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Schleudertrauma

Stand: 28.04.2014

Typische Folge eines Auffahrunfalls im Straßenverkehr kann das sog. Schleudertrauma sein.

Dieses stellt medizinisch gesehen eine Verletzung der Weichteile an der Halswirbelsäule dar. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen infolge eines Schleudertraumas spricht man von einem Syndrom bzw. HWS-Syndrom. Die Höhe des von der Rechtsprechung anerkannten Schmerzensgeldanspruchs nach einem Auffahrunfall oder ähnlichen Verkehrsunfällen hängt von der Intensität und Dauer der gesundheitlichen Folgen ab. Schäden der HWS sind Körperverletzungen nach §§ 823 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), 7 StVG (Straßenverkehrsgesetz). Die Haftungsvoraussetzungen und die Verursachung durch den Autounfall sind vom Verletzten als Anspruchssteller zu beweisen; er hat hierzu die Beweislast.

Wichtig ist dabei die Feststellung der Geschwindigkeit der beteiligten Unfallfahrzeuge sowie die biomechanische Belastungsgrenze. War bei einem Unfall die Geschwindigkeitsänderung < 5 km/h, liegt diese unterhalb der biomechanischen Belastungsgrenze, ab der eine gesunde HWS Schaden erleiden kann. Ein Schmerzensgeld kann der Verletzte in diesem Fall nur bei Nachweis, dass seine HWS vorgeschädigt war und durch den Unfall eine Verschlechterung erfahren hat, verlangen (OLG Köln VersR 2000, 1165). Auch bei einem seitlichen Aufprall auf ein Kraftfahrzeug kann ein HWS-Schleudertrauma entstehen. Wichtig ist, wann die Beschwerden nach einem Unfall erscheinen. So liegt beispielsweise keine unfallbedingte Schädigung der HWS vor, wenn erst 5 Tage nach einem Unfall Nackenbeschwerden entstehen (OLG Karlsruhe NZV 1998, 153). Allgemeine Angaben über die angemessene Höhe eines Schmerzensgeldes für ein Schleudertrauma sind nicht möglich. Die Höhe richtet sich immer nach den Umständen im Einzelfall.

Zur Ermittlung des angemessenen Schmerzensgeldes kann ein Verkehrsrechtsanwalt der Deutschen Anwaltshotline behilflich sein. Wählen Sie dazu die oben gezeigte Telefonnummer.


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