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Leichte Fahrlässigkeit

Stand: 07.09.2016

In § 276 Abs. 2 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) findet sich eine sogenannte Legaldefinition für den Begriff der Fahrlässigkeit.

Danach ist Fahrlässigkeit das "Außer-Acht-Lassen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt". Fahrlässigkeitsmaßstab ist die objektiv erforderliche Sorgfalt, nicht die übliche Sorgfalt. Wer am Rechtsverkehr teilnimmt, muss sich darauf verlassen können, dass der andere Teilnehmer mit der für seine Tätigkeit erforderlichen Sorgfalt agiert. Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße nicht beachtet wurde. Die Unterscheidung zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit ist z.B. im Versicherungs- und Arbeitsrecht von Bedeutung. Die Haftung für fahrlässiges Handeln setzt Verschuldensfähigkeit voraus, wie sich aus § 276 Abs. 1, Satz 2 BGB ergibt. Dabei wird auf die §§ 827 und 828 BGB verwiesen. Dort wird auch nach dem Alter der Person differenziert. Die rechtlichen Probleme im Zusammenhang mit Fahrlässigkeit sind vielfältig.

Bei Fragen stehen Ihnen unsere Rechtsanwälte/innen gerne zur Verfügung.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Verlangt Ihr Arbeitgeber Schadenersatz von Ihnen?
  • Welchen Schaden haben Sie als Arbeitnehmer verursacht?
  • Wie ist der Schaden zustande gekommen?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Telefonanwalt prüft, welcher Schaden entstanden sein könnte.
  • Der Telefonanwalt klärt, welcher Grad von Fahrlässigkeit vorliegt.



3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Es gelten die Grundsätze zur Arbeitnehmerhaftung.
  • Demnach haftet ein Arbeitnehmer nicht für leichte Fahrlässigkeit, muss also keinen Schadenersatz leisten.
  • Der Arbeitgeber kann den Arbeitnehmer jedoch abmahnen.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Sie haben nur leicht fahrlässig gehandelt.
  • Sie müssen deshalb keinen Schadenersatz leisten.
  • Sie müssen jedoch mit einer Abmahnung rechnen.

Maßgebliche Urteile

BGH, Urteil vom 19. November 2014, Az.VIII ZR 191/13:
Hat der Vermieter eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, deren Kosten vom Mieter als Betriebskosten getragen werden, und verursacht der Mieter leicht fahrlässig einen von dieser Versicherung umfassten Wohnungsbrand, so trifft den Vermieter in der Regel die mietvertragliche Pflicht, wegen des Brandschadens nicht den Mieter, sondern die Versicherung in Anspruch zu nehmen.


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   | Stand: 08.12.2016
Mir wurde kurz, knapp und sehr verständlich weitergeholfen. Habe alles erfahren was ich wissen musste, um meinen Streit korrekt zu beenden. Sehr kompetente Hilfestellung. Vielen Dank!!!

   | Stand: 07.12.2016
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