichtet den Verkäufer, die verkaufte Sache kostenlos zu reparieren, wenn sie einen Mangel aufweist. Bei einem Werkvertrag ist der Unternehmer verpflichtet, das von ihm hergestellte Werk, falls es einen Mangel zeigt, zugunsten des Bestellers kostenlos zu reparieren.

4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:

Liegt ein Mangel vor, so hat der Käufer die Wahl zwischen Mangelbeseitigung oder Ersatzlieferung. Im Falle des Werkvertrages ist es der Unternehmer, der zwischen Mangelbeseitigung oder Herstellung eines neuen Werkes wählen kann, wenn der Besteller Mangelbeseitigung verlangt. Grundsätzlich ist es nicht möglich, im Falle eines Mangels sofort vom Vertrag zurückzutreten. Zunächst muss die Nacherfüllung verlangt werden, also entweder Mangelbeseitigung oder Ersatzlieferung.

Maßgebliche Urteile

Der Käufer ist hinsichtlich seines Nacherfüllungsanspruchs an die getroffene Wahl gebunden. Er kann nicht ohne besonderen Grund von einer Forderung zur Nachbesserung zur Ersatzlieferung wechseln (OLG Saarbrücken NJW 2009, 369). Hat dagegen der Verkäufer noch nicht mit der Durchführung einer Nacherfüllung angefangen oder haben die Vertragsparteien noch keine Vereinbarung über die Art der Nacherfüllung getroffen, so kann der Käufer seine Entscheidung über die Art der Nacherfüllung ändern (LG Hagen NJW-RR 2012, 117).


Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Nachbesserungspflicht
Autoreifen aus dem Interent - Mangelbeseitigung
Rohrbruch - Steht dem Mieter Erstattung zu ?
Maßgefertigter Schrank entspricht nicht der Beschreibung des Verkäufers
Pflichten der Parteien auf der Basis eines Kaufvertrages
Ist mit einer Zwangsversteigerung zu rechnen?
Wie sind Fehlzeiten in der Arbeit, ohne entsprechende vertragliche Regelungen, zu bewerten?
Vorgehen gegen den Produzenten nach zwei erfolglosen Reparaturen des Laptops

Interessante Beiträge zu Nachbesserungspflicht
Händler muss PKW wegen manipulierter Abgaswerte zurücknehmen
Beweislast des Käufers für die fehlgeschlagene Nachbesserung
SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.495 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 02.12.2016
ein Segen, das es Sie gibt

   | Stand: 01.12.2016
Hat gut geholfen

   | Stand: 01.12.2016
Die Anwältin war wirklich sehr nett und sehr Kompetent. Immer wieder gerne :-D Auch wenn ich hoffe das ich es nicht mehr brauchen werde.

Der direkte Draht zum Anwalt:
0900-1 875 007-193
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
Durchwahl Zivilrecht
 
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Steuerrecht | Zivilprozessrecht | Zivilrecht | Annahmeverweigerung | Beanstandung | Minderung | Nachbesserung | Nacherfüllung | Nichtzahlung | Provisionsrückzahlungen | Reklamation | Reklamationsfrist | Reklamationszeit | Rügefristen | Nachfrist

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK
Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website
JURA TICKER
Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website

Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:
0900-1 875 007-193
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
Durchwahl Zivilrecht
 
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.
E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen