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Bewährungsaufstieg

Stand: 12.08.2013

Der Bewährungsaufstieg ist eine Regelung des alten BAT (Bundesangestelltentarifvertrag). Dieser wurde jedoch zum 01.10.2005 durch den TVöD abgelöst. Im TVöD sind grundsätzlich keine Bewährungsaufstiege mehr vorgesehen.

Ein Bewährungsaufstieg nach dem BAT war immer dann gegeben, wenn der Arbeitnehmer nach einem bestimmten festgesetzten Zeitraum - unter der Voraussetzung gleich bleibender Tätigkeitsmerkmale- in die nächsthöhere Vergütungsgruppe aufstieg. Hat sich der Angestellte während der vorgeschriebenen Zeit den Anforderungen gewachsen gezeigt, ist das Erfordernis der Bewährung erfüllt. Nach BAT hatte dies üblicherweise dann zu erfolgen, wenn der betreffende Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung ohne besondere Beanstandungen erbracht hatte. Eine besonders herausragende Leistung war nicht erforderlich. Voraussetzung war allerdings, dass die Bewährungszeit ununterbrochen erfüllt wurde. Unterbrechungen bis zu 6 Monaten waren unschädlich. Unterbrechungen aufgrund Wehr- oder Zivildienst, die Inanspruchnahme des Mutterschaftsurlaubes oder der Elternzeit sind ebenfalls unschädlich, wurden aber auf die Bewährungszeit nicht angerechnet.

Auch wenn im TVÖD ein Bewährungsaufstieg nicht mehr vorgesehen ist, so ist dort eine Stichtagsregelung enthalten, wonach diejenigen Arbeitnehmer, die bis zum Inkrafttreten des TVöD am 01.10.2005 mindestens die Hälfte des für den betreffenden Aufstieg in die nächsthöhere Vergütungsgruppe vorgesehenen Zeitraums erfüllt hatten, grundsätzlich auch zu dem individuell vorgesehenen Aufstiegszeitpunkt in diese höhere Vergütungsgruppe aufsteigen.

Einzelfallfragen zum Bewährungsaufstieg oder sonstigen Regelungen aus dem außer Kraft getretenen BAT bzw. dem neuen TVöD beantworten Ihnen gerne unsere Expertinnen und Experten aus dem Tarifrecht.


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