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ersitzen

Stand: 15.07.2013

Das sog. "Ersitzen" ist in den §§ 937 ff. BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt. Durch Ersitzung erwirbt derjenige Eigentum an einer beweglichen Sache, der diese Sache zehn Jahre als ihm gehörend besessen hat (Eigenbesitz).

Ein Eigentumserwerb ist jedoch dann ausgeschlossen, wenn derjenige, der die Sache besitzt, weiß oder infolge grober Fahrlässigkeit nicht weiß, dass er nicht Eigentümer ist oder dies nachträglich erkennt. Wer beispielsweise eine Geldbörse findet, kann diese nicht ersitzen, sondern muss sie selbstverständlich zum nächsten Fundbüro bringen, da er sich sonst einer Fundunterschlagung strafbar macht.

Nach Ablauf der zehn Jahre erlöschen alle ursprünglichen Rechte an der Sache. Der Ersitzende wird unbeschränkter Eigentümer. Die zehnjährige Frist kann durch den bisherigen Eigentümer durch Herausgabeklage unterbrochen werden.

Bei Fragen stehen Ihnen unsere Anwältinnen und Anwälte gerne zur Verfügung.


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