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Gattungsschuld

Stand: 15.09.2016

Im Rechtsverkehr hat der Gläubiger die Möglichkeit, vom Schuldner eine Leistung zu verlangen.

Hat dieses Verlangen die Übertragung eines bestimmten Gegenstandes zum Inhalt, etwa im Rahmen eines Miet- oder Kaufvertrages, so ist zwischen Gattungsschuld und Stückschuld zu unterscheiden. Die sogenannte Gattungsschuld ist das Gegenstück zur Stückschuld. Bei der Gattungsschuld ist nur das Verschaffen einer Sache geschuldet, die der Gattung nach bestimmt ist. Es wird also nicht eine konkrete individuelle Sache geschuldet, sondern eine, die es schon mehrfach gibt oder die noch hergestellt werden kann. Der häufigste Fall der Gattungsschuld ist der Kaufvertrag. Jemand, der beispielsweise ein Radio kaufen möchte, hat ja kein bestimmtes individualisierbares einzigartiges Radio im Sinn, sondern er möchte von einer bestimmten Marke und einem bestimmten Typ ein Gerät erwerben. Hier spricht man dann von Gattungsschuld. Anders verhält es sich beim Kauf eines Gebrauchtwagens, da der Käufer sich hier für einen ganz bestimmten Wagen entscheidet und nur diesen erwerben möchte. Die sogenannten Sekundärrechte, also die Rechte, die der Kunde im Fall eines Untergangs oder einer Verschlechterung der Sache hat, können sich bei Gattungsschuld und Stückschuld unterscheiden, so dass diese Unterscheidung für die Rechtsfolgen wesentlich ist.

Bei Fragen stehen Ihnen unsere Anwälte/innen gerne zur Verfügung.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Wann haben Sie den Gebrauchtwagen von dem Händler gekauft?
  • Wann wurde der PKW beim Verkäufer gestohlen?
  • Wie kam es zum Diebstahl?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Telefonanwalt prüft,ob Sie noch Anspruch auf den PKW haben.
  • Der Telefonanwalt prüft,ob Sie stattdessen Schadenersatz vom Verkäufer verlangen können.





3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Da der Gebrauchtwagen unauffindbar gestohlen wurde, besteht gegen den Verkäufer kein Anspruch mehr auf Lieferung.
  • Es besteht auch kein Anspruch auf Lieferung eines anderen ähnlichen PKWs, da es sich bei dem Gebrauchtwagen um einen 'Stückschuld' und nicht um eine 'Gattungsschuld' handelt.



4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Wegen Diebstahls habe Sie keinen Anspruch mehr gegen den Verkäufer.
  • Sie haben auch keinen Schadenersatzanspruch, da den Verkäufer bezüglich des Diebstahls kein Verschulden trifft.
  • Sie können die Anzahlung zurückfordern.

Maßgebliche Urteile

BGH, Urteil vom 16. Juli 2003, Az. VIII ZR 302/02:  Im Falle einer vereinbarten Schickschuld (Sache wird durch Post versandt) hat der Schuldner aus der geschuldeten Gattung eine Sache auszuwählen und zu verschicken. Die Gattungsschuld wandelt sich zur Stückschuld, wenn der Schuldner das zur Sachleistung seinerseits Erforderliche getan hat (§ 243 Abs. 2 BGB@). Bei der Schickschuld hat der Schuldner einer Gattungssache das zur Leistung einer solchen Sache seinerseits Erforderliche getan (vgl. § 243 Abs. 2 BGB@), wenn

  • die ausgewählte Sache mittlerer Art und Güte ist (§ 243 Abs. 1 BGB@) und
  • der Schuldner die Sache an das Transportunternehmen (z.B. Post, Spedition) übergeben hat.

 Die Verpflichtung beschränkt sich dann auf die an das Transportpersonal übergebene Sache.


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   | Stand: 08.12.2016
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   | Stand: 07.12.2016
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