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Autoverkauf im Auftrag

Stand: 30.10.2015

Ein Autoverkauf im Auftrag wird gelegentlich vorgenommen um die Zahlung der Mehrwertsteuer zu vermeiden.

Das Fahrzeug wird dann lediglich durch die Vermittlung eines KFZ- Händlers zwischen zwei Privatleuten verkauft. In der Regel wird der Autohändler dem Käufer in solch einem Fall ein Vertragsformular zur Unterzeichnung vorlegen, aus dem hervorgeht, dass nicht er der Verkäufer ist, sondern eine Privatperson und es sich insoweit um ein "Agenturgeschäft" handelt. Streitig ist in diesen Fällen oft, wer für eventuelle Mängel des gekauften Autos aufkommen muss und ob sich der Händler seiner gesteigerten Gewährleistungspflicht entziehen kann. Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 26.01.2005, Az. VIII ZR 175/04 ein derartiges "Agenturgeschäft", bei dem die gesetzlichen Gewährleistungsrechte entsprechend einem Privatverkauf ausgeschlossen werden können, unter bestimmten Voraussetzung für zulässig erklärt. Entscheidend hierbei ist, ob der Autohändler die finanziellen Risiken des Verkaufs trägt oder der private Eigentümer. Wurde z.B. das betroffene Fahrzeug bereits vom Händler in Zahlung genommen, so ist dieser eher als Zwischenhändler zu betrachten und das "Agenturgeschäft" würde ein unzulässiges Umgehungsgeschäft darstellen. Weitere Probleme könnten entstehen, wenn nicht eindeutig vereinbart ist, zu welchem Preis das Auto zu verkaufen ist und in welcher Höhe der erzielte Kaufpreis ggf. auf den Preis beim Kauf eines Neuwagens angerechnet werden soll. Schließlich kann auch zu Konflikten führen, dass ein Verkauf nicht in dem vorgesehenen zeitlichen Rahmen erfolgen kann.

Über Probleme in diesem Bereich können Sie rasch eine Auskunft im Rahmen unserer telefonischen Beratung erhalten.


Passende Verträge zum Thema Autoverkauf im Auftrag finden Sie im Vertragscenter:

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  • Weist der Kaufvertrag als Verkäufer eine Privatperson aus und lässt den Händler lediglich als Vermittler im Rahmen eines Agenturgeschäfts erkennen?
  • Ist das Fahrzeug vom Händler bereits in Zahlung genommen?
  • Kann der Händler eigenständig ohne Rücksprache über den Verkaufspreis verhandeln.
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Anwalt prüft, ob überhaupt ein sog. "Agenturgeschäft" vorliegt.
  • Der Anwalt prüft, ob ein Gewährleistungsausschluss wirksam vereinbart wurde.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Es liegt ein "Agenturgeschäft" vor.
  • Der Händler war eher Zwischenhändler, deshalb lag kein Agenturgeschäft vor.
  • Die Gewährleistung wurde wirksam ausgeschlossen.
  • Der Gewährleistungsanspruch des Käufers besteht, weil ein diesbezüglicher Ausschluss nicht vereinbart, oder ein derartiger Ausschluss wegen eines Umgehungsgeschäfts unwirksam ist.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Der Käufer kann den Händler aus der Gewährleistung in Anspruch nehmen.
  • Ein Anspruch gegen den Händler besteht nicht, weil dieser nicht Vertragspartner des Käufers geworden ist.

Maßgebliche Urteile

Mit seiner Entscheidung vom 26.01.2005, Az. VIII ZR 175/04 klargestellt, dass in Fällen, in denen ein Autohändler ein Fahrzeug für einen privaten Eigentümer an einen Verbraucher verkauft ein Gewährleistungsausschluss, entsprechend eines Privatverkaufs, nicht generell unzulässig ist.

Entscheidend ist hierbei die Frage, ob der Händler oder der als Verkäufer in Erscheinung tretende Fahrzeugeigentümer das wirtschaftliche Risiko des Verkaufs tragen.

Liegt das wirtschaftliche Risiko auf Seiten des Verkäufers, handelt es sich um ein Umgehungsgeschäft und ein Gewährleistungsausschluss ist unzulässig.


Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Autoverkauf im Auftrag
PKW Verkauf - Mängel nach dem Verkauf

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19.253 Kundenbewertungen
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nach dem Gespräch !

   | Stand: 27.09.2016
Es ist für Fragen eine gute Alternative zu einem persönlichen Anwaltsbesuch.

   | Stand: 27.09.2016
Hallo, sehr präzise, punktgenaue und frdl. Beratung. Wusste sofort nach diesem Gespräch was zu tun ist. Das Gespräch wird nicht unnötig in die Länge gezogen, wie bei anderen Hotlinen. Jederzeit gerne wieder und vielen Dank...mfG.

   | Stand: 22.09.2016
Hier hat eine punktgenaue, präzise Enschätzung der Rechtslage stattgefunden!

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