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Stand: 08.02.2016

Strafanzeige kann jeder stellen, der Opfer einer Straftat wurde, oder z.B. eine Straftat beobachtet hat.

Strafanzeige kann bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder den Amtsgerichten nach § 158 StPO gestellt werden. Eine Strafanzeige ist zu unterscheiden von einem Strafantrag. Während eine Strafanzeige dazu dient, einen Sachverhalt der Polizei bzw. der Staatsanwaltschaft zur Prüfung auf strafrechtliche Relevanz vorzulegen, ist der fristgebundene Strafantrag das Verlangen, dass jemand wegen einer Straftat durch die Strafbehörden strafrechtlich verfolgt wird. Für einige Delikte, sogenannte Antragsdelikte, wie z.B. Hausfriedensbruch oder Beleidigung ist der Strafantrag Strafverfolgungsvoraussetzung. Der Strafantrag muss nach § 77b Strafgesetzbuch binnen einer Frist von drei Monaten gestellt werden. Bei vielen anderen Delikten handelt es sich jedoch um sogenannte Offizialdelikte, hier ist ein Strafantrag keine Strafverfolgungsvoraussetzung. Bei diesen Delikten langt es, dass die Strafverfolgungsbehörden Kenntnis von einem strafbaren Sachverhalt, z.B. durch eine Strafanzeige erlangen, dann sind die Behörden von Amts wegen zur Strafverfolgung verpflichtet. Die vorsätzliche Körperverletzung nach § 223 StGB und die fahrlässige Körperverletzung nach § 229 StGB werden nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

Weitere Fragen zu diesem Thema beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte und - anwältinnen der Deutschen Anwaltshotline.

Wie hilft der Telefon-Anwalt?

1. Fakten sammeln
Unsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:
  •  Wie erstatte ich Anzeige?
  • Wo erstatte ich eine Anzeige?
  • Handelt es sich um ein Antragsdelikt?
  • Kann ich die Polizei zwingen, meine Anzeige entgegenzunehmen?
2. Tatbeständen zuordnen
Anhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
  • Der Telefonanwalt berät, ob es sinnvoll ist un wie Sie konkret Anzeige erstatten.
  • Der Telefonanwalt diskutiert, wo eine Anzeige gestellt werden darf.
  • Der Telefonanwalt erörtert, ob neben der Anzeige auch ein Antrag erforderlich ist.
  • Sie können den Telefonanwalt fragen, was weiter unternommen werden kann, wenn die Polizei die Strafanzeige nicht bearbeitet.
3. Rechtspositionen ableiten
In dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:
  • Es ist sinnvoll, Strafanzeige zu erstatten.
  • Sie sollten eine schriftliche Anzeige direkt bei der Staatsanwaltschaft abgeben.
  • Wenn es sich um ein Antragsdelikt handelt, also z.B. um eine Beleidigung oder einen Hausfriedensbruch, sollten Sie neben der Anzeige gesondert auch ausdrücklich Strafantrag stellen, sonst kann die Tat nicht weiter verfolgt werden.
  • Wenn die Polizei die Strafanzeige nicht entgegennimmt, kann man daran denken, die Staatsanwaltschaft direkt zu kontaktieren, die auch als Herrin des Ermittlungsverfahren bezeichnet wird.
4. Handlungsoptionen aufzeigen
Zum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:
  • Sie sollten wegen der Schwere der Straftaten unverzüglich Strafanzeige erstatten.
  • Da es sich um einen juristisch komplizierten Fall handelt, empfiehlt sich eine sorgfältig begründete schriftliche Anzeige direkt bei der Staatsanwaltschaft.
  • Da die Beleidigung ein Antragsdelikt ist, sollten Sie neben der Anzeige gesondert auch ausdrücklich Strafantrag stellen, sonst kann die Tat nicht weiter verfolgt werden.

Maßgebliche Urteile

Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 21.07.2014, Az. 1 Ss 154/14
Die vorsätzliche Körperverletzung nach § 223 und die fahrlässige Körperverletzung nach § 229 werden nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält. Hier wurde kein Strafantrag gestellt, und auch wenn es für die Erklärung des öffentlichen Interesses keine Fristen gibt, so ist die Staatsanwaltschaft an die Kundgebung mangelnden öffentlichen Interesses im erstinstanzlichen Urteil gebunden.


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