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Trunkenheitsfahrt

Stand: 04.02.2014

Unter Trunkenheitsfahrt versteht man das Fahren im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss oder anderer berauschender Mittel (z.B. Cannabis).
Unter dem Bergriff der "berauschenden Mittel" können aber auch Medikamente fallen, die die Fahrtauglichkeit einschränken, wie z.B. Schlaftabletten. Hierbei wird unterschieden zwischen Fahren unter Alkohol zwischen 0,5-0,8 Promille, 0,8-1,1 Promille (relative Fahruntüchtigkeit) und über 1,1 Promille (absolute Fahruntüchtigkeit).

Eine strafbare Trunkenheitsfahrt liegt nicht nur vor, wenn ein Kraftfahrzeug bewegt wird, auch das Führen anderer Fahrzeuge, z.B. eines Fahrrades in betrunkenem Zustand kann strafbar sein und zur Entziehung des Führerscheins führen. Das Fahren unter einen Wert von 1,1 Promille (ohne Unfall) gilt als Ordnungswidrigkeit und wird mit einer Geldbuße ab 30 Tagessätzen und 3 Monate Fahrverbot bestraft. Das Fahren über 1,1 Promille gilt als Straftat und wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe und Entzug der Fahrerlaubnis von mindestens 6 Monaten geahndet.

Bei Wiederholungstätern kann es statt einer Geld- auch zu einer Freiheitsstrafe kommen. Ereignet sich bei der Trunkenheitsfahrt kein Unfall spricht man von einer "schlichten Trunkenheitsfahrt" nach § 316 StGB (Strafgesetzbuch), kommt ein Unfall, der schuldhaft verursacht wurde, hinzu, stellt das Gesetz dieses Fahren als Straßenverkehrsgefährdung (§ 315c StGB) unter Strafe. Ab 1,5 Promille ordnet darüber hinaus bei Beantragung einer Wiedererteilung der Fahrerlaubnis die Führerscheinbehörde die Absolvierung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) an.

Es empfiehlt sich deshalb immer, rechtlichen Rat bei einem Anwalt einzuholen. Zu weiteren Fragen stehen Ihnen die Anwälte und Anwältinnen der Deutschen Anwaltshotline gern zur Verfügung


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